Filesystem in Userspace
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FUSE (Filesystem in Userspace) ist ein Kernel-Modul für Unix-Systeme, das es ermöglicht, Dateisystem-Treiber aus dem Kernel-Mode in den User-Mode zu verlagern. Es erlaubt damit nicht-privilegierten Benutzern, eigene Dateisysteme zu mounten. Mit Hilfe von FUSE lassen sich unter GNU/Linux, FreeBSD, OpenSolaris oder Mac OS X die meisten existierenden Dateisysteme wie NTFS oder UDF einbinden.
Aufgrund der Verwendung des auch für normale Anwendungsprogramme üblichen User-Mode – dank dessen sich der Programmcode nicht mit den Beschränkungen und Besonderheiten des Kernel-Modes auseinandersetzen muss – sind eine Vielzahl von Treibern entstanden. Einige dieser Dateisystem-Treiber bilden statt Festplatten und anderen Speichermedien ganz andere Datenstrukturen in Form eines navigierbaren Dateisystems ab.
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[Bearbeiten] Bekannte Dateisysteme und -Treiber
- NTFS-Zugriff
- Captive - ermöglicht sicheren Schreibzugriff auf NTFS-Partitionen durch Einbindung des originalen Windows-Treibers ntfs.sys mit Hilfe einer Kompatibilitätsschicht
- NTFS-3G
- ntfsmount (vom Linux-ntfs-Projekt) erlaubt das Mounten von NTFS-Partitionen mit Schreibunterstützung
- EncFS (Encrypted Filesystem) - Verschlüsseltes pass-through-Dateisystem ähnlich dem CFS
- GmailFS ermöglicht es, Google-Mail-Postfächer als Dateiablage zu verwenden
- GnomeVFS2 FUSE ist eine Schnittstelle zum Gnome Virtual Filesystem
- SSHFS ermöglicht es, ein Laufwerk über SSH zu mounten
- ZFS on FUSE[1] erlaubt den Zugriff auf das moderne 128-bit-Dateisystem ZFS von Sun. Da ZFS unter der CDDL veröffentlicht ist, ist keine direkte Integration in den Kernel möglich. Die Portierung wurde im Rahmen des Google Summer of Code gesponsert.
- LoggedFS[2] loggt Operationen im Dateisystem
- Verschiedene Projekte zum Mounten von WebDAV-Ressourcen, bekannt sind u.a. davfs2[3], fusedav[4] und wdfs[5].
- mysqlfs[6] ermöglicht es, Daten in einer MySQL-Datenbank abzulegen
- glusterFS[7], ein Cluster-Dateisystem
- WikipediaFS[8] ermöglicht das Arbeiten mit Artikeln aus dem Bestand einer MediaWiki-Installation (und somit nicht nur der Wikipedia), als wären es normale Textdateien
- gPhotoFS bindet die Bilder-Schnittstelle von Digitalkameras als Massenspeicher ein
[Bearbeiten] Geschichte
Am 15. Oktober 2004 wurde das FUSE-Projekt auf SourceForge gegründet, als Variante aus dem SHFS-Projekt hervorgehend. Seit dem 15. Januar 2005 war es Teil des mm-Kernels bevor es am 13. September 2005 in den offiziellen Linux-Kernel 2.6.14 aufgenommen wurde.
[Bearbeiten] Siehe auch
- LUFS ist ein Projekt mit den gleichen Zielen, welches jedoch nie in den offiziellen Linux-Kernel aufgenommen wurde und mittlerweile nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://zfs-on-fuse.blogspot.com/
- ↑ http://loggedfs.sourceforge.net/
- ↑ http://dav.sourceforge.net/, zudem in der Lage, sich mit Client-Zertifikaten zu authentifizieren.
- ↑ http://0pointer.de/lennart/projects/fusedav/
- ↑ http://noedler.de/projekte/wdfs/
- ↑ http://sourceforge.net/projects/mysqlfs/
- ↑ http://www.gluster.org/
- ↑ http://wikipediafs.sourceforge.net
[Bearbeiten] Weblinks
- MacFUSE: Eine Implementierung von FUSE für Mac OS X, entstanden im Rahmen von Google Summer of Code
- IBM developerWorks: Develop your own filesystem with FUSE, englischsprachiger Artikel (2006)

