Franz und Paul von Schönthan

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Franz und Paul von Schönthan sind zwei österreichische Brüder, die als Schriftsteller, Theaterregisseure und Journalisten arbeiteten und vor allem mit dem gemeinsam verfassten Schwank Der Raub der Sabinerinnen aus dem Jahr 1884 Theatergeschichte schrieben.

Die Autoren im Einzelnen:

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Franz von Schönthan

Franz v. Schönthan, ca. 1896
Franz v. Schönthan, ca. 1896

Franz von Schönthan, mit dem Adelstitel Edler von Pernwald bedacht (* 20. Juni 1849 in Wien; † 2. Dezember 1913 in Wien) war ein österreichischer Schauspieler, Stückeschreiber und Regisseur. Außerdem war er der ältere Bruder von Paul Schönthan.

Nachdem Franz von Schönthan seine Zeit als Berufsoffizier (Marineoffizier bei der österreichischen Marine) beendet hatte, beschloss er seiner eigentlichen Profession als Schauspieler nachzugehen und wurde Darsteller zunächst in Dessau und dann in der Hauptstadt Berlin. In Berlin begann er auch Bühnenstücke zu schreiben, hauptsächlich Militärlustspiele (hatte er doch die Strukturen aus eigener Erfahrung kennen gelernt). Seine Werke "Das Mädchen aus der Fremde" und "Sodom und Gomorrha" wurden 1880 erstmals aufgeführt, es folgte "Der Schwabenstreich" im Jahre 1883.

Im gleichen Jahr wurde Franz von Schönthan nach seiner Rückkehr Oberregisseur am Wiener Stadttheater. Immer wieder pendelte er zwischen Wien und Berlin. Ab 1884 ließ er sich als freier Schriftsteller in Berlin und Blasewitz bei Dresden nieder, bevor er 1896 sich abermals nach Wien begab.

Zusammen mit seinem Bruder Paul verfasste er mehrere Lustspiele, unter denen Der Raub der Sabinerinnen von 1884 ein Klassiker wurde. 1885 spielte er in diesem Stück die Hauptrolle des Schmierentheaterdirektors Striese.

[Bearbeiten] Weitere Werke

  • Das Mädchen aus der Fremde, 1879
  • Krieg im Frieden, 1880
  • Unsere Frauen, 1881
  • Komtesse Guckerl, 1895
  • Circusleute, 1902
  • Maria Theresia, 1903
  • Sodom und Gomorrha, 1880
  • Zum wohltätigen Zweck, 1895

[Bearbeiten] Paul von Schönthan

Paul von Schönthan mit dem Adelstitel Edler von Pernwald (*19. März 1853 in Wien; † 4. August 1905 in Wien) war ein österreichischer Erzähler, Dramatiker und Journalist und der jüngere Bruder von Franz Schönthan.

Drei Jahre, von 1887 bis 1890 arbeitete Paul von Schönthan als Redakteur der "Lustigen Blätter" in Berlin. Zwei Jahre später 1892 kam er nach Wien zurück und war als Feuilletonbeauftragter beim "Neuen Wiener Tageblatt" und nach 10 Jahren Tätigkeit dann bei der Abendpost beschäftigt. In der Zwischenzeit betätigte sich Paul von Schönthan als Lustspieldramaturg und veröffentlichte mehrere Lustspiele wie "Zimmer Nr. 18" und "Sturm in Not". Außerdem verfasste er in dieser Zeit mehrere Erzählungen, Novellen und auch humoristische Romane.

[Bearbeiten] Weitere Werke

darunter fallen die Romane:

  • Stickluft, 1896
  • Frau Lot, 1900
  • Pariser Modell, 1902
  • Das Fräulein, 1903
  • Kleine Humoresken, sind Erzählungen in 4 Bänden, die er von 1882-86 zusammen mit seinem Bruder Franz Schönthan verfasste);
  • Welt- und Kleinstadtgeschichten, 1893
  • Ringstraßenzauber, 1894
  • Wiener Luft, 1897 und schließlich das Drama
  • Der Raub der Sabinerinnen (Schönthan), 1884 mit Franz Schönthan.

[Bearbeiten] Literatur

  • V. Klotz, Bürgerliches Lachtheater 1980
  • A. Michel, Der Militärschwank des kaiserlichen Deutschland, 1982.

[Bearbeiten] Weblinks

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