Dalvík

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Dalvík

Der Fischerort Dalvík (dt. Talbucht) ist ein Ort in der Region Norðurland eystra im Norden Islands. Er ist der Hauptort der nach ihm benannten Gemeinde Dalvíkurbyggð. Am 1. Januar 2014 hatte der Ort 1366 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten]

Blick über den Eyjafjörður auf die Berge bei Dalvík

Dalvík liegt auf der Halbinsel Tröllaskagi westlich des Eyjafjörður zwischen Akureyri und Ólafsfjörður. Östlich von Dalvik liegt die Insel Hrísey. Der Ort liegt im Tal Svarfaðardalur, dessen Fluss Svarfaðardalsá südöstlich des Orts in den Eyjafjörður mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Dalvíkurkirkja

Der Ort war schon seit Jahrhunderten unter dem Namen Sandur und später Böggvisstaðasandur mit der Fischerei verbunden, die zunächst in Ruderbooten ausgeführt wurde.[1]

Allerdings ist hier erst ab 1881 eine feste Ansiedlung belegt, das erste Holzhaus vor Ort wurde 1900 gebaut. Die Anwohner lebten von Fischerei und Kleinbauerntum. 1931 verabschiedete das Parlament in Reykjavík das erste isländische Gesetz bzgl. der Fischereihäfen des Landes und zwar bzgl. des Hafens in Dalvík, der 1939 dann gebaut wurde.[1]

Bei einem starken Erdbeben (6,1 auf der Richter-Skala) wurden 1934 die meisten Gebäude des Ortes beschädigt oder zerstört.[2]

Ab 1946 wurde Dalvík eine eigenständige Gemeinde und löste sich von der Landgemeinde Svarfaðadalshreppur, 1974 erlangte es das Stadtrecht.[1]

Von 1968 an war der Gemeindepriester in Dalvík ansässig. Die dortige Kirche wurde jedoch schon 1960 geweiht.[1]

Bis zum 7. Juni 1998 war die Stadt Dalvík (Dalvíkurkaupstaður) eine selbstständige Gemeinde.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Dalvík ist immer noch in erster Linie ein Fischereiort, aber auch gleichzeitig ein Dienstleistungszentrum für die Anwohner der Umgebung. Unter anderem findet man hier Kindergärten, Schulen und die Verwaltungseinheiten der Gemeinde Dalvíkurbyggð. Zudem gibt es ein Gesundheitszentrum mit ärztlicher Versorgung und ein Seniorenheim.[2][3]

Der Ort wird von Hamar aus mit heißem Wasser für die Haushalte versorgt.[2]

Der Tourismus erweist sich wie auch an anderen Orten in Island als wachsende Einkommensquelle. Dazu gehört hier auch der Wintertourismus, da die Region Tröllaskagi mit relativ zuverlässigen Schneelagen aufwarten kann. Das Skigebiet Hringsholt mit diversen Skiliften gehört zum Ort. Im Ort gibt es neben Gästehäusern auch einen Zeltplatz, ein Hotel sowie Sportanlagen mit Schwimmbad.[3] Es werden zudem zahlreiche Gelegenheiten zum Wandern und Reiten geboten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das örtliche Museum erinnert unter anderem an den größten Isländer Jóhann Kristinn Pétursson (1913-1986) mit 2,34 m und Islands dritten Präsidenten Kristján Eldjárn.

Am zweiten Augustwochenende jeden Jahres wird das Fischfest Fiskidagurinn mikli in Dalvík abgehalten, mit einer Vielfalt von Fischgerichten, die die Gemeinde spendiert, Musikbands usw.[4]

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Straße 82 führt von Akureyri aus längs des Eyjafjörður über Dalvík nach Ólafsfjörður. Von ihr zweigen in bzw. bei Dalvík die Stichstraßen 806, 807 und 805 ab, die nach Tröllaskagi hineinführen.[5]

Von Dalvík fährt eine Fähre zur Insel Grímsey, die im Nordmeer vor Island liegt. Auch die Insel Hrísey ist mit der Fähre erreichbar.[3]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dalvík – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 1. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, 427
  2. a b c Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 1. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, 428
  3. a b c Vegahandbókin. Hg. Landmælingar Íslands, 2006, 359
  4. vgl. http://www.fiskidagur.muna.is/ (isländisch); Zugriff: 31. August 2012.
  5. vgl. Isländisches Straßenbauamt und -straßenwacht Vegag (isländisch/englisch); Zugriff: 13. August 2011.

65.97241653-18.532819748056Koordinaten: 65° 58′ 21″ N, 18° 31′ 58″ W