Fort Hill

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fort Hill

Fort Hill, auch bekannt als John C. Calhouns Herrenhaus und Bibliothek in Clemson in South Carolina war das Heim von John C. Calhoun. Es ist heute ein Teil der Clemson University und ein National Historic Landmark.

Geschichte[Bearbeiten]

Es war ursprünglich 1803 von Dr. James McElhenny, einem Pastor der Hopwell Presbyterian Church erbaut worden, als Haus mit vier Zimmern und wurde damals Clergy Hall genannt. 1825 kauften John C. Calhoun und seiner Frau Floride Calhoun das Haus. Calhoun vergrößerte es auf 14 Zimmer. Er benannte es in Fort Hill um, nach dem nahegelegenen Fort Rutledge, einer Befestigungsanlage aus dem späten 18. Jahrhundert. Der architektonische Stil ist der Greek Revival mit einfachen landestypischen Details.[1]

Nach Calhouns Tod 1850, ging das Anwesen in Teilen an seine Frau und der Rest an drei seiner Kinder: Cornelia, John und Anna Maria, der Frau von Thomas Green Clemson. Anna verkaufte ihren Anteil an Floride Calhoun. Diese verkaufte die Plantage an ihren ältesten Sohn Andrew Pickens Calhoun, hielt aber eine Hypothek. Nach Andrews Tod, 1865, beantragte sie die Zwangsvollstreckung gegen Andrews Erben und hielt daran fest, bis zu ihrem Tod 1866. Nach einem langwierigen Rechtsstreit wurde die Plantage schließlich 1872 in Walhalla in South Carolina versteigert. Floride Calhouns Nachlassverwalter erhielt den Zuschlag. Der Gewinn wurde unter ihren Erben aufgeteilt. Ihre Tochter Anna Clemson erhielt das Herrenhaus mit insgesamt 814 Acre Land, der Rest ging an ihre Urenkelin Floride Isabella Lee, die circa 288 Acre Land erhielt. Thomas Green und Anna Clemson zogen 1872 nach Fort Hill. Nach Annas Tod 1875 erbte Thomas Green Clemson das Anwesen. Bei seinem Tod, 1888, hinterließ er mehr als 814 Acre Land. Das Erbe ging an den Staat South Carolina mit der Bedingung, hier ein College für Landwirtschaft zu gründen und, dass das Wohnhaus "niemals abgerissen oder umgebaut werden darf; aber es soll restauriert werden mit allen Möbeln und Kleidern....und es soll immer geöffnet sein, damit Besucher es sich anschauen können."[2] Die Clemson University hat Fort Hill, laut dieser Bedingung als Museum eingerichtet.

Das Haus wurde 1960 zum National Historic Landmark ernannt.

Fort Hill war zwei Jahre lang für Restaurierungsarbeiten geschlossen und wurde im Frühjahr 2003 wiedereröffnet. Fort Hill wurde vom Save America's Treasures program als nationaler Schatz bezeichnet, seine umfangreiche Erhaltung wird ermöglicht durch staatliche finanzielle Unterstützung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edgar, Walter. South Carolina Encyclopedia (2006). p. 334, ISBN 978-1-57003-598-2
  2. E. M. Lander, Jr., The Calhoun Family and Thomas Green Clemson: The Decline of a Southern Patriarchy (1983) University of South Carolina Press, Columbia, SC.

Weblinks[Bearbeiten]