Ernst Münch (Forstwissenschaftler)

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Ernst Münch (* 26. November 1876 in Ruchheim, heute Stadtteil von Ludwigshafen am Rhein; † 9. Oktober 1946 in Lechbruck am See) war ein deutscher Forstwissenschaftler und -botaniker.

Münch war der ältere Bruder des späteren Pfälzer Mundartdichters Paul Münch (1879–1951) und der Vater des KZ-Arztes Hans Münch. Er studierte Forstwissenschaften in Aschaffenburg und München. 1904 wurde Münch Assistent bei Carl von Tubeuf an der Forstlichen Versuchsanstalt München, 1909 promovierte er zum Dr. phil. Ab 1910 arbeitete er am Regierungsforstamt Speyer. 1921 wurde er ordentlicher Professor für Forstbotanik an der Forstlichen Hochschule Tharandt, 1933 an der Universität München.

Die Arbeitsgebiete von Münch umfassten Physiologie, Dendrologie und Pathologie. Herausragend sind seine Arbeiten über den Phloemtransport, wo er die Druckstromtheorie aufstellte.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Untersuchungen über Immunität und Krankheitsempfänglichkeit der Holzpflanzen, Dissertation, Ludwigsburg 1909
  • Die Stoffbewegungen in der Pflanze, Jena 1930
  • Beiträge zur Forstpflanzenzüchtung. Versuche einer Auslesezüchtung durch Einzelstamm-Absaaten bei Fichte. Weitere Beiträge zur Forstpflanzenzüchtung [Aus dem wissenschaftlichen Nachlass herausgegeben von Bruno Huber], München 1949

Literatur[Bearbeiten]

  • Dorothea Hauff: Münch, Ernst. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 18, Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-00199-0, S. 517 (Digitalisat).
  • E. Höxtermann: Ernst Münch. In: Ilse Jahn (Hrsg.): Geschichte der Biologie. Theorien, Methoden, Institutionen, Kurzbiografien. 3. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2000, S. 909 (Nachdruck Nikol, Hamburg 2004, ISBN 3-937872-01-9)
  • Heinrich Rubner: Ernst Münch. In ders.: Hundert bedeutende Forstleute Bayerns (1875 bis 1970). Mitteilungen aus der Staatsforstverwaltung Bayerns. Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, München 1994, S. 242–243

Weblinks[Bearbeiten]