Ergebnis (Cricket)

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Das Ergebnis in einem Cricketspiel kann entweder ein Sieg für eine der beiden Mannschaften sein, ein Unentschieden (tie) oder ein Remis (draw).

Ergebnis[Bearbeiten]

Sieg[Bearbeiten]

Das Ziel des Spiels ist es, mehr Punkte (Runs) als der Gegner zu erzielen.

Ein Spiel besteht immer aus entweder einem oder zwei Innings (Spieldurchgängen) pro Mannschaft. Zum Sieg reicht es aber nicht aus, nur mehr Punkte als der Gegner zu haben, das oder die Innings des Gegners müssen am Ende des Spiels auch abgeschlossen sein, so dass der Gegner bei Weiterführung des Spiels keine Möglichkeit mehr zum Punkten gehabt hätte.

Eine Mannschaft kann auch aufgeben (Match Conceded) oder die Schiedsrichter können einer Mannschaft das Spiel zuerkennen, wenn die andere Mannschaft sich weigert weiterzuspielen (Match Awarded).

In dem extrem seltenen Fall, dass die zuletzt schlagende Mannschaft zwar ihren letzten Batsman verliert, aber durch eine 5-Run Penalty zu ihren Gunsten, aus diesem letzten Ball des Spiels, gerade noch genug Runs erzielt, um das Spiel zu gewinnen, wird das Ergebnis als ein „win by Penalty runs“ angegeben.

Unentschieden[Bearbeiten]

Das Spiel endet unentschieden, wenn die Punktzahlen beider Mannschaften gleich sind und das Innings der als letztes schlagenden Mannschaft abgeschlossen ist. Diese zweite Bedingung wurde erst 1947 eingeführt, so dass es eine Reihe von Spielen vor diesem Datum gibt, die heute zwar als Remis gewertet würden, aber weiter als Unentschieden gelten. Ein Unentschieden ist ein sehr seltenes Ergebnis im Cricket, in Test Matches kam es seit 1877 erst zweimal vor:

  • West Indien (453 & 284) gegen Australien (505 & 232) 1961
  • Australien (574-7d & 170-5d) gegen Indien (397 & 347) 1987

An diesen beiden Beispielen erkennt man auch, dass die Gesamtpunktzahl einer Mannschaft, auf die es letztendlich ankommt, nie explizit angegeben wird. Die beiden Innings einer Mannschaft werden vielmehr als jeweils abgeschlossene Einheiten betrachtet, was sich übrigens auch in vielen Statistiken widerspiegelt.

Nachdem beide Teams je ein Innings hinter sich haben, wird einfach die Differenz ermittelt und mit dieser im Hinterkopf weitergerechnet. Nachdem die erste Mannschaft auch ihr zweites Innings abgeschlossen hat, ergibt sich unter Berücksichtigung dieser Punktdifferenz die zum Sieg benötigte Punktzahl der anderen Mannschaft. Das nennt man das Target. Und ebendieses wurde in den beiden Spielen oben mit dem knappstmöglichen Ergebnis verpasst.

Remis[Bearbeiten]

Alle anderen Spiele werden als Remis gewertet.

Das bedeutet, dass am Ende der vorher festgelegten Spielzeit zwar die als letztes schlagende Mannschaft noch an Punkten zurückliegt oder bestenfalls gleichauf ist, ihr Innings aber noch nicht abgeschlossen ist, d.h. ihre Batsmen noch nicht alle ausgeschieden sind und damit weitere Punkte hätten erzielt werden können. Anders ausgedrückt: Wäre das Spiel weitergegangen, hätten, zumindest theoretisch, beide Mannschaften noch gewinnen können, ihnen ist schlicht die Zeit davongelaufen.

In sogenannten One-Day Matches (Ein-Tages-Spielen), in denen das Innings einer Mannschaft durch eine vorgegebene Overzahl (1 Over = 6 Bälle) begrenzt ist, kann es kein Remis geben. Denn nach Absolvierung der Over ist das Innings per Definition abgeschlossen. Es kommt jedoch auch nicht selten vor, dass wegen Regens das Spiel abgebrochen werden muss. Das Ergebnis wird dann meist als No Result angegeben, wenn noch nicht genügend Over absolviert wurden, um das Spiel werten zu können.

Darstellung des Ergebnisses[Bearbeiten]

Gewinnt die als letzte schlagende Mannschaft, dann wird das Ergebnis als ein Sieg durch Wickets angegeben.

Beispiel: Team A (hier immer die als erste schlagende Mannschaft) erzielt 200 Runs. Team B übertrumpft das Ergebnis, indem es den 201. Run erreicht, als erst vier von maximal zehn seiner Batsmen ausgeschieden sind. Damit ist das Spiel zu Ende und Team B gewinnt mit 6 Wickets.


In Spielen zu je zwei Innings pro Team kann es vorkommen, dass eine Mannschaft in ihrem ersten Innings mehr Runs erzielt als der Gegner in seinen beiden Innings zusammen. Dann ist es nicht mehr notwendig, das zweite Innings zu absolvieren und die Mannschaft gewinnt mit einem Innings und x Runs.

Beispiel: Team A schafft 200 Runs in ihrem 1. Innings, darauf Team B 450 Runs in ihrem 1. Innings und schließlich wieder Team A nur 150 Runs in ihrem 2. Innings. Team B gewinnt mit einem Innings und 100 Runs.


Gewinnt die Mannschaft, die als letzte Feldmannschaft ist, wird das Ergebnis als ein Sieg durch Runs angegeben.

Beispiel 1-Innings-Spiel: Team A erreicht 200 Runs in ihrem Innings, darauf Team B nur 180 Runs. Team A gewinnt mit 20 Runs.
Beispiel 2-Innings-Spiel: Team A schafft 200 Runs in ihrem 1. Innings, Team B 250 Runs, daraufhin in den jeweils 2. Innings Team A 300 Runs und Team B 200 Runs. Team A gewinnt mit 50 Runs.


Nie wird man im Cricket hören, das Spiel stehe gerade 200 zu 15 Runs, weder als Zwischen- noch als Endergebnis. Dies wäre auch nicht sehr aussagekräftig, denn selbst wenn diese Aussage formal korrekt ist, muss man, um das Ergebnis bewerten zu können, immer wissen, welche Innings schon abgeschlossen und wie viele Batsmen (Schlagleute) im laufenden Innings schon ausgeschieden sind. Deshalb wird man als Antwort auf die Frage, wie es denn gerade stehe, immer etwas in der Art von England ist 210 für 6 hören, was bedeutet, dass im laufenden Innings England bisher 210 Runs erzielt hat und 6 ihrer Batsmen schon ausgeschieden sind.