August von Kotzebue

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August von Kotzebue

August Friedrich Ferdinand von Kotzebue (* 3. Mai 1761 in Weimar; † 23. März 1819 in Mannheim) war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller, der auch als russischer Generalkonsul tätig war. Seine Ermordung diente als Rechtfertigung der Karlsbader Beschlüsse. Er war der Vater von Otto von Kotzebue und Alexander von Kotzebue und Bruder der Schriftstellerin Karoline Ludecus.

Leben[Bearbeiten]

Früher Werdegang[Bearbeiten]

August Kotzebue kam als Sohn des braunschweigischen Majors Levin Karl Christian Kotzebue und seiner Ehefrau Christina Kotzebue (geb. Krüger) am 3. Mai 1761 im Gelben Schloss in Weimar zur Welt, das der angesehenen Kaufmanns- und Ratsfamilie Kotzebue als Wohnsitz diente. Sein Vater, der als herzoglich-weimarischer Legationsrat und geheimer Referendar in Diensten der Herzogin Anna Amalia stand, verstarb bereits wenige Monate nach seiner Geburt. August Kotzebue verlebte im Gelben Schloss einen Teil seiner Jugend und wohnte später in einem Wohnhaus in der Schlossgasse 6, worüber heute eine dort angebrachte Gedenktafel informiert. Er besuchte das Wilhelm-Ernst-Gymnasium in Weimar, wo er unter anderem von seinem Onkel, dem Schriftsteller, Literaturkritiker, und Lehrer Johann Karl August Musäus unterrichtet wurde. Musäus war durch die Heirat mit Juliane Krüger der Onkel von August Kotzebue. 1776 stand der junge Kotzebue als Schauspieler gemeinsam mit Goethe in dessen in Weimar uraufgeführtem Stück Geschwister in der Rolle des Briefträgers auf der Bühne.[1] 1777 legte er die Reifeprüfung ab und begann im Alter von 16 Jahren das Studium der Rechtswissenschaften auf der Universität Jena, das er in Duisburg fortsetzte und 1780 abschloss. Im Anschluss ließ er sich für kurze Zeit als Rechtsanwalt in Weimar nieder.

Durch Beziehungen von Johann Eustach von Görtz, dem ehemaligen Prinzenerzieher und Obersthofmeister am Weimarer Hof sowie preußischen Botschafter am russischen Hof, wurde er Sekretär des Generalgouverneurs in Sankt Petersburg. 1783 wurde er zum Assessor am Obersten Gerichtshof in Reval berufen und heiratete die Tochter eines russischen Generalleutnants. Er wurde in den Adelsstand erhoben und 1785 Präsident des Magistrats des Gouvernements Estland.

Erste Werke[Bearbeiten]

In Reval erwarb er sich Anerkennung durch seine Romane Die Leiden der Ortenbergischen Familie (1785) und Die Geschichte meines Vaters (1788) sowie durch die Dramen Adelheid von Wulfingen (1789), Menschenhass und Reue (1790) und Die Indianer in England (1790). Der positive Ruf, der aus diesen Arbeiten erwuchs, wurde jedoch nahezu zerstört durch die drastische zynische Satire Doktor Bahrdt mit der eisernen Stirn, welche 1790 mit dem Namen Knigges auf der Titelseite erschien. Nach dem Tod seiner ersten Frau zog Kotzebue sich vom Dienst in Russland zurück und lebte eine Zeit in Paris und Mainz. 1795 zog er auf ein Anwesen, das er nahe Reval erworben hatte, und widmete sich der literarischen Arbeit.

Innerhalb weniger Jahre veröffentlichte er sechs Bände verschiedener Skizzen und Erzählungen (Die jüngsten Kinder meiner Laune, 1793–1796) und mehr als zwanzig Dramen, von denen viele in mehrere europäische Sprachen übersetzt wurden.

Theater- und Direktorenzeiten[Bearbeiten]

1798 nahm er den Ruf als Direktor am Hoftheater in Wien an, legte das Amt aber infolge von Meinungsverschiedenheiten mit den Schauspielern bald nieder.

Er kehrte in seine Geburtsstadt zurück, aber da zwischen ihm und Johann Wolfgang von Goethe kein gutes Verhältnis bestand und er zudem die romantische Schule angegriffen hatte, wurde seine Position in Weimar unhaltbar.

Im April 1800 beschloss er, für mehrere Monate nach Russland zu reisen, aber auf seiner Reise dorthin wurde er wegen des Verdachts, er sei Jakobiner, an der Grenze verhaftet und nach Sibirien verbannt. Glücklicherweise hatte er ein Drama („Der alte Leibkutscher Peters III.“) geschrieben, das der Eitelkeit des Zaren Paul I. schmeichelte; er wurde infolgedessen bald begnadigt, zurückgeholt und mit einem Gut in Livland entschädigt. Seine Erlebnisse während dieser Zeit hat er in dem autobiographischen Werk Das merkwürdigste Jahr meines Lebens niedergeschrieben.

In Petersburg wurde er Direktor des deutschen Theaters.

Nach der Ermordung des Zaren kehrte er 1801 nach Deutschland zurück. Er vermochte aber nicht in der literarischen Gesellschaft Weimars Fuß zu fassen und ging nach Berlin, wo er in Verbindung mit Garlieb Helwig Merkel (1769–1850) Der Freimutige (1803–1807) herausgab und seinen Almanach dramatischer Spiele (1803–1820) begann.

Informationstafel an Kotzebues Wohnhaus in Mannheim

Russischer Generalkonsul[Bearbeiten]

Nach Napoleons Sieg in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 flüchtete er nach Russland, wo er im Schutz seines Gutes in Estland zahlreiche satirische Artikel gegen Napoleon in seinen Journalen Die Biene und Die Grille verfasste.

1816 kam er zur außenpolitischen Abteilung in St. Petersburg und ging 1817 mit einem Gehalt von 15.000 Rubeln als Generalkonsul im russischen Auftrag nach Deutschland.

In seinem Literarischen Wochenblatt, das er in Weimar – dank der dort existierenden Pressefreiheit – veröffentlichen konnte, griff er die deutschen Universitäten und vornehmlich die Burschenschaften und Turnerbünde als Brutstätten der Revolution sowie den politischen Liberalismus an (dessen Ziele Demokratie und Pressefreiheit waren), verspottete den von den Studenten verehrten Turnvater Jahn und verhöhnte die Ideale der deutschen Nationalbewegung. Auf dem Wartburgfest 1817 wurde im Zuge der dort zelebrierten Bücherverbrennung seine „Geschichte des deutschen Reichs“ ins Feuer geworfen, worauf er nach Mannheim umzog.

Arbeit als Verleger[Bearbeiten]

Kotzebue tat sich auch immer wieder als (umstrittener) Verleger von Zeitungen und Zeitschriften hervor. So erschien unter seiner Ägide Der Freymüthige oder Berlinische Zeitung für gebildete, unbefangene Leser (1803–1806). Hier wandte er sich zusammen mit Garlieb Merkel vor allem gegen die Romantiker und Goethe. 1808/1809 meldete er sich aus seinem Exil in Reval mit der Quartalsschrift Die Biene und 1811/1812 mit der vierteljährlich erscheinenden Die Grille. Der Ton dieser Zeitschriften war durch und durch antinapoleonisch. Sein letztes publizistisches Werk vor seiner Ermordung war das Literarische Wochenblatt (1819).

Kotzebues Tod (Zeitgenössischer kolorierter Kupferstich)

Nach seinem Tod wurde dies von Friedrich Arnold Brockhaus bis 1826 als Literarisches Conversationsblatt und von 1826 bis 1851 (bzw. bis 1898) unter dem Titel Blätter für literarische Unterhaltung fortgeführt.[2]

Ermordung[Bearbeiten]

Der Jenaer Burschenschafter und Theologiestudent Karl Ludwig Sand folgte ihm nach Mannheim und erstach ihn am 23. März 1819 vor den Augen seines vierjährigen Sohnes mit den Worten: „… hier, Du Verräter des Vaterlandes.“ Ermordet wurde Kotzebue in seinem Wohnhaus in A 2, 5, wo heute eine Gedenktafel angebracht ist.[3] Unter anderem mit diesem Mord wurden die im September 1819 vom Bundestag in Frankfurt in Gesetzesrang erhobenen Karlsbader Beschlüsse begründet. Im Mai 1820 wurde Sand wegen des Mordes hingerichtet.

Grabstätte[Bearbeiten]

Kotzebues Grabstein auf dem Mannheimer Hauptfriedhof
Grabstein (Rückseite) mit Grabspruch

Das Grab von Kotzebue befindet sich auf dem Hauptfriedhof in Mannheim, nur wenige Meter von dem seines Mörders Karl Ludwig Sand entfernt. Das qualitätvolle Grabmal aus Mainsandstein ist eine Schöpfung des Mannheimer Hofbildhauers Maximilian Joseph Pozzi (1770–1842).[4] Es handelt sich um einen auf die Kante gestellten Würfel mit Grabinschrift und Denkspruch, der von zwei Theatermasken gestützt wird. Pozzi nahm in Mannheim auch die Totenmaske Kotzebues ab und fertigte daraus eine Büste. Die beiden Theatermasken des Grabsteins scheinen ebenfalls Kotzebues Gesichtszüge zu tragen. Der Grabspruch lautet:

„DIE WELT VERFOLGT’ IHN OHN’ ERBARMEN – VERLÄUMDUNG WAR SEIN TRÜBES LOS – GLÜCK FAND ER NUR IN SEINES WEIBES ARMEN – UND RUHE IN DER ERDE SCHOSS – DER NEID WAR IMMER WACH IHM DORNEN HINZUSTREUEN – DIE LIEBE LIES IHM ROSEN BLÜHEN – IHM WOLLE GOTT UND WELT VERZEIHEN – ER HAT DER WELT VERZIEH’N.“

„Die Friedhöfe in Mannheim“ , Südwestdeutsche Verlagsanstalt Mannheim, 1992, Seite 82

Werkgeschichte[Bearbeiten]

Außer seinen Spielen schrieb Kotzebue einige historische Arbeiten, die jedoch einseitig und relativ bedeutungslos blieben. 1999 wurde als Reprint (Modul-Verlag Wiesbaden) sein Werk Vom Adel von 1792 wieder aufgelegt. Seine autobiografischen Schriften sind:

Die Zahl seiner Lustspiele und Dramen beläuft sich auf mehr als 220; 87 davon inszenierte Goethe mit insgesamt 600 Vorstellungen. Kotzebues Popularität war beispiellos, nicht bloß in Deutschland, sondern auch auf den Bühnen des europäischen Kulturraums. Neben August Wilhelm Iffland war Kotzebue der produktivste und erfolgreichste Bühnenautor seiner Zeit.[5] Sein Erfolg basierte auf seinem Gespür für populäres Theater in Stoff und Gestaltung. Beispiele dafür sind seine Komödien Der Wildfang, Die beiden Klingsberg und Die deutschen Kleinstädter, die eindrückliche Genreschilderungen deutschen Lebens enthalten. Berühmte Komponisten der Zeit vertonten seine Texte: Beethoven komponierte die Musik zu Kotzebues Die Ruinen von Athen (op. 113) sowie zu König Stephan (op. 117) anlässlich der Eröffnung des neuen Opernhauses in Pest im Jahre 1812; Salieri schrieb die Schauspielmusik zur Wiener Aufführung der Hussiten vor Naumburg (1802/03); und auch der junge Franz Schubert vertonte einige Libretti des Dichters, darunter das Singspiel Der Spiegelritter D 11 (1813) und die „natürliche Zauberoper“ Des Teufels Lustschloss D 84 (1813/14).

Kotzebue gilt als ein Vater der dramatischen Trivialliteratur, womit ihm zugleich ein Anteil an der Schaffung einer bürgerlichen Öffentlichkeit im Deutschland des 19. Jahrhunderts als Verdienst bleibt. Zu Lebzeiten wurden zwei Sammlungen von Kotzebues Dramen veröffentlicht: Schauspiele (5 Bde., 1797); Neue Schauspiele (23 Bde., 1798–1820). Sämtliche dramatische Werke erschienen 1827–29 in 44 Bänden und unter dem Titel Theater 1840–1841 in vierzig Bänden. Eine Auswahl seiner Stücke in zehn Bänden erschien in Leipzig 1867–68.

Werke[Bearbeiten]

Kotzebues Werke, die unter der Intendanz Goethes am Weimarer Hoftheater aufgeführt wurden (nach Axel Schröter, Musik zu den Schauspielen August von Kotzebues, s. u.)

Eigene Werke[Bearbeiten]

Lustspiele
  • Die Indianer in England. Lustspiel in drey Aufzügen. Leipzig 1790 (zum ersten Mal aufgeführt auf dem Liebhabertheater zu Reval im Februar 1789).
  • Der weibliche Jacobiner-Clubb. Ein politisches Lustspiel in einem Aufzuge. Frankfurt und Leipzig 1791
  • Armuth und Edelsinn. Lustspiel in drey Aufzügen. Leipzig 1795. [Mit einer neuen Schlußscene vermehrt. Grätz 1800]
  • Der Wildfang. Lustspiel in 3 Acten. Leipzig 1798 (Franz Xaver Hubers komische Oper „Die Erste ist die Beste“ basiert auf diesem Lustspiel)
  • Die Unglücklichen. Lustspiel in einem Akte. Leipzig 1798
  • Der hyperboräische Esel oder Die heutige Bildung. Ein drastisches Drama und philosophisches Lustspiel für Jünglinge. In einem Aufzuge. Leipzig Mai 1799
  • Ueble Laune. Lustspiel in 4 Acten . Leipzig 1799
  • Das Epigramm. Lustspiel in 4 Akten. Leipzig 1801
  • Das neue Jahrhundert. Eine Posse in einem Akt. Leipzig 1801. Neuausgabe (mit einem Nachwort hg. von Alexander Košenina) Hannover 2012, ISBN 978-3-86525-263-0.
  • Der Besuch, oder die Sucht zu glänzen. Lustspiel in 4 Akten. Leipzig 1801
  • Die beiden Klingsberg. Lustspiel in 4 Akten. Leipzig 1801
  • Die deutschen Kleinstädter. Lustspiel in 4 Akten. Leipzig 1803 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
  • Der Wirrwarr, oder der Muthwillige. Posse in vier Akten. Leipzig 1803
  • Der todte Neffe. Lustspiel in einem Akt. Leipzig 1804
  • Der Vater von ohngefähr. Lustspiel in einem Akt. Leipzig 1804
  • Pagenstreiche. Posse in 5 Aufzügen. Leipzig 1804
  • Blinde Liebe. Lustspiel in drey Akten. Leipzig 1806
  • Das Geständnis, oder die Beichte. Ein Lustspiel in einem Akt. Berlin 1806
  • Die Brandschatzung. Ein Lustspiel in Einem Akt. Leipzig 1806
  • Die gefährliche Nachbarschaft. Ein Lustspiel in Einem Akt. Wien 1806
  • Die Organe des Gehirns. Lustspiel in drey Akten. Leipzig 1806
  • Der Citherschläger und das Gaugericht. Ein altdeutsches Lustspiel in zwei Acten. Leipzig 1817 (nicht zu verwechseln mit Heinrich Seidels Der Zitterschläger)
  • Der Deserteur. Eine Posse in einem Akt. Wien 1808 (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Schauspielen von Michel-Jean Sedaine, Maximilien Gardel oder Johann Gottlieb Stephanie)
  • Die Entdeckung im Posthause oder Das Posthaus zu Treuenbrietzen. Lustspiel in einem Akt. Wien 1808
  • Das Landhaus an der Heerstraße. Ein Fastnachtsspiel in einem Aufzug. Augsburg 1809
  • Das Intermezzo, oder der Landjunker zum erstenmale in der Residenz. Lustspiel in 5 Akten. Leipzig 1809
  • Der häusliche Zwist. Lustspiel [in einem Aufzuge]. Riga 1810
  • Der verbannte Amor, oder die argwöhnischen Eheleute. Lustspiel in 4 Akten. Leipzig 1810
  • Des Esels Schatten oder der Proceß in Krähwinkel. [Eine Posse in einem Akt]. Riga 1810
  • Die Zerstreuten. Posse in 1 Akt. Riga 1810
  • Blind geladen. Lustspiel in einem Akt. Leipzig 1811
  • Das zugemauerte Fenster. Lustspiel in einem Akt. Leipzig 1811
  • Die Feuerprobe. Lustspiel in Einem Akt. Leipzig 1811
  • Max Helfenstein. Lustspiel in 2 Akten. Leipzig 1811
  • Pachter Feldkümmel von Tippelskirchen. Fastnachtsposse in 5 Akten. Leipzig 1811
  • Die alten Liebschaften. Lustspiel in Einem Akt. Leipzig
  • Das getheilte Herz. Lustspiel [in einem Aufzuge]. Riga 1813
  • Zwei Nichten für Eine. Lustspiel in zwei Acten. Leipzig 1814
  • Der Rehbock, oder die schuldlosen Schuldbewußten. Lustspiel in 3 Acten. Leipzig 1815
  • Der Shawl. Ein Lustspiel in Einem Akt. Leipzig 1815
  • Die Großmama. Ein Lustspiel in einem Aufzuge. Leipzig 1815
  • Der Educationsrath. Ein Lustspiel in einem Aufzuge. Leipzig 1816
  • Bruder Moritz, der Sonderling, oder die Colonie für die Pelew-Inseln. Lustspiel in drey Aufzügen. Leipzig 1791
  • Der gerade Weg der beste. Lustspiel in Einem Act. Leipzig 1817
  • Die Bestohlenen. Ein Lustspiel in Einem Act. Leipzig 1817
Schauspiele
  • Die Quäker. Dramatische Spiele zur geselligen Unterhaltung Leipzig 1812
  • Der alte Leibkutscher Peters des Dritten. Eine wahre Anekdote. Schauspiel in 1 Akte. Leipzig 1799
  • Der arme Poet. Schauspiel in einem Act. Riga 1813
  • Bayard, oder der Ritter ohne Furcht und ohne Tadel. Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1801
  • Die barmherzigen Brüder. Nach einer wahren Anekdote. Schauspiel in einem Akt. (in Knittelversen). Berlin 1803
  • Die Corsen. Schauspiel in 4 Akten. Leipzig 1799
  • Die deutsche Hausfrau. Ein Schauspiel in drey Akten. Leipzig 1813
  • Die Erbschaft. Schauspiel in einem Akt. Wien 1808
  • Falsche Scham. Schauspiel in 4 Akten. Leipzig 1798
  • Graf Benjowsky oder die Verschwörung auf Kamtschatka. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. Leipzig 1795
  • Der Graf von Burgund. Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1798
  • Gustav Wasa. Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1801 (in fünffüßigen Jamben)
  • Der Hahnenschlag. Schauspiel in Einem Akt. Berlin 1803
  • Des Hasses und der Liebe Rache. Schauspiel aus dem spanischen Kriege in fünf Acten. Leipzig 1815
  • Hugo Grotius. Schauspiel in 4 Akten. Leipzig 1803
  • Die Hussiten vor Naumburg im Jahr 1432. Ein vaterländisches Schauspiel mit Chören in fünf Acten. Leipzig 1803 (in Jamben)
  • Johanna von Montfaucon. Romantisches Gemälde aus dem 14. Jh. in 5 Akten. Leipzig 1800
  • Das Kind der Liebe, oder: der Straßenräuber aus kindlicher Liebe. Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1791 (zum ersten Mal aufgeführt auf dem Liebhabertheater zu Reval 1790; Adaptionen dieses erfolgreichen Stückes sind u. a. „Lovers' vow or child of love“ (Elizabeth Inchbald), „Natural son“ (Anne Plumtre))
  • Die kleine Zigeunerin. Schauspiel in 4 Akten. Leipzig 1809
  • Der Leineweber. Schauspiel in einem Aufzug. Wien 1808
  • Lohn der Wahrheit. Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1801
  • Menschenhass und Reue. Ein Schauspiel in 5 Aufzügen. Berlin 1789 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
  • Octavia. Trauerspiel in 5 Akten [(in fünffüßigen Jamben)]. Leipzig 1801
  • Der Opfer-Tod. Schauspiel in 3 Akten. 1798
  • Der Papagoy. Ein Schauspiel in drey Akten. Frankfurt und Leipzig 1792
  • Die Rosen des Herrn von Malesherbes. Ein ländliches Gemälde in einem Aufzuge. Riga 1813
  • Rudolph von Habsburg und König Ottokar von Böhmen. Historisches Schauspiel in 6 Acten. Leipzig 1816
  • Das Schreibepult, oder die Gefahren der Jugend. Schauspiel in 4 Akten. Leipzig 1800
  • Der Schutzgeist. Eine dramatische Legende in 6 Acten nebst einem Vorspiele. Leipzig 1815
  • Die silberne Hochzeit. Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1799
  • Die Sonnenjungfrau. Ein Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1791 (zum ersten Male aufgeführt auf dem Liebhabertheater zu Reval am 19. Decbr. 1789).
  • Die Spanier in Peru oder Rolla’s Tod. Romantisches Trauerspiel in fünf Akten. Leipzig 1796
  • Die Stricknadeln. Schauspiel in 4 Akten. Leipzig 1805
  • Ubaldo. Trauerspiel in fünf Akten. Leipzig 1808
  • Die Unvermählte. Drama in vier Aufzügen. Leipzig 1808
  • Die Versöhnung. Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1798
  • Die Verwandtschaften. Schauspiel in 5 Akten. Leipzig 1798
  • Die Wittwe und das Reitpferd. Eine dramatische Kleinigkeit [in einem Akt]. Leipzig 1796

Bearbeitungen[Bearbeiten]

  • Don Ranudo de Colibrados. Lustspiel in 4 Akten. Leipzig 1803 (frei nach Ludvig Holberg).
  • Fanchon, das Leyermädchen. Vaudeville in 3 Akten. Leipzig 1805 (frei nach Jean-Nicolas Bouilly).
  • Die französischen Kleinstädter. Lustspiel in 4 Akten. Leipzig 1808 (frei nach Louis-Benoït Picard)
  • Der Mann von vierzig Jahren. Lustspiel in einem Aufzug. Leipzig 1795 (frei nach Barthélemy Fagans Le rendez-vous).
  • Die neue Frauenschule. Lustspiel in drey Akten. Leipzig 1811 (frei nach August Creuzé de Lessers Le secret de ménage)
  • Der Schauspieler wider Willen. Lustspiel in einem Akt. Leipzig 1803 (frei nach dem Französischen).
  • Der Taubstumme, oder: der Abbé de l’ Épée. Historisches Drama in 5 Akten. Leipzig 1800 (frei nach Jean-Nicolas Bouilly).
  • Der Westindier. Lustspiel in 5 Acten. Leipzig 1815 (frei nach Richard Cumberland)

Literatur[Bearbeiten]

  • Allgemeines Schriftsteller- und Gelehrten-Lexikon der Provinzen Livland, Esthland und Kurland, bearbeitet von Johann Friedrich von Recke und Karl Eduard Napiersky. Band II, Mitau 1828, S. 507–539 (online).
  • Johannes Birgfeld/Julia Bohnengel/Alexander Kosenina (Hg.): Kotzebues Dramen. Ein Lexikon. Wehrhahn, Hannover 2011, ISBN 978-3-86525-227-2.
  • Peter Brückner: „… bewahre uns Gott in Deutschland vor irgendeiner Revolution!“. Die Ermordung des Staatsrats v. Kotzebue durch den Studenten Sand. Wagenbach, Berlin 1975, ISBN 3-8031-2006-3 (Wagenbachs Taschenbücherei. 6).
  • Armin Gebhardt: August von Kotzebue. Theatergenie zur Goethezeit. Tectum-Verl., Marburg 2003, ISBN 3-8288-8482-2.
  • Gerhard Giesemann: Zur Entwicklung des slovenischen Nationaltheaters. Versuch einer Darstellung typologischer Erscheinungen am Beispiel der Rezeption Kotzebues. Trofenik, München 1975, ISBN 3-87828-083-1 (Geschichte, Kultur und Geisteswelt der Slowenen. 13).
  • Hiltrud Häntzschel: Kotzebue, August von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 12, Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. 624 f. (Digitalisat).
  • Peter Kaeding: August von Kotzebue. Auch ein deutsches Dichterleben. Dt. Verl.-Anst., Stuttgart 1988, ISBN 3-421-06252-8.
  • Josef Kotzur: Die Auseinandersetzung zwischen Kotzebue und der Frühromantik um die Jahrhundertwende. Oberschles. Volksstimme, Gleiwitz 1932.
  • Doris Maurer: August von Kotzebue. Ursachen seines Erfolges, konstante Elemente der unterhaltenden Dramatik. Bouvier, Bonn 1979, ISBN 3-416-01501-0 (Bonner Arbeiten zur deutschen Literatur. 34).
  • Jörg F. Meyer: Verehrt. Verdammt. Vergessen. August von Kotzebue. Werk und Wirkung. Lang, Frankfurt am Main u. a. 2005, ISBN 3-631-53521-X (Historisch-kritische Arbeiten zur deutschen Literatur. 38).
  • Otto C.A. zur Nedden: August von Kotzebue, ein berühmter Duisburger Student. In: Duisburger Forschungen, Band 1, Duisburg-Ruhrort 1957, S. 103–123.
  • Axel Schröter: Musik zu den Schauspielen von August von Kotzebue. Zur Bühnenpraxis während Goethes Leitung des Weimarer Hoftheaters. Studio, Sinzig 2006, ISBN 3-89564-118-9 (Musik und Theater. Band 4).
  • Hagen Schulze: Sand, Kotzebue und das Blut des Verräters (1819). In: Alexander Demandt (Hrsg.): Das Attentat in der Geschichte. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-39436-3, S. 256–276.
  • Heinz-Joachim Simon: Kotzebue. Eine deutsche Geschichte. Universitas, München 1998, ISBN 3-8004-1370-1.
  • Gerhard Stenger: Goethe und August von Kotzebue. Hirt, Breslau 1910 (Breslauer Beiträge zur Literaturgeschichte. 22, N.F. 12).
  • Frithjof Stock: Kotzebue im literarischen Leben der Goethezeit. Polemik, Kritik, Publikum. Bertelsmann Univ.-Verl., Düsseldorf 1971, ISBN 3-571-09296-1 (Literatur in der Gesellschaft. 1).
  • Johannes Strohschänk: William Dunlap und August von Kotzebue - deutsches Drama in New York um 1800. Heinz, Stuttgart 1992, ISBN 3-88099-630-X (American German studies. 7).
  • George S. Williamson: What Killed August von Kotzebue? The Temptations of Virtue and the Political Theology of German Nationalism, 1789–1819. In: Journal of Modern History. 72/2000, S. 890–943.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: August von Kotzebue – Quellen und Volltexte
 Commons: August von Kotzebue – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerhard Schulz, Die deutsche Literatur zwischen Französischer Revolution und Restauration/ Teil 1 Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart / begr. von Helmut de Boor .... Bd. 7, Teil 1, Das Zeitalter der Französischen Revolution : 1789 - 1806, 2., neubearb. Aufl., München, Beck, 2000, S. 472
  2. Jürgen Wilke: Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte. Köln et al.: UTB, 2008, S. 175, ISBN 978-3-8252-3166-8
  3. Wohnhaus von August von Kotzebue. Stadt Mannheim, abgerufen am 19. November 2010.
  4. Neuer Nekrolog der Deutschen, 20. Jahrgang, 1. Teil, 1842, Seite 244, Weimar 1844; Scan aus der Quelle, zur Urheberschaft des Grabmals
  5. Gerhard Schulz, Die deutsche Literatur...... a. a. O., S. 467