Ga (Ethnie)

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Die Ga, kulturell eng mit den Dangme verbunden und deshalb auch Ga-Adangme genannt, sind eine Ethnie, die in den westafrikanischen Staaten Ghana, Togo und Benin lebt. Die in Accra lebenden Ga bezeichnen sich als Ga Mashi, und in der Sprache der Ga nennen sich die Ga auch Ga mei, Ga Menschen. In Ghana, in der Region Greater Accra, leben etwa 625.000 Ga, in Togo etwa 32.000 und in Benin 8.600. In Ghana leben die meisten Ga in der Region Greater Accra, in und in der Nähe von Ghanas Hauptstadt Accra. Accra entwickelte sich aus den drei Küstenorten Kinka (Holländisch-Accra), James Town (Britisch-Accra) und Osu (Dänisch-Accra), die den Europäern ab dem 15. Jahrhundert als Handelsniederlassungen dienten.

Außerhalb Ghanas sind die Ga insbesondere in westlichen Kunstkreisen wegen der von ihnen verwendeten figürlichen Särge und wegen ihren handgemalten Filmplakate bekannt. Sowohl ihre figürlichen Särge als auch die handgemalten Filmplakate werden regelmäßig in westlichen Kunstausstellungen gezeigt.

Sprache[Bearbeiten]

Ga sprechen eine dem Dangme und Krobo ähnliche Sprache, die ebenfalls Ga heißt. Ga sprechen ca. 665.000 Menschen[1], was etwa 3 % der Ghanaer entspricht. Ga wird zur ethnolingustischen Gruppe Ga-Dangme innerhalb der Kwa-Sprachen gezählt.

Bekannte Ga[Bearbeiten]

Politiker
Sportler
  • Marcel Desailly (* 1968), ehemaliger französischer Fußballnationalspieler
Ga Künstler

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Regula Tschumi: The Figurative Palanquins of the Ga. History and Significance, in: African Arts, Vol. 46, Nr. 4, 2013, S. 60-73.
  • Tschumi, Regula: Die vergrabenen Schätze der Ga. Sarg-Kunst aus Ghana 2006.
  • Regula Tschumi: Totenbett für einen Lebenden. Ein Sarg für das Centre Pompidou, 2012 in: Eva Huttenlauch (Hrsg.), Saâdane Afif. Another Anthology of Black Humor. Nürnberg: MMK Museum für Moderne Kunst, Verlag für Moderne Kunst, S. 57-72.
  • Parker, John: Making the Town. Ga State and Society in Early Colonial Accra. 2000, Porthsmouth NH: Heinemann.
  • Kropp Dakubu, Marie-Esther: Mary Esther Kropp Dakubu, dir., Ga-English Dictionary, Language Centre, University of Ghana, and M. E. Kropp Dakubu, Accra, 1999.
  • Kilson, Marion: Kpele Lala. 1971, London: Cambridge: Harvard Univ. Press.
  • Field, Margaret: The Social Organization of the Ga. 1940, London: The Crown Agents for the Colony.
  • Field, Margaret: Religion and Medicine of the Ga People. 1969 (1937), London, New York, Toronto: Oxford University Press.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ethnologue report for language code:gaa (englisch)