Erdenet
| Erdenet Эрдэнэт |
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| Staat: | ||
| Aimag: | Orchon | |
| Gegründet: | 1975 | |
| Koordinaten: | 49° 2′ N, 104° 3′ O49.027777777778104.044444444441300Koordinaten: 49° 1′ 40″ N, 104° 2′ 40″ O | |
| Höhe: | 1300 m | |
| Fläche: | 208 km² | |
| Entfernung von UB | ||
| Luftlinie: | 240 km | |
| Fahrstrecke: | 373 km | |
| Einwohner: | 87.646 (2008) | |
| Bevölkerungsdichte: | 421 Einwohner je km² | |
| Zeitzone: | UTC+8 | |
| Telefonvorwahl: | +976 (0) 135 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OP_ ( _ variabel) | |
| Gemeindeart: | Aimag-Zentrum | |
| Webpräsenz: | ||
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| Erdenet | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Erdenet (Mongolisch Эрдэнэт), die zweitgrößte Stadt der Mongolei, ist die Hauptstadt der Provinz Orchon. Sie ist zweitwichtigster Handelsplatz nach der Hauptstadt Ulaanbaatar.
Inhaltsverzeichnis |
Geografische Lage [Bearbeiten]
Erdenet liegt etwa 240 km (Luftlinie) nordwestlich der Hauptstadt Ulaanbaatar, am Fuß der Burengiin-Gebirgskette. Die Fahrstrecke beträgt 373 km[1]. Auf Karten der sowjetischen Zeit wurde die Stadt wegen ihrer strategischen Bedeutung bewusst falsch eingezeichnet.
Geschichte [Bearbeiten]
In den 1950er Jahren wurden im Norden der Mongolei bedeutende Vorkommen von Kupfererz entdeckt. Erdenet, eine der jüngsten Städte der Mongolei, wurde 1975 gegründet, um die Arbeiter der zuvor eröffneten Kupfermine zu beherbergen. 1977 wurde eine eingleisige Eisenbahnstrecke von 120 km Länge eröffnet, die die Stadt mit Darchan, einem bedeutenden Verkehrs- und Industriezentrum an der Transmongolischen Eisenbahn verbindet[2]. 1981 wurde in Erdenet eine ebenfalls noch heute bestehende Teppichfabrik gegründet. Um die Mitte der 1980er Jahre waren mehr als 50 % der Einwohner der Stadt Russen, die als Ingenieure oder Bergleute in der Mine arbeiteten und das Leben und den Alltag in Erdenet in erheblichem Maße prägten. Nach der politischen Wende 1990 und dem damit verbundenen Ende der Mongolischen Volksrepublik verließen allerdings die meisten von ihnen die Stadt, deren Einwohner heute nur noch zu 10 % Russen sind. Nicht wenige der Einwohner Erdenets wurden Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die im Westen der Stadt eine Gemeinde gründete[3].
Verkehr [Bearbeiten]
Der Flughafen (ZMED/ERT) wird derzeit nicht mehr genutzt und befindet sich außer Betrieb.
Erdenet ist der Endpunkt einer eingleisigen, nicht elektrifizierten Seitenlinie der Transmongolischen Eisenbahn, welche in Darchan von der Hauptlinie abzweigt, und auf der täglich ein Zug pro Richtung verkehrt. Der relativ kleine Bahnhof der Stadt befindet sich 9 km östlich des Zentrums.
Mit der Hauptstadt der Mongolei, Ulaanbaatar, sowie mit den nächstgelegenen Städten Bulgan und Darchan ist Erdenet durch eine gut ausgebaute Asphaltstraße verbunden. Eine Buslinie bedient die Strecke Erdenet – Ulaanbaatar zweimal täglich in beide Richtungen.
Wirtschaft [Bearbeiten]
In Erdenet befindet sich die viertgrößte Kupfermine der Welt, ein mongolisch-russisches Joint-Venture. Sie trägt den Hauptanteil zum mongolischen Exportvolumen und Steueraufkommen bei. Lange Zeit wurde nur Kupferkonzentrat exportiert, seit 2005 ist die Anlage auch in der Lage, reines Kupfer herzustellen.
Daneben finden sich eine auch international bekannte Teppichfabrik, sowie Betriebe der Lebensmittel- und Holzindustrie.
Bildung [Bearbeiten]
In Erdenet befindet sich die Mongolian University of Science and Technology.
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ 2007 Statistical Yearbook of Mongolia, National Statistical Office Ulaanbaatar, S.74
- ↑ Werner Elstner: Mongolei, S. 146, Berlin 1993
- ↑ Michael Kohn: Mongolia, S. 142, London 2008