Fegerbarsche

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Fegerbarsche
Scorpis violacea

Scorpis violacea

Systematik
Acanthomorphata
Stachelflosser (Euacanthomorphacea)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Terapontiformes
Familie: Steuerbarsche (Kyphosidae)
Unterfamilie: Fegerbarsche
Wissenschaftlicher Name
Scorpidinae
Günther, 1860

Die Fegerbarsche (Scorpidinae), auch Steinbrassen genannt, sind Meeresfische aus der Gruppe Barschverwandten (Percomorphaceae). Sie kommen vor allem im zentralen Pazifik von den Philippinen bis Australien vor. Neoscorpis lithophilus ist die einzige Art im westlichen Indischen Ozean und lebt vor der Küste des südöstlichen Afrika. Drei Arten kommen in östlichen Pazifik vor, Bathystethus orientale bei der Osterinsel, Medialuna ancietae vor der Küste von Peru und Chile und Scorpis chilensis bei den Juan-Fernández-Inseln. Sie leben an Felsküsten und in Tangwäldern.

Merkmale[Bearbeiten]

Fegerbarsche werden 20 bis 50 cm lang, sind im Allgemeinen hochrückig und besitzen eine durchgehende Rückenflosse. Im Unterschied zu den ähnlichen Nagebarschen (Girellinae) besitzen sie keine schneidezahnartigen Zähne. Auffallend ist die Symmetrie zwischen Rücken- und Afterflosse. Der von Stacheln getragene Teil (9 oder 10 Flossenstacheln) der Rückenflosse ist sehr viel niedriger als der von Weichstrahlen getragene. Die Beschuppung erstreckt sich über den größten Teil der von Weichstrahlen getragenen Abschnitte von Rücken- und Afterflosse. Die Bauchflossen setzen deutlich hinter den Brustflossen an.

Systematik[Bearbeiten]

Bathystethus cultratus
Labracoglossa nitida
Scorpis lineolata

Die Fegerbarsche werden im Allgemeinen als Unterfamilie den Steuerbarschen (Kyphosidae) zugerechnet (Fishbase, Nelson, 2006). Einige Autoren geben ihnen auch den Rang einer eigenständigen Familie (carpenter, Kuiter).

Gattungen und Arten[Bearbeiten]

Bisher wurden 11 Arten in vier Gattungen beschrieben:

Die ehemals der Unterfamilie zugeordnete Gattung Neoscorpis wird heute in die Kyphosinae gestellt, da die gemeinsamen Merkmale von Scorpidinae und Neoscorpis plesiomorph sind.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudie H. Kuiter / Helmut Debelius: Atlas der Meeresfische, Kosmos-Verlag, 2006, ISBN 3-440-09562-2
  • Joseph S. Nelson: Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
  • Kent E. Carpenter & Volker H. Niem: FAO Species Identification Guide for Fishery Purposes. The Living Marine Resources of the Western Central Pacific, Volume 5 Bony fishes part 3 (Menidae to Pomacentridae). Revista Chilena de Historia Natural, 1992, Rome, FAO. 1999. pp. 2069-2790. PDF

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steen Wilhelm Knudsen & Kendall D. Clements: Revision of the fish family Kyphosidae (Teleostei: Perciformes). Zootaxa 3751 (1): 001–101 (24 Dezember 2013), doi:10.11646/zootaxa.3751.1.1, ISSN 1175-533