Hasbro

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Hasbro
Unternehmensform Inc.
ISIN US4180561072
Gründung 1923
Unternehmenssitz Pawtucket,
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Unternehmensleitung
  • Brian Goldner (CEO)
Branche Spieleverlag
Website

www.hasbro.com

Hasbro ist ein US-amerikanischer Spielwarenhersteller mit Sitz in Pawtucket, Rhode Island in den USA. Die Firmenbezeichnung setzt sich zusammen aus den Namen Hassenfeld Brothers. Sie vertreibt u. a. Monopoly (ursprünglich bei Parker Brothers).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Firmengeschichte

Hasbro wurde 1923 von den Gebrüdern Henry und Helal Hassenfeld in Providence, Rhode Island gegründet. Der kleine Familienbetrieb stellte zunächst Bleistiftmäppchen und andere Schulmaterialien her, bis man 1943 erstmals Spielwaren vermarktete. Den Grundstein für den Erfolg Hasbros legte die Einführung der Spielzeuge Mr. Potato Head (1952) und G.I. Joe (1964).

Durch die Spezialisierung auf das Spielwarengeschäft konnte man expandieren und 1968 entwickelte sich dann aus dem Familienbetrieb die Hasbro Industries Inc. Durch Zukäufe und Weiterentwicklung baute Hasbro seine Marktstellung auch international immer weiter aus.

  • 1984 erfolgte die Übernahme des Spiele- und Puzzle-Herstellers Milton Bradley (MB).
  • 1989 übernahm Hasbro den Spielwarenhersteller Coleco für 85 Millionen $.[1]
  • 1991 übernahm Hasbro den Spielwarenhersteller Tonka und damit auch die Marken Parker Brothers und Kenner.
  • 1994 übernahm Hasbro den britischen Spielehersteller Waddingtons für 50 Millionen £.[2]
  • 1998 kaufte Hasbro den US-Spielwarenhersteller Tiger Electronics auf.
  • 1998 kaufte Hasbro die Rechte am gesamten Spieleprogramm der Firma Avalon Hill von Monarch Avalon Printing.
  • 1998 übernahm Hasbro alle verbleibenden Rechte an Atari für 5 Millionen $,[3] verkaufte diese aber 2000 an Infogrames.
  • 1999 übernahm Hasbro den Sammelkarten- und Rollenspiel-Hersteller Wizards of the Coast (Magic, Dungeons & Dragons).
  • 2008 übernahm Hasbro den Spielehersteller Cranium, Inc. für 69 Millionen $.[4]

Durch die Übernahme von Tiger Electronics kam 1998 der Furby, eine elektronische Spielfigur, auf den Markt, die weltweit über 40 Millionen mal verkauft wurde.

[Bearbeiten] Partner

Von 1978 bis 2000 arbeitete Hasbro mit der New Yorker Werbeagentur Griffin Bacal zusammen, die nicht nur Werbestrategien für neue Hasbro-Produkte und -Spielzeugserien entwickelte, sondern als Eigentümer des Zeichentrickstudios Sunbow Productions auch im Auftrag Hasbros Zeichentrickserien entwickeln ließ, die als Werbung für Hasbro-Produkte dienen sollten.[5]

Seit 1972 hat Hasbro geschäftliche Beziehungen mit dem japanischen Spielzeughersteller Takara. Die bekannteste Zusammenarbeit der beiden Firmen ist die Spielzeugserie Transformers, deren ursprüngliche Figuren von Takara entwickelt und 1984 von Hasbro, Griffin Bacal und dem Comicverlag Marvel für den amerikanischen Markt mit einer neuen Hintergrundgeschichte und einem neuen Namen versehen wurden. Ab 1985 übernahm Takara dann das amerikanische Konzept inklusive des Namens „Transformers“ auch für den japanischen Markt. Bis heute entwickeln Designer beider Firmen neue Transformers-Figuren in enger Kooperation. Eine weitere Zusammenarbeit der beiden Firmen ist Beyblade (in Japan ab 1999 von Takara veröffentlicht, seit 2002 von Hasbro weltweit vertrieben).

1999 begann Hasbro eine weitere Partnerschaft mit dem japanischen Hersteller Tomy, der unter anderem von Hasbro entwickelte Star Wars-Spielzeuge unter Lizenz auf dem japanischen Markt veröffentlichte. Im Gegenzug veröffentlichte Hasbro ab 2001 Tomys Zoids-Spielzeuge in den USA. 2005 funsionierten Takara und Tomy zu Takara Tomy (außerhalb Japans seither schlicht „Tomy“). Das neue Unternehmen setzt die bestehende Zusammenarbeit mit Hasbro unverändert fort.

[Bearbeiten] Firmenpolitik

[Bearbeiten] Produktsicherheit

Wie die meisten Spielwarenhersteller betreibt auch Hasbro zum Schutze der Kinder Tests und Sicherheitsuntersuchungen, um somit eine Qualität und Schutz vor Verletzungen zu bieten. Hasbro-Spielzeuge werden unter anderem nach den Bestimmungen der EU-Sicherheitsnorm EN-71 gefertigt.

Als 2007 Meldungen über schlechte Sicherheitsstandards und giftige Bleifarben in Spielzeugen vorwiegend des Hasbro-Konkurrenten Mattel und daraus resultierende Rückrufaktionen wiederholt Schlagzeilen machten, reagierte der amerikanische Hasbro-Mutterkonzern darauf mit einer offiziellen Stellungnahme, die besagte, dass die Sicherheitsbestimmungen für alle Hasbro-Produkte den gesetzlichen Anforderungen nicht nur genügten, sondern diese sogar überträfen. Tatsächlich befände sich unter den beanstandeten Spielzeugen kein einziges Hasbro-Produkt.[6]

[Bearbeiten] Vermarktung

Zu Beginn der 1980-er Jahre lockerte die Federal Communications Commission ihre Regelungen bezüglich der zulässigen Werbeminuten im Kinderfernsehen. Als Folge ließen bald viele amerikanische Spielzeugersteller ganze Zeichentrickserien produzieren, deren primäres Ziel in der Vermarktung gleichnamiger Spielzeuge lag. In Hasbros Fall waren dies unter anderem Zeichentrickserien zu G.I. Joe (1983), den Transformers und Mein kleines Pony (beide 1984). In allen drei Fällen führte die wechselseitige Beziehung zwischen Spielzeug und Fernsehserie zum beiderseitigen Erfolg. Auch abendfüllende Zeichentrickfilme zu den Serien wurden in Auftrag gegeben, doch nachdem The Transformers: The Movie und My Little Pony: The Movie 1986 zu Flops an den Kinokassen wurden, erschien G.I. Joe: The Movie nur noch auf Video. In späteren Jahren ließ Hasbro viele weitere Zeichentrickserien zu jeweils aktuellen Spielzeugserien produzieren.

Im neuen Jahrtausend will sich Hasbro, dem Beispiel Marvels folgend, verstärkt als Unterhaltungsfirma verstanden wissen. Statt Zeichentrick- und Comicumsetzungen von Hasbro-Spielzeugserien sollen künftig Kinoverfilmungen von Hasbro-Lizenzen eine größere Rolle einnehmen.[7] Den Anfang machte 2007 der Transformers-Film, dessen Fortsetzung, Transformers – Die Rache, im Juni 2009 ins Kino kommen, einen Monat später gefolgt von einer Verfilmung von G.I. Joe, G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra. Eine Verfilmung des Brettspiels Monopoly ist ebenso geplant wie eine Verfilmung der ursprünglich von Kenner hergestellten Figur Stretch Armstrong. Für Hasbro stellt dies den Beginn einer Trendwende dar: Anstelle des „Spielzeugs zum Film“ soll es nun häufiger den „Film zum Spielzeug“ geben. Hasbro erhofft sich davon geringere Kosten und höhere Einnahmen.[8]

[Bearbeiten] Hasbro Deutschland

Die deutsche Hasbro-Tochter, die Hasbro Deutschland GmbH, wurde 1991 infolge einer internationalen Durchsetzung des Firmennamens formell etabliert[9][10] und ging aus der früheren deutschen Niederlassung der bereits 1984 von Hasbro übernommenen Firma Milton Bradley (MB) hervor. Bis dahin unterstanden die europäischen Hasbro-Tochterunternehmen der Kontrolle von Hasbro UK.

Seit 2006 befindet sich der Hauptsitz von Hasbro Deutschland in Dreieich in der Nähe von Frankfurt am Main.[10] An der Stelle des alten Firmensitzes im westfälischen Soest befinden sich nach wie vor das Logistikzentrum für die Auslieferung sowie das Warenlager.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hasbro's Purchase Of Coleco's Assets bei New York Times vom 13. Juli 1989 (englisch)
  2. Monopoly bei kilroywashere.org (englisch)
  3. Interview mit Frank Fay, Senior Product Manager von Atari/Hasbro Interactive im März 2000
  4. Hasbro eliminating jobs at Cranium bei The Seattle Times (englisch)
  5. „The Champions Series: A Salute to Griffin Bacal: Creative courage keeps kids specialist shop Griffin Bacal a leap ahead“, Kidscreen, am 1. Mai 1997. Zugriff am 8. Juli 2009.
  6. Offizielle Stellungnahme von Hasbro-Geschäftsführer Brian Goldner zur Sicherheit von Hasbro-Produkten, Dezember 2007. Zugriff am 8. Juli 2009.
  7. MSNBC.com: „Hasbro banking on 'Transformers' hitting it big“, 18. Juni 2007. Abgerufen am 25. September 2007.
  8. Christopher Palmeri: „With Transformers, Hasbro Morphs Its Toy-Movie Model“, Brandweek, am 12. Juni 2009. Zugriff am 13. Juni 2009.
  9. Offizielle Hasbro-Unternehmensgeschichte, Hasbro Deutschland. Zugriff am 9. Juli 2009.
  10. a b „'Monopoly' kommt jetzt aus Dreieich“, FAZ.net, am 9. Januar 2006. Zugriff am 9. Juli 2009.
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