Francisco Ferrera

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Francisco Ferrera

Francisco Ferrera (* 29. Januar 1794 in San Juan de Flores; † 10. April 1851 im Departamento Chalatenango) war vom 1841 bis 1844 Präsident von Honduras.

Leben[Bearbeiten]

Francisco Ferrera wuchs unter der Vormundschaft des Priesters José León Garín auf und ging in Tegucigalpa zur Schule. 1813 kehrte er nach San Juan de Flores zurück und arbeitete als Küster (Kirche), Musiker, Violinist, Stadtrat und Bürgermeister. Beim Angriff von José Justo Milla Pineda auf Comayagua im Departamento Comayagua meldete er sich zur Miliz. Francisco Ferrera war Mitglied der Partido Conservador.

Francisco Ferrera beteiligte sich an den Feldzügen von José Francisco Morazán Quezada. Dazu gehörte das Schlachten bei La Trinidad und Belén Gualcho wofür er befördert wurde. Er war bei der Befriedung von Olancho beteiligt. Im März 1832 ließ er im Departamento Yoro und später bei Sonaguera und Trujillo die Truppen von Vicente Domínguez schlagen. Worauf er zum General befördert wurde. Von 1833 bis 1834 war er Supremo Director der Provinz Honduras.

Honduras[Bearbeiten]

Am 26. Oktober 1838 unter der Provinzregierung von José María Martinez Salinas, erklärte sich die Provinz Honduras zum separaten Staat. Ferrera beteiligte an der Auseinandersetzung mit der Bundesregierung unter Morazán zu welchen die Separation von Honduras führte. Am 5. April 1839 wurden seine Truppen und die von Nicaragua durch die Truppen von Morazán bei der Schlacht von Espíritu Santo in El Salvador geschlagen. Am 25. September 1839 wurden seine Truppen in San Pedro Perulapán überrascht und Francisco Ferrera verletzt, worauf er nach Nicaragua flüchtete.

Am 31. Januar 1840 bei der Schlacht in den Llanos de El Potrero in der Nähe von Tegucigalpa, schlugen die Truppen von Manuel Quijano y García die Truppen des José Trinidad Cabañas. Zu den Truppen von Manuel Quijano y García [1] gehörte Francisco Ferrera.

Am 8. April 1840 war Morazán vorübergehend nach Perú ins Exil gegangen. Am 6. Juni 1840 rief das Parlament, in Übereinstimmung mit der Verfassung vom 11. Januar 1839, Präsidentschaftswahlen aus. Dabei wurde Francisco Ferrera gewählt.

1841 trat er sein Amt als Präsident an. Sein Kabinett bestand aus:

  • Stellvertreter: Felipe Jáuregui, Juan Ignacio Vega y Coronado Chávez
  • Privatsekretär: Francisco Alvarado
  • Secretario General: Encarnación Maradiaga
  • Außenminister: Lupario Romero/Francisco Alvarado/Juan Morales/Coronado Chávez
  • Kriegsminister: Francisco Inestroza/José Julián Tercero
  • Finanzminister: Casto José Alvarado.

Eine Pocken-Epidemie schlug Comayagua, Tegucigalpa und La Paz[2], kurz nach seinem Regierungsantritt, und verbreitete sich über ganz Honduras.

In dieser Amtszeit wurde der Hafen von La Paz, welcher heute San Lorenzo[3] heißt instand gesetzt und eine Heeresreform durchgeführt. Im Mai 1842 wurde eine Amnestie erlassen. Er beendete seine Amtszeit am 31. Dezember 1842 und ein regierender Ministerrat aus Juan Morales, José Julián Tercero und Casto Alvarado übernahm sein Amt von 1. Januar bis 23. Februar 1843. In dieser Zeit wurde Ferrera wiedergewählt. Seine Minister waren nun Felipe Jaúrequi, Ignacio Vega und Coronado Chávez. Es gab Aufstände in Texiguat, Tegucigalpa, Liure, El Corpus und Danlí.[4] 1844 war Bürgerkrieg und Mobilmachung. Am 22. Januar 1844 gründete das Municipio El Naranjito, Santa Bárbara.

Kirchenpolitik[Bearbeiten]

Das Colegio Tridentino de Comayagua wurde wieder eröffnet, der Diezmo, eine Kirchensteuer, welche Diego Vigil Cocaña abgeschafft hatte, wurde wie die Kirchengerichtsbarkeit wieder eingeführt. 1842 wurde der Priester Francisco de Paula Campoy y Pérez zum ersten Bischof von Honduras. 1843 wurde das Kircheneigentum zurückübereignet und Diezmo und Primicias, die ersten Früchten abgeführt. Er dekretierte die Novena Recopilación de las Leyes de Indias eine Gesetzgebung aus der Kolonialzeit.

Auf Druck des britischen Konsuls Frederick Chatfield erkannte er 1843 Thomas Lowry Robinson als Monarch des britischen Protektorates Miskitoküste an.[5]

1842 kam Morazán von der Partido Liberal aus dem Exil in Perú zurück und wurde in Costa Rica Präsident. Juan José Guzmán aus El Salvador brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Costa Rica ab und bildete als antiliberales Bündnis, die Confederación de Centroamérica mit den Regierungen der Partido Conservador von Francisco Ferrera in Honduras und Pablo Sánchez de Buitrago y Benavente in Nicaragua. Die Vereinbarungen aus diesem Bündnis wurden später als Begründung für den Guerra de Malespín vorgebracht.

Guerra de Malespín[Bearbeiten]

Um den Krieg gegen General José de la Trinidad Francisco Cabañas Fiallos und Oberst Joaquín Rivera Bragas zu führen, die mit Unterstützung von Fruto Chamorro Pérez aus Nicaragua kamen, übergab er sein Amt während der Monate Oktober und November 1844 an einen geschäftsführenden Ministerrat aus Casto Alvarado und Coronado Chávez. Die nicaraguanischen Truppen hatten sich aus Honduras zurückgezogen, als Francisco Malespín durch Honduras zog und Ferrera samt Truppen in den Guerra de Malespín mitnahm. Ferrera kehrte nach Comayagua zurück. Leon (Nicaragua) kapitulierte am 24. Januar 1845.

Von 1845 bis 1847 war er Kriegsminister in der Regierung von Coronado Chávez[6] .

Vom 1. Januar bis 12. Februar 1847 war er mit José Santos Guardiola Bustillo und Casto Alvarado Mitglied eines regierenden Ministrates.

Entsprechend dem Pacto de Pespire vom 25. März 1850 wurde Juan Lindo wieder Präsident und Ferrera sah sich gezwungen, nach El Salvador zu immigrieren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. es:Manuel Quijano y García
  2. es:La Paz (ciudad de Honduras)
  3. es:San Lorenzo (Honduras)
  4. es:Danlí
  5. en:Hubert Howe Bancroft, HISTORY OF CENTRAL AMERICA. VOL. III. 1801-1887, THE HISTORY COMPANY, PUBLISHERS SAN FRANCISCO, 1887
  6. en:Coronado Chávez
Vorgänger Amt Nachfolger
Francisco Milla Guevara Staatschefs der Provinz Honduras
24. September 1833 bis 10. Januar 1834
Joaquín Rivera Bragas
Ministerrat

Mónico Bueso Soto Francisco de Aguilar

José Francisco Zelaya y Ayes
Präsident von Honduras
vom 1841 bis 1844
Ministerrat

Casto José Alvarado

Coronado Chávez