Etoposid

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Strukturformel
Etoposid Struktur
Allgemeines
Freiname Etopsid
Andere Namen
  • VP-16, VP16
  • ETO
Summenformel C29H32O13
CAS-Nummer 33419-42-0
ATC-Code

L01CB01

DrugBank APRD00239
Kurzbeschreibung farbloser Feststoff [1]
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Zytostatikum

Wirkmechanismus

Topoisomerase II-Hemmer

Fertigpräparate

Vepesid® (USA, Deutschland)

Verschreibungspflichtig: Ja
Eigenschaften
Molare Masse 588,57 g·mol−1
Schmelzpunkt

235,9 °C [1]

pKs-Wert

9,8 [2]

Löslichkeit
  • gut in organischen Lösungsmitteln
  • schlecht in Wasser [3]
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [1]

T
Giftig
R- und S-Sätze R: 22-45
S: 26-36/37/39-45
Bitte beachten Sie die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln
LD50

15,07 mg·kg−1 (Maus i.v.) [2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Etoposid ist ein Glycosid des Podophyllotoxins, das aus der Wurzel des immergrünen amerikanischen Maiapfels (Podophyllum peltatum) gewonnen wird. Etoposid findet Verwendung als Zytostatikum in der Chemotherapie. Es hemmt das Enzym Topoisomerase II und unterdrückt die Zytokinese. Dies führt dazu, dass die Zelle in das Stadium der Apoptose gelangt und abstirbt. Weiterhin führt Etoposid auch zu Einzel- und Doppelstrang-Brüchen in der DNA, was die Zytotoxizität noch verstärkt.[3]

Eine sehr ähnliche Verbindung ist das halbsynthetische Teniposid, welches aus Podophyllotoxin hergestellt werden kann.

Als Nebenwirkungen bei der Chemotherapie treten vorwiegend Allergien, periphere Neuropathie, Hypotonie, Bronchospasmen und milde Leberfunktionsstörungen auf.[3]

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b c Herstellerangaben der Firma Merck Biosciences, 12. Jan. 2008
  2. a b Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online - Version 3.1. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2008.
  3. a b c F. von Bruchhausen, S. Ebel, A. W. Frahm, E. Hackenthal: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. Bd. 8 Stoffe E–O 5. Auflage, S. 152–154, Birkhäuser, 1991, ISBN 9783540526889
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