Feldtheorie (Psychologie)

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Dieser Artikel befasst sich mit der psychologischen Feldtheorie. Für die physikalische Feldtheorie siehe Feldtheorie

Die Feldtheorie stammt aus der Gestalttheorie und wurde hauptsächlich von Kurt Lewin (1890–1947) weiter ausgearbeitet. Die Theorie besagt, dass aus einer Anordnung psychologisch relevanter Kräfte (Vektorkräfte) das individuelle Verhalten hervorgeht. Dieses Verhalten kann mit einem mathematisch rekonstruierbaren Lebensraum beschrieben werden, dem Umfeld. Das Umfeld eines Individuums ist nach dessen Art, Persönlichkeit und Erfahrungsbestand spezifisch strukturiert.[1]

Verhalten bzw. Handeln ist nach der Feldtheorie immer Feldhandlung. Diese beginnt mit der Untersuchung der Lage. Die Situation wird nicht in Bezug auf ihre physikalische Beschaffenheit aufgefasst, sondern so, wie sie subjektiv erlebt wird.

Die Feldtheorie von Lewin ist sozialpsychologisch orientiert. Lewin ist mit dieser Theorie gleichzeitig zum Begründer des Begriffs der Gruppendynamik geworden. Auch innerhalb einer Gruppe besteht nach seiner Auffassung ein Kräftefeld, das sich aus den Interaktionen zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern erkennen lässt.

Lewin nimmt an, dass das Verhalten V eine Funktion der Person P und der Umwelt U darstellt: V = f(P,U), und dass P und U in dieser Formel wechselseitig abhängige Größen sind.

Mathematisch wird der Lebensraum als topologischer Raum aufgefasst, eine Person stellt dann eine Teilmenge des Raumes dar, der Trägerraum des psychologischen Feldes ist das Innere eines durch eine Jordan-Kurve abgegrenzten Gebietes.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Synonyme

Vektorpsychologie, topologische Psychologie

[Bearbeiten] Ähnliche Theorien

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Lück, H.E. (1996). Die Feldtheorie und Kurt Lewin. Eine Einführung. Weinheim: Psychologie Verlags Union. ISBN 3-621-27327-1
  • Arnold, Wilhelm et al. (Hrsg.): Lexikon der Psychologie. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-508-8
  • R.R. Grinker (et al.) in: The Psychosomatic Concept in Psychoanalysis. New York 1953

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hofstätter, Peter R. (Hrsg.): Psychologie. Das Fischer Lexikon, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M. 1972, ISBN 3-436-01159-2, Seite 28
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