Furby

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Furby (ausgestellt im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main)

Furby ist ein elektronisches Spielzeug, welches von dem Unternehmen Tiger Electronics erfunden wurde und seit 1998 weltweit durch das Unternehmen Hasbro vertrieben wird. Im Aussehen ähnelt es einer Mischung zwischen einer Maus, einer Katze und einer Eule oder Fledermaus. Das Aussehen eines Furbys hat große Ähnlichkeit mit dem Aussehen der Figur Gizmo aus der Filmreihe Gremlins – Kleine Monster. Aus diesem Grund gab es auch einen Rechtsstreit zwischen Warner Bros. und Hasbro.

Funktionalität[Bearbeiten]

Damit das „intelligente“ Plüschtier seine Umgebung wahrnehmen kann, besitzt es Bauch-, Rücken-, Geräusch-, Licht- und Bewegungssensoren, außerdem einen Sensor im Mund. Mit diesen Sensoren kann es unterscheiden, ob es gekitzelt oder gestreichelt wird, ob man mit ihm spricht oder es in der Luft bewegt. Furby kann darauf mit Augen- und Ohrenwackeln reagieren, seinen Mund bewegen, Geräusche von sich geben, tanzen, singen und Worte sprechen. Auf seinem Sprachchip sind insgesamt etwa 800 Wörter auf deutsch (oder der Sprache des Landes, in dem der Furby vertrieben wurde) und etwa 200 Wörter auf „furbisch“ (die Sprache der Furbys) gespeichert. Die nicht-furbischen Wörter werden jedoch erst nach und nach in den vier verschiedenen Entwicklungsstadien freigegeben. Diese werden nach mehrstündigem Spielen und Füttern erreicht. Ein Furby kann zwar krank werden, stirbt jedoch niemals. Er verfügt über eine Reset-Funktion, die ihn alles Erlernte „vergessen“ lässt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Generation der Furbys besaß eine Infrarotschnittstelle, die es ihr ermöglichte, mit anderen Furbys zu kommunizieren. Die Furbys schienen miteinander zu reden und sich gegenseitig Lieder vorzusingen, sie konnten sich aber auch bei einem anderen Furby mit einer Krankheit „anstecken“. Die Schnittstelle machten sich Hacker zu nutze, um diese Funktion mit Hilfe einer programmierbaren Fernbedienung auszulösen.

Im Jahre 1999 wurde dann die Baby-Furby-Reihe eingeführt. Diese Furbys waren kleiner, konnten besser sprechen, hatten aber keine Füße, mit denen sie tanzen konnten.

Seit September 2005 gibt es eine Nachfolgegeneration der Furbys. Diese zeichnet sich durch den fehlenden Infrarotport aus. Die IR-Funktionen werden jetzt über Spracherkennung abgewickelt, die Furbys sind wesentlich größer als die bisherigen Furbys und sie können dem Benutzer auf einfache Fragen zufällige Antworten geben. Außerdem wurde auch eine weitere Furby-Baby-Generation auf den Markt gebracht, die im Gegensatz zu ihren Vorgängern vergleichsweise wenig auf ihre Umwelt reagieren.

Es existiert auch ein Furby-Film namens Furby-Island, der auch in deutscher Sprache auf DVD erhältlich ist.

Furby wurde von Caleb Chung entwickelt. Im Dezember 2007 hielt Caleb Chung einen Vortrag bei TED, der u. a. die Entstehungsgeschichte von Furby beschreibt.

2012 Edition[Bearbeiten]

Im August 2012 wurde die sogenannte Furby 2012 Edition vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine von Grund auf neu entwickelte Generation des Spielzeugs, im Zuge derer z. B. digitale Augen eingeführt wurden. Außerdem haben die Entwickler die Software so angepasst, dass Furbys ihre Persönlichkeit verändern und auf andere Furbys reagieren können. Die Furby 2012 Edition kann mit Hilfe einer iOS- bzw. Android-App aus der Ferne gesteuert werden. Das Spielzeug wurde zunächst exklusiv bei Walmart in den USA verkauft. In Deutschland erschien er am 14. Februar 2013. Angeboten werden 10 Varianten, je 5 Hot Color und Cool Color.[1] Special Editions gibt es in den Varianten Cotton Candy, Orang Utan, Lagoona, Starry Night, Rain Cloud und Punk Pink. Seit 2013 gibt es die Farben Rot-Schwarz, Gelb-Türkis, Rosa-Gelb und Türkis-Pink. Insgesamt kann der Furby über 800 Wörter[2] im Verlauf seiner Entwicklung lernen.

Sicherheitsbedenken[Bearbeiten]

Furby durften mit Beschluss von 1999 aufgrund von Sicherheitsbedenken der National Security Agency nicht in deren Gebäuden benutzt werden; die NSA befürchtete eine illegale Überwachung und Aufzeichnung von sicherheitsrelevanten Informationen.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Electronic Furby Instruction Manual. Tiger Electronics Ltd., Vernon Hills 1998.
  • Electronic Furby Furbish - English Dictionary. Tiger Electronics Ltd., Vernon Hills 1998.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAnnika Demgen: Die Furbys sind zurück - diesmal mit Persönlichkeit. In: netzwelt. Abgerufen am 6. August 2012.
  2. Wörterbuch
  3. Furby toy or Furby spy? (engl.)