Erbium(III)-oxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Erbium(III)-oxid
__ Er3+      __ O2−
Allgemeines
Name Erbium(III)-oxid
Andere Namen
  • Dierbiumtrioxid
  • Erbiumsesquioxid
  • Erbiumoxid (mehrdeutig)
Verhältnisformel Er2O3
CAS-Nummer 12061-16-4
PubChem 159426
Kurzbeschreibung

pinkfarbener Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 382,52 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

8,64 g·cm−3 (25 °C)[1]

Schmelzpunkt

2344 °C[1]

Siedepunkt

3920 °C[1]

Löslichkeit
  • unlöslich in Wasser[1]
  • löslich in Mineralsäuren[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Toxikologische Daten

>5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Erbium(III)-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxide.

Geschichte[Bearbeiten]

Erbium(III)-oxid wurde 1843 teilweise (als Mischung mehrerer Lanthanoidoxide) isoliert durch Carl Gustaf Mosander und 1905 erstmals in reiner Form durch Georges Urbain and Charles James hergestellt.[4]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Erbium(III)-oxid kann durch Verbrennung von Erbium an Luft gewonnen werden.

\mathrm{4 \ Er + 3 \ O_2 \longrightarrow 2 \ Er_2O_3}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Erbium(III)-oxid

Erbium(III)-oxid ist ein hygroskopisches pinkfarbenes Pulver, das unlöslich in Wasser ist.[2] Es besitzt eine kubische Kristallstruktur.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Erbium(III)-oxid wird für die Färbung von Gläsern und Keramik verwendet.[6] Da es in den entsprechenden Gläsern infrarotes Licht absorbiert, wird es für Schutzbrillen in der Glas- und Stahlindustrie eingesetzt. Es dient auch als Ausgangsmaterial zur Herstellung von reinem Erbium.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f David R. Lide (Ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90th Edition (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-63.
  2. a b c d e f Datenblatt Erbium(III) oxide, ≥99.99% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 2. März 2012 (PDF).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Aaron John Ihde: The development of modern chemistry. Courier Dover Publications, 1984, ISBN 0-48664235-6.
  5. Reade: Erbiumoxid-Pulver (Er2O3)
  6. American Elements: Erbium Oxide
  7.  John Emsley: Nature's building blocks: an A-Z guide to the elements. 2003, ISBN 978-0-19850340-8, S. 137 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).