Eva-Maria Wernicke-Wehling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eva-Maria Wernicke Rennrodeln
Voller Name Eva-Maria Wernicke-Wehling
Nation Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik
Geburtstag 30. September 1953
Geburtsort Beierfeld
Größe 165 cm
Gewicht 60 kg
Beruf Sekretärin
Karriere
Disziplin Einsitzer
Verein SC Traktor Oberwiesenthal
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
DDR-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften
Bronze 1973 Oberhof Einzel
FIL Rennrodel-Europameisterschaften
Bronze 1973 Königssee Einzel
Silber 1975 Olang Einzel
DDR-Rennrodel-MeisterschaftVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Bronze 1973 Doppel
Bronze 1974 Einzel
Silber 1975 Einzel
Bronze 1976 Doppel
letzte Änderung: 18. Dezember 2009

Eva-Maria Wernicke-Wehling (* 30. September 1953 in Beierfeld) ist eine frühere deutsche Rennrodlerin.

Wernicke bei den DDR-Meisterschaften 1975

Eva-Maria Wernicke startete in ihrer aktiven Zeit für den SC Traktor Oberwiesenthal. Sie galt als eine der Hoffnungen der DDR für die Olympischen Winterspiele 1972 in Sapporo, konnte sich jedoch für diese nicht gegen Ute Rührold, Margit Schumann und Altmeisterin Anna-Maria Müller qualifizieren. Doch gewann sie im selben Jahr den Titel bei der Junioren-Europameisterschaft. In den folgenden Jahren gehörte sie zur Rennrodelspitze der DDR und damit in der Welt. 1973 gewann sie hinter Schumann und Rührold in Königssee die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft, ebenso bei der WM des Jahres in Oberhof. 1975 musste sie sich bei der EM in Olang nur Schumann geschlagen geben. 1976 konnte sich Wernicke schließlich für die Olympischen Winterspiele in Innsbruck qualifizieren, scheiterte dort jedoch einmal mehr an ihren Nerven. Nach dem ersten Durchgang auf Platz fünf liegend, verbesserte sie sich im zweiten Lauf auf den dritten Rang. Aufgrund von Fahrfehlern konnte sich im abschließenden dritten Lauf noch Elisabeth Demleitner auf den dritten Rang schieben und Wernicke auf den undankbaren vierten Rang verweisen.

National gewann Wernicke 1973 ihre erste Bronzemedaille, einmal mehr hinter ihren Daurrivalinnen Schumann und Rührold. Auch im Jahr darauf gewann sie in derselben Konstellation Bronze, 1975 wurde sie Zweite hinter Schumann um 1976 erneut die gewohnte Reihenfolge Schumann-Rührold-Wernicke herzustellen. Bei den Meisterschaften 1975 in Oberhof lag sie nach drei von vier Läufen klar in Führung, vergab den Sieg aber im letzten Lauf. 1976 heiratete Wernicke Ulrich Wehling. Nach ihrer aktiven Karriere studierte sie Sport in Leipzig und zog später mit ihrem Mann nach Berlin und bekam mit ihm zwei Töchter. Nach der Wende begleitete sie ihren Mann in die Schweiz, wo er im Weltverband der Nordischen Skisportler beschäftigt war. In der Schweiz arbeitet sie als Sekretärin eines Unternehmens.

Weblinks[Bearbeiten]