Schwank
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Schwank (von mittelhochdeutsch swanc „lustiger Einfall“) ist eine volksnahe Erzählung oder ein Theaterstück. Meist handeln zwei Personen, die sich über zum Teil triviale, teils lustige Dinge – auch Themen, die sonst in der Erzählkunst nicht oder selten angesprochen werden, wie Schule oder andere Dinge – austauschen. Ein Schwank hat einen Wendepunkt (auch zu finden bei einer Fabel). Meist ist der Autor unbekannt.
Als Themen dienen Situationen oder Begebenheiten aus dem Alltag, wobei sehr oft Dialoge zwischen konträren Parteien (z. B. Herr und Knecht, Betrüger und Betrogener, Dummer und Schlauer) dargestellt werden. Eine grobe Wortwahl ist nicht selten. Oft erzählt ein Schwank von einer bekannten literarischen Figur wie beispielsweise Till Eulenspiegel, den Schildbürgern oder Hans Sachs.
Der Erzählstil ist sehr geradlinig, aus diesem Grunde ist der Schwank für die kurzweilige Unterhaltung gut geeignet.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Hanns Fischer (Hrsg.): Schwankerzählungen des deutschen Mittelalters, Hanser, München 1967
- Erich Strassner: Schwank, Metzler, Stuttgart 1968
- Karl Kunze und Heinz Obländer: Grundwissen Deutsche Literatur, Klett, Stuttgart 1969
- Winfried Theiß: Schwank, Bamberg 1985
- Till Eulenspiegel: Schwankerzählungen

