Eutychianus

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Dieser Artikel behandelt den Bischof von Rom namens Eutychianus; zum gleichnamigen Historiker siehe Eutychianos.
Eutychianus, Phantasiedarstellung in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern

Eutychianus (von griech. Eutychianos = „der Beglückte“, kurz Eutychian; † 7. Dezember 283) war von 275 bis 283 Bischof von Rom. Seine Grabinschrift wurde in der Calixtus-Katakombe in Rom entdeckt. Eutychians Gedenktag ist der 7. Dezember.

Über Leben und Wirken Eutychians ist kaum etwas bekannt. Selbst die Daten seines Episkopats sind ungesichert. Dem Liber Pontificalis zufolge amtierte er 8 Jahre und 11 Monate lang, vom 4. Januar 275 bis zum 7. Dezember 283. Der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea berichtet allerdings, Eutychian sei nur 10 Monate lang Bischof von Rom gewesen.

Legenden zufolge erlaubte er das Segnen von Weintrauben und Bohnen auf dem Altar und beerdigte 324 Märtyrer mit seinen eigenen Händen. Einige Historiker bezweifeln diese Überlieferung, da aus der Amtszeit Eutychians keine größeren Verfolgungen bekannt sind und das Segnen der Feldfrüchte allgemein einer späteren Periode zugeschrieben wird.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eutychianus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Felix I. Bischof von Rom
(Die Bezeichnung Papst wurde erstmals 384 verwendet)

275–283
Cajus