Forststraße

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Forststraße im Bayerischen Wald
Forststraße in Nordböhmen

Forststraßen sind für den Verkehr von Kraftfahrzeugen oder Fuhrwerken bestimmte, nicht öffentliche Straßen samt den dazugehörigen Nebenanlagen, die ausschließlich oder überwiegend als Fahrwege für die Forstwirtschaft, also die Pflege des Waldes und die Bringung des Holzeinschlags dienen. Forststraßen im Wald sind dabei ein Teil des Waldes.

In der Zeichenerklärung deutscher topographischer Karten wird bei Wegen, die den Wald erschließen, je nach Belastbarkeit unterschieden zwischen Befestigten Fahrwegen, Fahrwegen, Waldwegen und Fußwegen, wobei letztere eher nicht mit einem Forstfahrzeug befahrbar sind.

Im Auwald und sonstigen besonders schützenswerten Gebieten sind Forstwege und -straßen meist durch ein Fahrverbot gekennzeichnet bzw. mit Schranken abgesperrt.

Im Gebirge ist die Situation vielfältiger. Einerseits müssen die Forststraßen auf steilen Hängen breiter sein als im Flachland, um für die großen Maschinen ein sicheres Befahren von Serpentinen (Kehren) zu ermöglichen. Andererseits steigt durch Verbreiterung alter Zufahrten die Gefahr von stärkerer Erosion oder von Hangrutschungen.

Über die allgemeine Zugänglichkeit der Forststraßen für Mountainbiker wird kontroversiell diskutiert. Die Forstwirtschaft sieht sich oft gerade in jenen Regionen zu Einschränkungen veranlasst, wo die Tourismusbranche für freie Befahrbarkeit plädiert. In manchen Regionen ist die Errichtung nicht nur forstrechtlich, sondern auch naturschutzrechtlich genehmigungspflichtig.[1]

Siehe auch: Wirtschaftsweg in Deutschland, Güterweg in Österreich

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Forstweg in Tirol abgerufen am 28. Juni 2010

Weblinks[Bearbeiten]