Florenz
| Florenz | ||
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Toskana | |
| Provinz: | Florenz (FI) | |
| Koordinaten: | 43° 47′ N, 11° 15′ O43.78333333333311.2550Koordinaten: 43° 47′ 0″ N, 11° 15′ 0″ O | |
| Höhe: | 50 m s.l.m. | |
| Fläche: | 102 km² | |
| Einwohner: | 371.282 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 3640 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 50100 | |
| Vorwahl: | 055 | |
| ISTAT-Nummer: | 048017 | |
| Demonym: | Florentiner (Fiorentini) | |
| Schutzpatron: | Johannes der Täufer | |
| Website: | www.comune.firenze.it | |
Florenz (italienisch Firenze) ist eine mittelitalienische Großstadt mit 371.282 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010). In der Metropolregion wohnen 1,5 Millionen Einwohner. Florenz ist Hauptstadt der Toskana und der Provinz Florenz.
Aufgrund seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die bildende Kunst – wird es schon seit dem 19. Jahrhundert auch als das „italienische Athen“ bezeichnet.[2][3][4][5]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Florenz liegt am Fluss Arno, der durch die Altstadt fließt, und am Mugnone, der von Norden kommend westlich der Altstadt dem Arno zufließt. Er war ebenso wichtig für die Versorgung der Menschen durch den Handel, sorgte allerdings durch Überflutungen auch für Zerstörung und Leid. Nördlich von Florenz erstreckt sich der Höhenzug des toskanisch-emilianischen Apennins, im Süden grenzen die sanften Hügel des Chianti an die Stadt.
[Bearbeiten] Klima
Florenz befindet sich noch in der gemäßigten Klimazone mit sehr warmen Sommern und kalten und feuchten Wintern. Aufgrund seiner Lage und des damit verbundenen Mangels an Ventilation ist es in Florenz im Sommer spürbar wärmer als an der Küste.
Die höchste gemessene Temperatur lag bei 44 °C im Juli 1983. Die tiefste festgestellte Temperatur war -23 °C im Januar 1985.
| Florenz | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Florenz
Quelle: WMO
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[Bearbeiten] Stadtgliederung
Im Mittelalter war Florenz zuerst in vier Stadtviertel (Quartieri) eingeteilt, welche nach den Stadttoren benannt waren:
- San Piero
- Duomo bzw. Vescovo
- San Pancrazio
- Santa Maria
Später wurden daraus sechs (Sestieri):
- San Piero
- Duomo
- San Pancrazio
- San Piero a Scheraggio
- Borgo
- Oltrano
Danach gliederte sich die Stadt wieder in nach in ihnen liegenden Kirchen benannte Viertel (Quartieri):
- Santa Maria Novella
- San Giovanni
- Santa Croce
- Santo Spirito
Dazu kommen die Vororte beiderseits der großen Ausfallstraßen und auf den Hügeln.
Im Norden sind dies:
- Careggi
- Montughi
- Fiesole
- Settignano
Und im Süden:
- San Miniato
- Belvedere
- Bellosguardo
Die moderne Verwaltungsgliederung in fünf Stadtviertel ab 1990 orientiert sich im Außenbereich an den Grenzen der traditionellen Stadtviertel, wie auf den Karten zu sehen ist:
Die fünf modernen Verwaltungseinheiten im Überblick, mit zugehörigen Stadtteilen:
[Bearbeiten] Geschichte
Florenz wurde nach 59 v.Chr. von Julius Cäsar als Colonia mit dem Namen Florentia (nach der römischen Göttin der Blumen und des Pflanzenwachstums) im fruchtbaren, aber noch teilweise sumpfigen Arnotal errichtet. Die Colonia bestand erstens aus einem Militärlager, dem Castrum, dessen quadratische Anlage sich auch heute noch im Straßenverlauf widerspiegelt (Via Tornabuoni, Via Cerretani, Via del Proconsolo und Piazza della Signoria). Das Forum befand sich am heutigen Platz der Republik. Florentia verfügte auch über Thermalbäder und ein Amphitheater. Zur Colonia gehörten auch die Ansiedlungen der Veteranen der Garnison außerhalb des Castrum, die gemäß der Lex Julia nach der Entlassung aus dem Militärdienst eine Landparzelle zur Bebauung zugewiesen erhielten, die aufgrund der Vergabepraxis in Form einer Verlosung partes genannt wurde. Die verkehrstechnisch günstige Lage am Kreuzungspunkt der nach Rom führenden Via Cassia, der von Volterra kommenden Etruskerstraße (Volterana) und der ebenfalls etruskischen Pisana, die über Pisa ans Meer führte, begünstigte das rasche Aufblühen der Stadt auf Basis von Handel und Handwerksbetrieben. Die älteren etruskischen Ansiedlungen, vor allem das auf einem Hügel nördlich der neuen Stadt gelegene bedeutende Fiesole (Gründung 7. Jahrhundert vor Christus) gerieten dadurch rasch ins Hintertreffen. Nachdem man neben Fiesole auch den Etruskerstädten Volterra und Chiusi sowie den römischen Coloniae Pistoia und Lucca den Rang abgelaufen hatte, ernannte Kaiser Diokletian Florenz zur Hauptstadt der Siebenten Region (Toskana und Umbrien).
Im Zuge der byzantinischen Rückeroberungskriege wurde die Stadt fast vollständig zerstört und nahm erst wieder unter den Langobarden einen Aufschwung. Da die Langobardenherzöge jedoch in Lucca bzw. Pisa residierten, konnte Florenz bis ins 12. Jahrhundert nicht an die Bedeutung vor der Völkerwanderungszeit anschließen. Entscheidend für den Wiederaufstieg wurde die um 1000 erfolgte Verlegung des Amtssitzes des von den Karolingern eingesetzten Markgrafen Hugo nach Florenz. Mit dem Aufkommen des Feudalismus expandierte die Stadt im 12. Jahrhundert und wurde autonom. Die Bürgerschaft gewann an Macht und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen den kaisertreuen Ghibellinen und den später siegreichen Anhängern des Papstes, den Guelfen.
Im 14. und 15. Jahrhundert blühte die Stadt auf und setzte die Maßstäbe in der europäischen Kunst und Kultur. Viele Künstler und Gelehrte siedelten sich an (z. B. Donatello, Botticelli; später Michelangelo, Machiavelli, Leonardo da Vinci und Galileo Galilei). Es entwickelte sich die kulturgeschichtliche Epoche der Renaissance.
Florenz wurde gleichzeitig Handels- und Finanzzentrum. Die reiche Familie der Medici stieg im 15./16. Jahrhundert zu einer Großmacht auf. Sie förderten weiterhin die Künste und Wissenschaft und regierten die Stadt. Doch die kulturelle Bedeutung von Florenz schwand im 17. Jahrhundert. Die Medici, die lange die Stadt geprägt hatten, starben aus und als Franz I. Stephan, der Ehemann von Maria Theresia, deren Nachfolger wurde, wurde Florenz Besitz der Habsburger.
Erst im 19. Jahrhundert begann ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung. Florenz wurde das Ziel von Bildungsreisen, den Grands Tours, und ein Teil Österreichs. 1859 verloren die Österreicher aber gegen Frankreich und das Königreich von Sardinien-Piemont, Florenz wurde 1861 Teil des Vereinigten Italiens. Die Stadt folgte Turin 1865 als italienische Hauptstadt nach und beherbergte so das erste Parlament des neuen Staates, verlor die Würde aber bereits 1871 an Rom.
Nachdem die Stadtbevölkerung sich im 19. Jahrhundert verdoppelt hatte, verdreifachte sie sich im 20. Jahrhundert und profitierte stark von den neuen Wirtschaftszweigen des Tourismus und der Industrie, während Fernhandel und Finanzwirtschaft wieder aufblühten. Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt von 1943 bis 1944 von deutschen Truppen besetzt.
Die Arno-Flut vom November 1966 beschädigte zahllose Kunstschätze und forderte 34 Menschenleben, wobei die genauen Angaben von den Behörden jahrzehntelang unter Verschluss gehalten wurden.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Die historische Altstadt von Florenz spiegelt die überragenden Leistungen der Stadt auf dem Gebiet der Architektur wider. Hierbei sind insbesondere zahllose Bauten von der Zeit der Protorenaissance bis zur Herrschaft der Medici im 15. und 16. Jahrhundert entstanden, die die enorme wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Stadt zu dieser Zeit belegen. Die Entstehung zahlloser Bauten der Stadt wurde dabei durch die Bankiers und Kaufleute der Stadt gefördert. Die florentinische Architektur ist insbesondere durch die zu Beginn des 15. Jahrhunderts durch Brunelleschi, Donatello und Masaccio formulierten Prinzipien der Renaissancearchitektur geprägt, die weit über die Stadt hinaus Bedeutung erlangt haben. Die historische Altstadt von Florenz wurde 1982 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen, wobei es hierzu im Antrag heißt, dass „jede Rechtfertigung hierfür lächerlich und unverfroren" sei, da sich hier die „weltgrößte Anhäufung universell bekannter Kunstwerke“[6] befinde.
[Bearbeiten] Plätze, Straßen und Brücken
[Bearbeiten] Piazza della Signoria
Zentrum der historischen Altstadt ist die Piazza della Signoria. Hier sandten die Florentiner Dante 1301 ins Exil, hier verbrannten sie 1497 auf Aufforderung des Girolamo Savonarola im "Fegefeuer der Eitelkeiten" Schmuck, Kosmetika, Spiegel, Musikinstrumente und ähnliches und im darauffolgenden Jahr nach päpstlichem Urteil Savonarola selbst. Auf dem Platz befand sich ursprünglich Michelangelos Statue David an der Frontseite des Palazzo Vecchio. Er wurde jedoch mittlerweile durch eine Kopie ersetzt, das Original befindet sich in der Accademia delle Arti del Disegno. Auf dem Platz befindet sich zudem Bartolomeo Ammanatis marmorner Neptunbrunnen. Er bildet den Endpunkt eines noch funktionsfähigen Aquädukts aus der Antike. Außer dem Palazzo Vecchio liegt die Loggia dei Lanzi an diesem wichtigsten Platz der Stadt.
[Bearbeiten] Ponte Vecchio
Die einzige Brücke, die den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstand, ist der Ponte Vecchio. Die das erste Mal von den Etruskern gebaute Brücke verbindet die Uffizien mit dem Palast der Medici. Sie zeichnet sich heute vor allem durch ihre beeindruckende Zahl an Schmuckläden aus, die ihre Ränder bevölkern.
[Bearbeiten] Kirchen
Zentrum der Florentiner Kirchen ist die romanisch-gotische Kathedrale Santa Maria del Fiore mit ihrer eindrucksvollen Kuppel von Filippo Brunelleschi. Die vom 12. bis 14. Jahrhundert gebaute Kirche steht Touristen offen. Zum Domkomplex gehören weiter der Campanile des Giotto südlich an der Kathedrale und das westlich vor der Kirche gelegene Baptisterium San Giovanni mit Paradiespforte. Wichtige Skulpturen aus der Kirche wie die Pietà Palestrina des Michelangelo sind im Dommuseum zu besichtigen.
Die Basilica di San Lorenzo stammt in ihrer ersten Version von 390 (von Ambrosius geweiht) und wurde ab 1421 von Brunelleschi in den Formen der Frührenaissance umgebaut. Auf Grund zwischenzeitlichen Geldmangels ruhten die Bauarbeiten mehrfach. Die Ausführung der Pläne Brunelleschis konnte so erst nach seinem Tode vollendet werden, dennoch blieb die Fassade trotz eines spektakulären Entwurfs Michelangelos von 1518 bis heute unvollendet. An ihren Chor schließt sich zwischen den beiden Sakristeien des Brunelleschi und des Michelangelo die Medici-Kapelle an, die wie diese Grablegen der Familie Medici beherbergt. An einem Kreuzgang südlich der Kirche liegt die Biblioteca Medicea Laurenziana, gleichfalls nach Plänen des Michelangelo geschaffen.
- Romanisch: Baptisterium San Giovanni (11./12. Jahrhundert), San Miniato al Monte (11. Jahrhundert), Santi Apostoli (11. Jahrhundert)
- Romanisch-gotisch: Badia Fiorentina (13./14. Jahrhundert), Orsanmichele (1337)
- Gotisch: Santa Maria Novella, San Salvatore al Monte, Santa Croce (mit Grabmälern von Michelangelo, Galileo Galilei, Machiavelli, Gioachino Rossini, Ugo Foscolo u.a., Denkmal für Dante).
- Renaissance: Santo Spirito
[Bearbeiten] Paläste
Der Palazzo Pitti, gegenüber der Piazza della Signoria jenseits des Arno gelegen, beherbergt heute die ehemalige Privatsammlung der Medici. Angeschlossen an den Palast ist der Boboli-Garten mit eindrucksvoller Landschaftsgestaltung und vielen Skulpturen, dahinter der Belvedere, der einen Blick über die Stadt erlaubt.
Unter den mittelalterlichen Palästen erwähnenswert sind ferner:
- der Palazzo del Bargello (Palazzo del Podestà), heute ein Museum der Bildhauerkunst
- der Palazzo Davanzati
- der Palazzo Vecchio
Sehenswerte Renaissancepaläste sind
- der Palazzo Medici Riccardi
- der Palazzo Rucellai
- der Palazzo Strozzi
- der Palazzo Pandolfini
[Bearbeiten] Museen
(Auswahl)
- Uffizien
Die Uffizien neben der Piazza della Signoria, die unter der Herrschaft der Medici als Verwaltungsgebäude für das Großherzogtum Toscana entstanden, beherbergen eines der weltweit bedeutendsten Museen für klassische Kunst, insbesondere der italienischen Malerei.
- Accademia
Der Accademia di Belle Arti unterstellt und im gleichen Häuserblock an der Piazza delle Belle Arti gelegen sind das Kunstmuseum Galleria dell’Accademia (Via Ricasoli 58/60) und das Museum der renommierten florentinischen Restaurierungswerkstätten Opificio delle Pietre Dure (Via degli Alfani 78).
- Museo Nazionale del Bargello
Der Palazzo del Bargello (Palazzo del Podestà) beherbergt ein Museum mit Werken der Bildhauerkunst, darunter Arbeiten von Donatello, Giambologna und Michelangelo sowie z. B. auch Werke der Malerei wie die des namentlich nicht bekannten, nach seinem Werk im Museum benannten Meister des Bargello-Tondo.
- Palazzo Pitti
Der Palazzo Pitti, jenseits des Arno gelegen, beherbergt die ehemalige Privatsammlung der Medici, mit einem umfassenden Fundus aus der Zeit der Renaissance, darunter unter anderem Gemälde von Raffael.
- Andere Museen
Das Museo Archeologico Nazionale (Archäologisches Museum) und das Museo di Storia Naturale (Naturhistorisches Museum) sind Teil der Universität.
[Bearbeiten] Gärten
- Boboli-Garten (Palazzo Pitti)
- Giardino Bardini, unweit des Boboli-Gartens und des Forte Belvedere
- Giardino delle Rose, unterhalb der Piazzale Michelangelo in westlicher Richtung in der Viale Giuseppe Poggi
- Giardino dell’Iris, ebenfalls in der Nähe des Piazzale Michelangelo, jedoch nur im Mai öffentlich zugänglich.
[Bearbeiten] Weitere Sehenswürdigkeiten
- Biblioteca Medicea Laurenziana nach Plänen von Michelangelo neben der Basilika San Lorenzo
- Universität (1321)
- Große Synagoge von Florenz
- Santa Maria Maddalena dei Pazzi
- San Marco
- Villa Medici La Petraia
- Villa Gamberaia
- Der Vasarikorridor verbindet den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti.
- Steinernes Wappen auf der Piazza della Signoria
[Bearbeiten] Wirtschaft
Der Hauptwirtschaftszweig von Florenz ist der Fremdenverkehr. In den Sommermonaten liegt die Zahl der Touristen deutlich über der der Florentiner, die großen Museen der Stadt sind regelmäßig ausverkauft.
Florenz beherbergt das Hauptquartier der Haute-couture-Firma Gucci, das damit eines der wenigen italienischen Modehäuser ist, das nicht in Mailand ansässig ist. Bedeutende Zweigstellen in Florenz oder der näheren Umgebung betreiben darüber hinaus auch Prada, Pucci und Roberto Cavalli.
Als Handelsstadt profitiert Florenz als größte Stadt der Toskana und kann so einen umfangreichen Weinhandel beherbergen.
Kulinarisch ist Florenz auch für die Produktion von Cantuccini bekannt.
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Luftverkehr
Im Nordwesten von Florenz liegt der kleine internationale Flughafen Amerigo Vespucci, der unter anderem von Air Berlin, Alitalia und Lufthansa angeflogen wird. Busse verbinden ihn mit dem Zentrum. So verkehrt ein Pendelbus der ATAF zwischen Flughafen und Hauptbahnhof, die Fahrzeit beträgt rund 15 Minuten.
[Bearbeiten] Straße
Florenz liegt an den Autobahnen E45–A1 (Mailand–Rom) und A11 (Pisa–Florenz). Hinzu kommen verschiedene Schnellstraßen.
In der historischen Altstadt herrscht für auswärtige PKW und Mietwagen – außer für Anwohner und an Feiertagen – ein striktes Einfahrverbot (zona a traffico limitato, kurz ZTL). An den Einfahrten in die Verkehrszone überprüfen Überwachungskameras ähnlich wie in London in Echtzeit anhand des Kennzeichens ob eine Einfahrtsgenehmigung vorliegt oder nicht. Einfahrten ohne Genehmigung werden sofort mit hohen Geldstrafen geahndet.[7][8]
[Bearbeiten] Eisenbahn
Durch Florenz verläuft die wichtigste Nord-Süd-Eisenbahnverbindung Italiens von Norditalien nach Rom und Neapel (Schnellfahrstrecke Bologna–Florenz und Direttissima Florenz–Rom) und damit auch die TEN-Achse Nr. 1 Berlin-Palermo. Nebst dem Hauptbahnhof Firenze S.M.N. gibt es noch zwei weitere Fernbahnhöfe auf Stadtgebiet, Campo di Marte und Rifredi. Zudem kommt ab 2013 der Hochgeschwindigkeitsbahnhof Firenze Belfiore hinzu.
[Bearbeiten] Nahverkehr
Florenz arbeitet derzeit am Aufbau eines modernen Straßenbahnsystems, das im Endausbau drei Linien umfassen soll. Eine erste Linie, die den Hauptbahnhof Firenze S.M.N. mit der Nachbarstadt Scandicci verbindet, wurde am 14. Februar 2010 in Betrieb genommen und hat auf einer Länge von 7,8 Kilometern 14 Stationen.[9] Die Stadt rechnet mit etwa 9,8 Millionen Fahrgästen im Jahr.[9] Sie wird im Rahmen einer nach einer Ausschreibung zugeteilten Konzession mit einer Laufzeit von 30 Jahren von RATP Dev, einer Filiale des Betreibers der Pariser Metro RATP betrieben und gewartet.[9] RATP Dev arbeitet gleichzeitig an der Konzeption zweier weiterer Linien (Linien 2 und 3).[9]
[Bearbeiten] Sport
Florenz beheimatet den bekannten Serie-A-Verein ACF Fiorentina.
[Bearbeiten] Bildung
Die 1321 gegründete Universität Florenz ist zentral, das Europäische Hochschulinstitut außerhalb gelegen. Die Accademia delle Arti del Disegno ist eine der ältesten europäischen Kunsthochschulen.
[Bearbeiten] Berühmte Florentiner
- Sandro Botticelli (* 1. März 1445; † 17. Mai 1510), Maler und Zeichner
- Niccolò Machiavelli (* 3. Mai 1469; † 22. Juni 1527), Diplomat, Philosoph, Geschichtsschreiber und Dichter
- Girolamo Savonarola († 1498), Dominikanerprior und Bußprediger
- Dante Alighieri († 1321), Dichter
- Michelangelo Buonarroti (* 6. März 1475; † 18. Februar 1564), Bildhauer, Maler, Architekt und Dichter
- Giotto di Bondone (* 1266 nahe Florenz; † 8. Januar 1337 Florenz), Maler
Siehe auch: Gerhard Wolf, Deutscher, der sich 1943–1944 als „Il Console di Firenze“ (Konsul von Florenz) verdient machte
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
Viele Päpste, Schauspieler und Schriftsteller wurden in Florenz geboren, siehe Liste der Söhne und Töchter der Stadt Florenz.
[Bearbeiten] Galerie
- Impressionen (Auswahl)
-
Piazza della Repubblica (Florenz), vom Café des Kaufhauses La Rinascente aus gesehen
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Florenz unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften.[10]
Sydney, Australien
Reims, Frankreich
Tirana, Albanien
Dresden, Deutschland
Isfahan, Iran
Kassel, Deutschland
Kiew, Ukraine
Kyōto, Japan
Philadelphia, USA
Krakau, Polen
Gaziantep, Türkei
Nanjing, China
Budapest, Ungarn[11]
Edinburgh, Schottland
[Bearbeiten] Demografische Entwicklung

[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
- ↑ Carl Eduard Vehse: Die Weltgeschichte aus dem Standpunkte der Cultur und der nationalen Charakteristik, 41 Vorlesungen im Winterhalbjahr 1841/42 zu Dresden gehalten, Band I, Walthersche Buchhandlung, Dresden, 1842, Seite 412
- ↑ Adolf Beer: Ueber die fortschreitende Entwicklung der geschichtlichen Studien im Königreich Neapel von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart, in Heinrich von Sybel: Historische Zeitschrift, Sechster Band, Cottasche Buchhandlung, München, 1861, Seite 326
- ↑ Blätter für literarische Unterhaltung, Jahrgang 1853, Erster Band, Januar bis Juni, Enthaltend Nr. 1-26, F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig, Seite 159
- ↑ Franz Grillparzer: Gesammelte Werke, Band 5, R.M. Rohrer, 1949, Seite 327
- ↑ Advisory Body Evaluation ICOMOS. (PDF)
- ↑ Camping und Caravaning Club Austria: Fahrverbote und Umweltzonen in Bella Italia sollen Innenstädte sauberer machen. Abgerufen am 16. März 2011.
- ↑ Stadt Florenz: Pianta ZTL. Abgerufen am 16. März 2011 (JPG).
- ↑ a b c d lesechos.fr: La RATP met en service le tramway de Florence. Abgerufen am 5.März 2011.
- ↑ Offizielle Webseite der Stadt Florenz zu den Städtepartnerschaften, abgerufen am 24. Mai 2011
- ↑ Hízelgő a magyar fővárosnak: Firenze testvérvárosának fogadta. In: Népszabadság. 17. Mai 2008, abgerufen am 28. Dezember 2009 (ungarisch).
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Site der Stadt (ital., engl.)
- http://www.florentinermuseen.com/
- Florence: Virtual travel in the city of Renaissance (Englisch/Italienisch)
- Touristeninformationen von Florenz (Deutsch/Englisch/Italienisch/Französisch)
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Kulturlandschaften
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Historische Stadtzentren
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Archäologische Stätten
Archäologische Stätten von Agrigent | Su Nuraxi von Barumini | Etruskische Nekropolen von Cerveteri und Tarquinia | Nekropolis von Pantalica | Pompeji, Herculaneum und Villa Oplontis | Felsbilder im Valcamonica | Villa Romana del Casale
Einzelbauten oder Gebäudeensembles
Crespi d’Adda | Trulli von Alberobello | Basilika San Francesco von Assisi | Basilika von Aquileia | Palast von Caserta in Caserta | Castel del Monte | Die Langobarden in Italien, Orte der Macht (568 bis 774 n. Chr.) | Santa Maria delle Grazie in Mailand | Sassi di Matera | Kathedrale, Torre Civica und Piazza Grande in Modena | Botanischer Garten von Padua | Schiefer Turm, Dom, Baptisterium und Camposanto in Pisa | Frühchristliche Baudenkmäler und Mosaike von Ravenna | Sacri Monti | Villa Adriana und Villa d’Este in Tivoli | Residenzen des Hauses Savoyen in Turin und Piemont | Villen Palladios im Veneto
Kulturstadt Europas: 1985: Athen | 1986: Florenz | 1987: Amsterdam | 1988: West-Berlin | 1989: Paris | 1990: Glasgow | 1991: Dublin | 1992: Madrid | 1993: Antwerpen | 1994: Lissabon | 1995: Luxemburg | 1996: Kopenhagen | 1997: Thessaloniki | 1998: Stockholm
Kulturhauptstadt Europas: 1999: Weimar | 2000: Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Prag, Reykjavík, Santiago de Compostela | 2001: Porto, Rotterdam | 2002: Brügge, Salamanca | 2003: Graz | 2004: Genua, Lille | 2005: Cork | 2006: Patras | 2007: Sibiu, Luxemburg zusammen mit der Großregion | 2008: Liverpool, Stavanger | 2009: Linz, Vilnius | 2010: Istanbul, Pécs, Essen zusammen mit dem Ruhrgebiet | 2011: Tallinn, Turku | 2012: Guimarães, Maribor | 2013: Košice, Marseille | 2014: Riga, Umeå | 2015: Mons, Plzeň | 2016: Breslau, Donostia-San Sebastián
