John C. Calhoun

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John C. Calhoun 1849
Unterschrift Calhouns

John Caldwell Calhoun (* 18. März 1782 in Calhoun Mills bei Abbeville, Abbeville County, South Carolina; † 31. März 1850 in Washington, D.C.) war der siebte Vizepräsident der Vereinigten Staaten von 1825 bis 1832 unter den Präsidenten John Quincy Adams und Andrew Jackson, langjähriger US-Senator sowie Außenminister unter Präsident John Tyler.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Illustration Calhouns von 1834

Calhoun absolvierte − mit Unterbrechungen − ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach der Zulassung als Rechtsanwalt im Jahr 1807 begann er neben der Tätigkeit auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie in Abbeville zu praktizieren. 1811 heiratete er eine entfernte Cousine, Floride Bonneau Colhoun, mit der er zehn Kinder hatte.

In den Jahren 1808 und 1809 gehörte er als Abgeordneter dem Repräsentantenhaus von South Carolina an. Vom 4. März 1811 bis zum 3. November 1817 vertrat er für die Demokratisch-Republikanische Partei und als Nachfolger seines Cousins Joseph Calhoun den sechsten Kongresswahlbezirk seines Heimatstaates South Carolina im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Vom 8. Oktober 1817 bis zum 4. März 1825 war er als Nachfolger von William Harris Crawford zum Kriegsminister im Kabinett von US-Präsident James Monroe bestellt worden. Anschließend war er bis zum 28. Dezember 1832 Vizepräsident in den Regierungen der Präsidenten John Quincy Adams und Andrew Jackson.

Nachdem er zum Senator gewählt worden war, trat der zu den Demokraten gehörende Politiker am 28. Dezember 1832 im Zuge der Nullifikationskrise von seinem Amt zurück. Dies war der erste von nur zwei Vizepräsidenten-Rücktritten; der zweite war der von Spiro Agnew im Jahr 1973, der allerdings wegen Bestechungsvorwürfen sein Amt niederlegte.

Bedeutung erlangte er weniger als Vizepräsident denn als Wortführer im Senat, wobei er politisch den weiten Weg vom Nationalisten und Einpeitscher des Krieges von 1812 zum Wortführer der Südstaaten und ihrer Sezessionsbestrebungen zurücklegte. Im Interesse der Südstaaten formulierte er die Nullifikationsdoktrin, die besagte, dass Einzelstaaten das Recht hätten, solche Bundesgesetze, die ihnen schädlich seien, nicht umzusetzen. In der Krise von 1832, bei der es um ein umstrittenes Zollgesetz ging, wurden sogar Bundestruppen in South Carolina eingesetzt, als es erstmals mit Sezession gedroht hatte. In dieser Krise handelte Calhoun als Wortführer der südstaatlichen Pflanzeraristokratie und bei der Sezession von 1861 berief man sich nicht zuletzt auf ihn.

Calhoun vertrat seinen Bundesstaat als Nachfolger von Robert Young Hayne bis zum 3. März 1843 und dann erneut vom 26. November 1845 bis zu seinem Tod am 31. März 1850 im Senat. Während der Jahre 1845 und 1846 war er dort Vorsitzender im Ausschuss für Finanzen (Senate Committee on Finance). Vom 1. April 1844 bis zum 10. März 1845 gehörte er als Außenminister dem Kabinett von Präsident John Tyler an. John C. Calhoun starb an Tuberkulose und wurde auf dem St. Philip’s Churchyard in Charleston in South Carolina beigesetzt.

In den 1960er Jahren benannte die United States Navy das U-Boot USS John C. Calhoun (SSBN-630) nach ihm.

Werke[Bearbeiten]

  • The papers of John C. Calhoun. - Columbia, S.C. : Univ. Pr., (vol. 1-28)
  • Calhoun, John C. Ed. Ross M. Lence, Union and Liberty: The Political Philosophy of John C. Calhoun, 1992. ISBN 0-86597-102-1.

Literatur[Bearbeiten]

  • Theodore R. Marmor: The career of John C. Calhoun : politician, social critic, political philosopher. - New York: Garland, 1988. - ISBN 0-8240-5138-6
  • John Niven: John C. Calhoun and the prize of union : a biography. - Baton Rouge, La. : Louisiana State Univ. Pr., 1993. - ISBN 0-8071-1858-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John C. Calhoun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: John C. Calhoun – Quellen und Volltexte (englisch)