Flammabriss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Ein Flammabriss ist das Erlöschen einer Flamme in einer Verbrennungsmaschine oder anderer auf Verbrennung basierender Anlagen und Einrichtungen.

Strahltriebwerk[Bearbeiten]

Ein Flammabriss bei der kontinuierlichen Verbrennung in den Brennkammern von Strahltriebwerken und Propellerturbinen ist die Folge einer technischen Unregelmäßigkeit. Zum Teil wird hierfür auch im Deutschen die englische Bezeichnung flameout verwendet.

Ursachen dafür können zum Beispiel eine plötzliche Unterbrechung des Luftstroms, das Eindringen großer Mengen Wasser oder von Fremdkörpern, Verunreinigungen im Kraftstoff oder auch der Zustand des Pumpens im Turboverdichter sein. Häufig wird dieser Effekt auch durch Strömungsabriss der zu verdichtenden Luft auf den aerodynamisch geformten Luftverdichterschaufeln hervorgerufen, zum Beispiel durch Überschall-Druckwellen im Triebwerkseinlauf oder schlagartige, extreme Wechsel des Anstellwinkels wie zum Beispiel beim sog. Kobramanöver.

Bei frühen Strahltriebwerken (wie zum Beispiel bei denen der Messerschmitt Me 262) traten oft Fehler bei der Bemessung der zugeführten Kraftstoffmenge bei schneller Beschleunigung oder Drosselung der Triebwerke auf, was z. B. im Landeanflug oft notwendig ist. Durch diese Fehler, hervorgerufen durch unausgereifte mechanische Kraftstoffregler, überfettet oder verarmt das Kraftstoff-/Luftgemisch so stark, dass die Flamme in der Brennkammer erlischt.

Ein flameout in geringer Höhe war meist mit einem Totalverlust des Fluggeräts verbunden. Auch bei modernen Jets können Flammabrisse auftreten, jedoch führen derartige Triebwerksprobleme nur noch selten zu Gefahrensituationen. Abstürze einiger F-16 der NATO-Luftstreitkräfte über Deutschland wurden auf Flammabrisse zurückgeführt.

Bekannte Fälle[Bearbeiten]

  • Juni 1982: Eine Boeing 747 der British Airways erlitt beim Durchfliegen einer Wolke aus Vulkanasche einen Flammabriss in allen vier Triebwerken (siehe British-Airways-Flug 9).
  • Oktober 2004: Der Besatzung einer Bombardier CRJ200 gelang es nach einem selbst verschuldeten flame out in 41.000 Fuß (12.500 Meter) Höhe nicht mehr, die Triebwerke neu zu starten. Bei dem Absturz starben Pilot und Copilot.

Weitere Vorkommen von Flammabriss[Bearbeiten]

  • Auch bei Brennern in Kraftwerken und anderen energietechnischen Anlagen kann es zu Flammabriss kommen.
  • Das Ausblasen einer Kerze ist die gezielte Anwendung des Flammabrisses.