Eyjafjörður

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Eyjafjörður, blau markiert
Eyjafjörður von Dalvík aus gesehen
Eyjafjörður mit Dalvík

Der Eyjafjörður (auch: Eyjarfjörður) ist ein etwa 60 Kilometer langer und bis zu 24 km breiter Fjord im Norden Islands im Osten der Halbinsel Tröllaskagi.

Lage und Form[Bearbeiten]

Er wird im Westen von Tröllaskagi begrenzt und im Osten von der ebenfalls gebirgigen Halbinsel Flateyjarskagi. Auch hier ragen die Berge bis über 1000 m auf, z.B. Kaldbakur (1167 m).

Der Fjord ist ziemlich tief, es gibt allerdings zwei Untiefen, die große Schiffe, etwa die zahlreichen Kreuzfahrtschiffe vermeiden müssen: Hörgár- und Laufásgrunn vor dem Pfarrhofmuseum Laufás.

Aus dem äußeren Fjord zweigen Richtung Westen zwei kleinere Fjorde ab: Héðinsfjörður und Ólafsfjörður.

Am südlichen Fjordende liegt die Stadt Akureyri, am Westufer die Fischerorte Dalvík und Ólafsfjörður, am Ostufer das Freilichtmuseum Laufás und der Ort Grenivík.

Insel Hrísey und Name des Fjords[Bearbeiten]

Im Fjord selbst liegt die Insel Hrísey. Sehr wahrscheinlich ist diese namensgebend für den Namen „Inselfjord“ (so die Übersetzung von Eyjafjörður) gewesen.

Die weißen Raucher im Eyjafjörður[Bearbeiten]

Im Jahre 1997 entdeckte man etwa 1800 m vor dem Pass Vikurskarð im Eyjafjörður heiße Quellen. Diese haben drei Säulen gebildet, die bis zu 45 m hoch sind.

Die Geothermalquellen befinden sich in basaltischen Laven, die ein Alter von 6 bis zu 12 Millionen Jahren haben. Sie stehen anscheinend in Zusammenhang mit einer oder zwei Bruchzonen in Richtung NNO und NW, denen jedoch keine heißen Quellen bekannt sind.[1]

Die Raucher wurden genauer untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass das Wasser, das ihnen entströmt 72° heiß ist. Die Säulen bestehen aus Smektit, einem Tonmineral, das sich bildet, wenn SiO2-reiche Flüssigkeit auf kaltes magnesiumhaltiges Wasser trifft. Man untersuchte außerdem die Bakterien an den Rauchern.[1]

Sie stehen seit 2001 unter Naturschutz[2] und sind ein beliebtes Ziel von Tauchausflügen geworden.

Außer dieser Gruppe von Rauchern, hat man inzwischen weitere Gruppen von Rauchern im nördlichen Eyjafjörður gefunden, die aber noch nicht untersucht worden sind.

Das Tal Eyjafjörður[Bearbeiten]

Wie in Island üblich trägt das mit ihm verbundene Tal denselben Namen wie der Fjord. Es erstreckt sich ca. 60 km nach Süden ins Land hinein.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eyjafjörður – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Zu den Rauchern im Eyjafjörður[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Viggo Th. Marteinsson u.a.: Discovery and Description of Giant Submarine Smectite Cones on the Seafloor in Eyjafjordur, Northern Iceland, and a Novel Thermal Microbial Habitat. In: American Society for Microbiology , Feb. 2001 (englisch), abgerufen: 26. Februar 2010
  2. http://www.ust.is/LogOgReglur/Fridlysingar/Natturuvaetti/nr/280 , abgerufen: 26. Februar 2010
  3. Íslandshandbókin, 1. bindi. Reykjavík, 1989, S. 429
Eyjafjörður, rechts Akureyri

65.86075-18.136277777778Koordinaten: 65° 52′ N, 18° 8′ W