Franz Thürauer

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Franz Thürauer (* 25. September 1953 in Wolfenreith, Gemeinde Bergern im Dunkelsteinerwald) ist ein österreichischer Komponist, Musikpädagoge und Kirchenmusiker.

Ausbildung[Bearbeiten]

Das Interesse für Musik ist in seiner Familie seit früher Kindheit durch die Pflege von „guter, alter, authentischer“ Volksmusik geweckt worden. Franz Thürauer wurde in Klarinette und Klavier unterrichtet. Von 1969 bis 1972 wurde er am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck in den Fächern Orgel und Violine ausgebildet. Am Gymnasium in St. Karls/Volders absolvierte er die Matura 1972. Danach ging er an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo er Kirchenmusik bei Anton Heiller und Hans Gillesberger, sowie Komposition bei Francis Burt und Kurt Schwertsik studierte.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten]

Franz Thürauer begann mit dem Schuljahr 1978/79 seine Laufbahn als Musikpädagoge an der Musikschule St. Pölten, wo er als Klavierlehrer angestellt wurde. Vom 1. September 1979 wurde er auch als Musiklehrer am Stiftsgymnasium Melk berufen, wo er unter anderem Lehrer von Josef Hader, Otto Lechner, Thomas Foramitti, Andreas Gruber und auch Manfred Regall wurde. Als Komponist hatte er hiermit die Möglichkeit für seine Schüler und deren Musikinstrumentenwahl entsprechende Musikwerke zu schaffen. 1984 wurde er zum „Regens Chori“ des Stiftes Melk vom Abt Burkhard Ellegast und Pater Martin Rotheneder ernannt, und Franz Thürauer widmete sich der Kirchenmusik als Organist und Chorleiter. Thürauer bekam Kompositionsaufträge für die „Melker Pfingstkonzerte“, wo unter anderem das „Concertino Kolomani“ am 21. März 1983 im Kolomani – Saal des Stiftes mit Elisabeth Ullmann (Orgel), Bijan Khadem Missagh (Dirigent und Violine) und das „Tonkünstler Kammerorchester Wien“ zur Aufführung kam. 1991/92 bekam er zusätzlich noch einen Lehrauftrag für Gehörbildung und Solfeggio an der Musikhochschule in Wien. Es wurden seine Werke in Wien (Musikverein, Konzerthaus, ORF-Sendesaal, Wiener Musiksommer), sowie bei den Bregenzer Festspielen, NÖ-Donaufestival, im Brucknerhaus Linz, in Japan und in Amerika musiziert. Die Ausführenden waren das Wiener Kammerorchester, das Wiener SaxophonQuartett, das Ensemble Kontrapunkte, das NÖ-Tonkünstlerorchester, die Wiener Virtuosen, das Wiener Jeunesse Orchester, das Stadttheater St. Pölten, die Wiener Symphoniker und viele andere.

Franz Thürauer ist verheiratet und ist Familienvater von vier Kinder. Am 31. August 2012 beendete er seine Unterrichtstätigkeit am Stiftsgymnasium Melk, aber als Musikschulpädagoge an der Musikschule St. Pölten ist er weiterhin aktiv.

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Werke (Auswahl) chronologisch zurück[Bearbeiten]

1 Dramatische Szene aus William Shakespeares "Richard III" 1999

2 Wein und Wasser - Heitere Oper in vier Bildern nach anonymen mittelalterlichen Quellen

   1998    


3 Tableau - für großes Orchester 1997

4 Christ ist erstanden 1996 8m

   Soloinstrument


5 Prolog 1995 5m

   Orchester


6 Agnus, Communio, Sonata, Gratiarum Actio 1995 20m

   Chor
   Orchester
   Solostimme


7 Magnificat 1995 23m

   Chor
   Orchester
   Vokalquartett


8 Rondo notturno 1994 9m

   Orchester


9 Vom Unvergänglichen 1994 15m

   Solostimme

Kammermusik

10 Doppelkonzert 1993 23m

   Orchester
   Soloinstrument


11 Von der Vergänglichkeit - Sieben Sonette von William Shakespeare 1993 24m

   Orchester
   Solostimme


12 Lukas-Passion 1993 1h 35m

   Chor
   Duett
   Orchester


13 Metamorphosen 1992 8m

   Soloinstrument


14 Kleine Walzerszene 1992 6m

   Orchester


15 Shadows 1992 16m

   Orchester


16 Der Landsknecht von Kärnten - Kirchenoper 1991 50m

   Orchester
   Solostimme

Oper/Musiktheater

17 Violinkonzert 1991 23m

   Orchester
   Soloinstrument


18 Hommage à Marilyn 1990 13m

   Orchester


19 Sonata 1989 ~ 16m

   Duo

Kammermusik 20 Veni, sancte spiritus - Kantate 1988 11m

   Chor
   Orchester


21 Mosaik 1987 14m

   Quartett


Bläsermusik Kammermusik

22 An den Flüssen Babels 1984 6m

   Duo

Kammermusik

23 Winter-Serenade 1982 8m

   Orchester


24 Kammermusik für 13 Spieler

Weblinks[Bearbeiten]