Falten-Tintling

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Falten-Tintling
Coprinopsis atramentaria R.H 06.jpg

Falten-Tintling (Coprinopsis atramentaria)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Tintlingsverwandte (Coprinaceae)
Gattung: Coprinopsis
Art: Falten-Tintling
Wissenschaftlicher Name
Coprinopsis atramentaria
(Bull. : Fr.) Fr.

Der Falten-Tintling (Coprinopsis atramentaria, Syn. Coprinus atramentarius), auch Grauer Falten-Tintling, Gemeiner Faltentintling oder Knoten-Tintling genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Tintlingsverwandten.

Merkmale[Bearbeiten]

Fruchtkörper des Falten-Tintlings mit stark zu Tinte zerflossenen Hüten
Junge Exemplare des Falten-Tintlings

Der Falten-Tintling hat einen gerandeten Wulst an der Stielbasis. Sein jung eiförmiger Hut wird später kegelig bis glockig und erreicht einen Durchmesser von 3 bis 6 Zentimeter bei einer Höhe von 3 bis 7, manchmal auch 10 Zentimeter. Er ist grauweißlich, aschgrau bis graubräunlich gefärbt und im Scheitel mit bräunlichen Schüppchen besetzt. Der Rand des Hutes ist gerieft bis faltig und im Alter zerrissen. Die jung weißlich bis blassgrauen Lamellen sind abgerundet bis schmal angeheftet. Sie stehen dicht gedrängt und zerfließen schwarzgefärbt ebenso wie der Hut im Alter. Der zylindrische Stiel ist nach oben verjüngt und 6 bis 15 Zentimeter lang und bis 1,5 Zentimeter breit. Er ist im Jugendstadium weiß gefärbt und wird im Alter hohl und zerbrechlich. Das dünne, weiche und weiß gefärbte Fleisch hat einen schwachen Geruch und einen milden angenehmen Geschmack.

Ökologie und Phänologie[Bearbeiten]

Er kommt meistens in Parkanlagen, an Wegen und in Laubwäldern in ganz Europa vor.

Der Falten-Tintling wächst von April bis November.

Bedeutung[Bearbeiten]

Der Falten-Tintling ist jung essbar, allerdings ist er in Verbindung mit Alkohol giftig. Hierbei kann er, bedingt durch seinen hohen Coprin-Gehalt, welches den Abbau von Acetaldehyd hemmt, eine Flush-Symptomatik hervorrufen, die bis zu mehreren Tagen anhalten kann.[1] In der Literatur wird dies unter anderem mit einer roten allmählich ins violette gehenden Verfärbung des Körpers beschrieben. Erstaunlicherweise sind hiervon Ohrläppchen und Nasenspitze ausgenommen, diese bleiben blass. Als weitere Nebenwirkungen werden Hitzegefühl, Herzklopfen sowie Sprach- und Sehstörungen genannt.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hans E. Laux: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08457-4, S. 288.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. L. Matthies, H. Laatsch: Ungewöhnliche Pilzvergiftungen: Coprin, ein Hemmstoff des Alkohol-Abbaus. In: Pharmazie in unserer Zeit. Band 21, 1992, S. 14–20.
  2.  Wolfram Buff, Klaus von der Dunk: Giftpflanzen in Natur und Garten. 2. neu bearbeitete Auflage. Paul Parey, Berlin/Hamburg 1988, ISBN 3-489-55222-9, S. 262.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Coprinopsis atramentaria – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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