Fs 24 Phönix

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fs 24 (T) Phönix
fs 24 im Deutschen Museum in München
Typ: Segelflugzeug
Entwurfsland: Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Hersteller: Akaflieg Stuttgart, Bölkow
Erstflug: 27. November 1957
Stückzahl: 1 + 7

Der fs 24 Phönix ist das erste einsitzige Segelflugzeug der Welt, das in glasfaserverstärkter Kunststoffbauweise gebaut wurde. Ihm kommt damit eine maßgebliche Vorreiterrolle in der Entwicklung, Konstruktion und Herstellung aller modernen Segelflugzeuge zu.

Zur Auftriebserhöhung bei Start und Thermikflug und als Landehilfe besitzt er Spreizklappen an der Flügelunterseite. Im Gegensatz zu heutigen Faserverbund-Segelflugzeugen, die fast ausschließlich unter Verwendung von Epoxidharz hergestellt werden, kam beim Phönix Polyesterharz zur Anwendung.

Geschichte[Bearbeiten]

Das von Richard Eppler und Hermann Nägele bei der Akaflieg Stuttgart konstruierte und gebaute Flugzeug führte am 27. November 1957 mit dem Piloten Hermann Nägele auf dem Flugplatz Schwaighofen bei Ulm den Erstflug mit einem Windenstart durch. Bei den Deutschen Segelflugmeisterschaften 1959 in Karlsruhe-Forchheim trat der Phönix mit Rudolf Lindner erstmals im Wettbewerb auf und erreichte den 5. Platz.

Die von der Bölkow-Tochterfirma Apparatebau Nabern GmbH in Serie gebaute Version fs-24 Phönix T erhielt ein T-Leitwerk sowie ein gefedertes, einziehbares Hauptrad anstelle der Kufe. Insgesamt wurden dort bis 1961 sieben Exemplare des Phönix T hergestellt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Die Daten des Prototyps D-8258:[1]

Kenngröße Daten
Besatzung 1
Spannweite 16 m
Flügelfläche 18,9 m²
Flügelstreckung 17,8
Flächenbelastung 18,5 kg/m²
Gleitzahl 40 bei 79 km/h
Geringstes Sinken 0,49 m/s bei 68 km/h
Leergewicht 164 kg

Erhaltene Flugzeuge[Bearbeiten]

Der Prototyp des fs 24 Phönix befindet sich im Deutschen Museum in München.[1]

Der Prototyp der Serienversion Phönix T0 mit der Werk-Nr. 2 (die Zählung begann mit dem Prototyp mit Kreuzleitwerk) und dem Kennzeichen D-8353 ist im Deutschen Segelflugmuseum ausgestellt. Dieses Flugzeug wurde von Ernst Günter Haase bei der Segelflugweltmeisterschaft 1960 in Köln geflogen.[2]

Noch heute fliegen einige Phönix T. Darunter ist auch das letzte gebaute Exemplar mit der Werk-Nr. 8, das aktuell mit dem Kennzeichen PH-999 vom Besitzer Hans Disma in den Niederlanden und auf internationalen Oldtimertreffen geflogen wird. Bis zum Verkauf nach Australien 2008 besaß und flog er auch die Werk-Nr. 3 mit dem Kennzeichen PH-949, das älteste zum Verkehr zugelassene Serien-Segelflugzeug in GfK-Bauweise.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Akaflieg Stuttgart fs-24 Phönix, 1957. In: Sammlungen. Deutsches Museum, abgerufen am 28. Juni 2012: „Mit der fs-24 "Phönix" begann eine neues Zeitalter im Segelflugzeugbau.“
  2. Bölkow fs-24 "Phönix T0". Deutsches Segelflugmuseum, abgerufen am 28. Juni 2012: „EG. Haase flog sie bei den Segelflug-WM in Köln.“