Emphase

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Emphase (auch: Ẹmphasis) geht auf das altgriechische Verb ἐμφαίνω (emphaínō) zurück, das „zeigen“, „an den Tag legen“ oder „anschaulich/deutlich/offensichtlich machen“ bedeuten kann. Daher bedeutet Emphase eigentlich „öffentlich anschaubare Darstellung“ oder „Verdeutlichung“, in späterer Verwendung „Kraft des Ausdrucks“ oder „Nachdruck in der Rede“. Konträr dazu besteht allerdings bereits im Griechischen die Nebenbedeutung „Umschreibung“.

Einführung[Bearbeiten]

Der Begriff Emphase hat in einzelnen Fachgebieten unterschiedliche Bedeutungen:

  • In der Übertragungstechnik eine automatische Frequenzanhebung und -absenkung des Signals, um die Übertragungsqualität zu verbessern, siehe Pre-Emphasis.
  • In Schauspiel und Erzählkunst, wie auch den schriftlichen literarischen Stilmitteln ist die Emphase eine besonders nachdrückliche, begeisterte, die eigene innere Bewegung und Zustimmung widerspiegelnde Ausdrucksweise und damit eine gesteigerte Form des Ethos. Die Emphase ist in gewisser Weise das Gegenstück (Pendant) zum Pathos, in dem das eigene Mitleiden und Erschauern zum Ausdruck kommt. In Anlehnung an den ursprünglichen Wortsinn (altgriechisch: ἐμφαίνω „zeigen (usw.)“) verwendet der Autor Gerd Hergen Lübben für seine Theaterstücke-Pentade „Feuerfuß meinetwegen” die Bezeichnung „Emphasen für Bühne”, wobei Bild, Wort und Gestik formal und inhaltlich als je eigenständige Ausdrucksmittel des Schauspiels begriffen werden. Emphase kann geäußert werden durch:
  • In der Rhetorik wird zwar Emphase mehrheitlich für „Verdeutlichung“ oder „Betonung“ verwendet, für einen Teil der Rhetorik-Theoretiker (z.B. Quintilian) bezeichnet sie jedoch einen Tropus, bei dem eine Sache durch einen ungenaueren, oft verharmlosenden Ausdruck umschrieben wird.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Emphase – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen