Fixateur externe

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Fixateur externe zur Behandlung einer Radiustrümmerfraktur
Röntgenbild einer Radiustrümmerfraktur mit Verplattung und Fixateur externe

Ein Fixateur externe (frz.; dt. ‚äußerer Festhalter‘) ist ein durch die Haut von außen („extern“) befestigtes Haltesystem, um einen Teil des Körpers ruhigzustellen[1]. Dabei werden Pins im Knochen verankert und (gegebenenfalls nach erfolgtem Einrichten des Knochenbruches (Reposition)) mit einer rigiden, also starren Vorrichtung (Metallstangen) fest verbunden. Es handelt sich um ein Osteosyntheseverfahren[2].

Verwendung[Bearbeiten]

  • Bei offenen Frakturen mit Weichteilschädigungen, bei Trümmerfrakturen und gelegentlich bei Pseudarthrosen angewendet.
  • Er kann auch verwendet werden, um Gelenke mit Absicht zu versteifen (sogenannte Arthrodese) so z. B. am Kniegelenk als gelenkübergreifender Fixateur externe.
  • Bei Fraktur der Halswirbelsäule (Halofixateur)
  • Bei offenen Frakturen 2. oder 3. Grades ist der Fixateur externe die Behandlung der Wahl.
  • Bei bestimmten Deformitäten kann ein Fixateur zur Korrektur angewendet werden. Dies geschieht bei X- bzw. O-Beinen oder einem Beinlängenunterschied.
  • Auch bei Segmenttransporten kann ein Fixateur benutzt werden. Hier eignet sich besonders der Ilizarov-Ringfixateur.

Komplikationen[Bearbeiten]

Mögliche Komplikationen der Behandlung sind die Pin-Track-Infektion (Infektion der Weichteile um die Pinstellen) sowie durch die direkte Verbindung der Körperoberfläche zum Knochen, die Infektion des Knochens (Osteomyelitis/Osteiitis). Durch längere Ruhigstellung mit einem Fixateur kommt es zum Schwund (Atrophie) von Muskeln, zur Verkürzung von Sehnen und Bändern sowie zur Schrumpfung von Gelenkkapseln.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fixateur externe auf unfallchirurgen.at abgerufen am 2. Juni 2011
  2. Fixateur Externe auf lexikon-orthopaedie.com abgerufen am 2. Juni 2011
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