Edmund Clifton Stoner

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Edmund Clifton Stoner (* 2. Oktober 1899 in Surrey, England; † 27. Dezember 1968 in Leeds, England) war ein englischer theoretischer Physiker. Er ist in erster Linie für seine Arbeiten zum Ursprung des Magnetismus bekannt. Diese schließen die Theorie der kollektiven Elektronen und das Stoner-Kriterium ein.

Leben[Bearbeiten]

Stoner begann 1918 sein Studium in Cambridge, wo er 1921 sein Vordiplom erreichte. Nach seinem Diplom arbeitet er am Cavendish-Laboratorium an Röntgenabsorption in Materie. Bei einer Arbeit im Jahre 1924 darüber nahm er das Pauli-Prinzip vorweg. Er wurde 1924 Dozent an der University of Leeds, wo er 1939 zum Professor für theoretische Physik berufen wurde. Zu Beginn beschäftigte er sich mit der Astrophysik, wo er 1930 die Massegrenze für weiße Zwerge berechnete. Sein Hauptwerk widmete er jedoch dem Magnetismus, beginnend mit der ab 1938 entwickelten Kollektiv-Elektronen-Theorie des Ferromagnetismus.

Mit seinem Studenten Erich Peter Wohlfarth entwickelte er 1948 das Stoner-Wohlfarth-Modell ferromagnetischer Ein-Domänen-Nanoteilchen und Ensembles aus diesen Kristallen.

Ausgewählte Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • The distribution of electrons among atomic levels. In: Philosophical Magazine. (6th series) Band 48, 1924, S. 719–736.
  • The limiting density of white dwarf stars. In: Philosophical Magazine. (7th series) Band 7, 1929, S. 63–70.
  • The equilibrium of dense stars. In: Philosophical Magazine. (7th series) Band 9, 1930, S. 944–963.
  • Magnetism and atomic structure. Methuen, London 1926.
  • Magnetism and matter. Methuen, London 1934.
  • Collective electron ferromagnetism. In: Proceedings of the Royal Society of London. Series A, Band 165, 1938, S. 372–414.
  • Collective electron ferromagnetism II. Energy and specific heat. In: Proceedings of the Royal Society of London. Series A, Band 169, 1939, S. 339–371.
  • Collective electron ferromagnetism in metals and alloys. In: Journal de physique et le radium. (8th series) Band 12, 1951, S. 372–388.