Cajus (Bischof von Rom)

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Cajus oder Gajus (* in Dalmatien; † 22. April 296) war Bischof von Rom vom 17. Dezember 283 bis 22. April 296.

Er war der Sohn von Gajus oder - seiner Nichte, der Heiligen Susanna von Concordia zufolge - ein Verwandter des Kaisers Diokletian. Unter seiner Leitung erlebten die Christen eine Zeit der Ruhe zwischen der Verfolgung unter Valerian und unter Diokletian. Außer den Informationen des Liber Pontificalis ist nur wenig über ihn bekannt.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Gabinus ist der Name des Vaters der Heiligen Susanna. Daher wird angenommen, dass Cajus der Onkel der Heiligen Susanna ist.

Während seiner Amtszeit nahm die Christenverfolgung zu, obwohl neue Kirchen und Friedhöfe gebaut werden konnten. Wahrscheinlich starb er nicht als Märtyrer, denn die Christenverfolgung Diokletians begann erst im Jahre 303, also nach Cajus' mutmaßlichem Tod, und Diokletian war auf seinem Weg zum Kaiser den Christen gegenüber nicht immer feindlich eingestellt. Als Bischof von Rom verfügte Cajus, dass ein zukünftiger Bischof zuerst Lektor, Exorzist, Akolyth, Subdiakon, Diakon und Priester gewesen sein musste.

Cajus' Grab, in dem sich auch sein Siegelring befand, wurde mit der originalen Grabinschrift in der Calixtus-Katakombe in Rom entdeckt. Im Jahre 1631 wurde sein mutmaßlicher Amtssitz in eine Kirche umgewandelt, die jedoch 1880 dem italienischen Verteidigungsministerium weichen musste, so dass seine Reliquien zur Kapelle der Familie Barberini überführt wurden.

Darstellung des Märtyrertodes Cajus durch Lorenzo Monaco. Ursprünglich Teil der Altarmalerein in der Kirche San Gaggio in Florenz.

Sein Gedenktag ist, gemeinsam mit dem des Soterus, der 22. April. In der Kunst wird der Heilige Cajus mit der Tiara mit einem Bild des Heiligen Nereus dargestellt. Er wird hauptsächlich in Dalmatien und Venedig verehrt. In Florenz ist ihm die Kirche San Gaggio geweiht.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cajus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Eutychianus Bischof von Rom
(Die Bezeichnung Papst wurde erstmals 384 verwendet)

283–296
Marcellinus