Edwin Johnson (Historiker)

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Edwin Johnson (* 1842; † 1901) war ein britischer Historiker. Seinen Forschungsergebnissen zufolge gibt es im Sinne des Jesusmythos keinerlei Beweis für die historische Existenz Jesu Christi.

Leben[Bearbeiten]

In Antiqua Mater (1887) befasst sich Johnson ausführlich mit den Anfängen des Christentums. Hierin legt er dar, dass es keinerlei Beweis für die historische Existenz Jesu Christi und der Apostel gebe, eine Ansicht ähnlich der von Bruno Bauer. Vielmehr habe sich das Christentum aus einer Bewegung der jüdischen Diaspora entwickelt, die er Hagioi nennt, die eine liberale Auslegung der Torah, vereinfachten Ritualen und eine hohen Spiritualität vertraten. Sowohl Ideen der Gnosis als auch über Bacchus spielten in das Christentum ein.

In The Pauline Epistles und The Rise of English Culture geht Johnson davon aus, dass die Kirche die Geschichte ganzer Jahrhunderte gefälscht habe, namentlich die Dunklen Jahrhunderte. Ähnlich kritische Ansichten über das Christentum vertraten auch Isaac Newton, Wilhelm Kammeier, Jean Hardouin, Robert Baldauf und Christoph Marx. Seine Thesen gehören zu den Grundlagen der heutigen Chronologiekritik.

Werk (Auswahl)[Bearbeiten]