Eurotiomycetidae

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Eurotiomycetidae
Aspergillus nidulans

Aspergillus nidulans

Systematik
Reich: Pilze (Fungi)
Unterreich: Dikarya
Abteilung: Schlauchpilze (Ascomycota)
Unterabteilung: Echte Schlauchpilze (Pezizomycotina)
Klasse: Eurotiomycetes
Unterklasse: Eurotiomycetidae
Wissenschaftlicher Name
Eurotiomycetidae
Geiser & Lutzoni

Die Eurotiomycetidae sind eine Unterklasse von Schlauchpilzen, zu der viele Flechtenbildner gehören. Zu ihr zählen viele bedeutende Schimmelpilze wie Aspergillus und Penicillium.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Fruchtkörper (Ascomata), sofern vorhanden, sind kleistothecisch oder gymnothecisch, kugelig, werden häufig in einem umgebenden Stroma-Gewebe gebildet und sind häufig leuchtend gefärbt. Hamathecium-Elemente fehlen. Die Gametangien sind gewöhnlich undifferenziert und bestehen aus Hyphen-Knäueln. Die Asci lösen sich meist auf, manchmal sind sie bitunicat. Sie sind über den Fruchtkörper verstreut, seltener in einem Hymenium.

Die vegetativen Formen (Anamorphe) sind sehr variabel und umfassen phialidische und arthroconidiale Formen.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die Arten leben als Saprobionten, Parasiten oder als Mykorrhizapilze.

Systematik[Bearbeiten]

Äußere Systematik[Bearbeiten]

Die Eurotiomycetidae sind eine der beiden großen Gruppen in der Klasse der Eurotiomycetes. Daneben gibt es noch die basale Gruppe der Mycocaliciales. Alle drei Gruppen sind monophyletisch. Das Kladogramm sieht folgendermaßen aus:[1]


 

 Chaetothyriomycetidae


     

 Eurotiomycetidae



     

 Mycocaliciales



Innere Systematik[Bearbeiten]

Die Unterklasse besteht aus drei Ordnungen, die jeweils monophyletisch sind. Das Kladogramm sieht folgendermaßen aus:[1]


 

 Onygenales


     

 Eurotiales



     

 Coryneliales



Die nahe Verwandtschaft der beiden kleistothecischen Ordnungen Onygenales und Eurotiales ist unbestritten. Sie wurden früher als Plectomyceten bezeichnet. Die verwandtschaftliche Nähe der Coryneliales zu diesen beiden Ordnungen und die Einordnung bei den Eurotiomycetidae ergab sich erst nach DNA-Sequenzanalysen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b David M. Geiser et al.: Eurotiomycetes: Eurotiomycetidae and Chaetothyriomycetidae, 2006.
  2. Joseph W. Spatafora et al.: A five-gene phylogeny of Pezizomycotina. In: Mycologia, Band 98, 2006, S. 1018–1028.

Literatur[Bearbeiten]

  • David M. Geiser et al.: Eurotiomycetes: Eurotiomycetidae and Chaetothyriomycetidae. In: Mycologia, Band 98, 2006, S. 1053–1064.
  • D. S. Hibbett et al.: A higher-level phylogenetic classification of the Fungi. In: Mycological research, Mai 2007; III(5): 509-547. Epub 2007 13. März 2007. doi:10.1016/j.mycres.2007.03.004, (PDF; 1,3 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eurotiomycetidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien