Futapass

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Futapass
Der Futapass und der Poggio Castelluccio

Der Futapass und der Poggio Castelluccio

Himmelsrichtung Norden Süden
Passhöhe 903 m
Provinz Florenz
Talorte Monghidoro (Provinz Bologna San Piero a Sieve
Ausbau Strada Statale 65
Gebirge Apennin
Karte (Florenz)
Futapass (Italien)
Futapass
Koordinaten 44° 5′ 37″ N, 11° 16′ 42″ O44.09361111111111.278333333333903Koordinaten: 44° 5′ 37″ N, 11° 16′ 42″ O

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Der Futapass (italienisch Passo della Futa) überquert den Apennin in der Provinz Florenz in der Gemeinde Firenzuola in der Höhe von 903 Metern.

Geografie[Bearbeiten]

Der Gebirgspass liegt zwischen dem Tal des Sieve im Mugello nahe Barberino di Mugello und dem Tal des Santerno, eines wichtigen Zuflusses des Reno, der in der Nähe des Futaberges entspringt und nach Firenzuola in die Provinz Bologna gelangt. Die über Futapass führende Strada Statale 65 verbindet die Städte Florenz und Bologna. Zur Zeit des Römischen Reiches führte die Via Flaminia (auch Via Flaminia militare oder Via Flaminia minor genannt) über den Pass. Nordöstlich des Futapasses liegt der Passo della Raticosa (Firenzuola), südöstlich der Passo del Giogo (Grenze zwischen Firenzuola und Scarperia e San Piero).

Geschichte[Bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg waren auf dem Gebiet der Passhöhe wichtige Befestigungen der Gotenstellung errichtet worden. Im April 1945 gab es hier noch erbitterte Kampfhandlungen. In den 1950er-Jahren wurde unmittelbar am Pass der Deutsche Soldatenfriedhof Futapass angelegt. Mit 30.683 bestatteten Gefallenen ist er der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien.[1]

Sport[Bearbeiten]

Der Futapass ist gehört bereits seit der ersten Austragung im Jahr 1927 zur Strecke des legendären Autorennens Mille Miglia. Auch bei den Motorrad-Langstreckenrennen von Mailand nach Tarent wurde der Pass zwischen 1937 und 1956 befahren[2]. Das Radrennen Giro d’Italia führte mehrmals über den Gebirgspass, wie zum Beispiel beim Giro d’Italia 1934 (13. Etappe[3]) oder beim Giro d’Italia 2007 (8. Etappe[4]).

Den Sportlern Clemente Biondetti (Automobilrennfahrer), Gastone Nencini (Radsportler) und Giulio Masetti (1895–1926, Automobilrennfahrer) sind am Futapass drei Erinnerungstafeln gewidmet. Die Gedenktafel von Gastone Nencini entstand am 13. Juni 1981, die von Giulio Masetti am 3. Juni 1928. Sie wurde von den Fasci di combattimento aus Firenzuola und Pietramala angebracht.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Futapass – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zum Futapass, abgerufen am 14. März 2014
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVincent Glon: 1950–1956, Le nouveau Milano–Taranto. racingmemo.free.fr, abgerufen am 5. Juli 2010 (französisch).
  3. 1934 Giro d’Italia. 22nd edition: May 19 - June 10. Results, stages with running GC, photos and history. auf bikerraceinfo.com, abgerufen am 14. März 2014 (ital.)
  4. Il Giro d’Italia 2007 tappa per tappa - Meno salite, meno cronometro auf cicloweb.it, abgerufen am 14. März 2014 (ital.)