Gaius Rubellius Blandus

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Gaius Rubellius Blandus (* in Tibur; † nach 42 n. Chr.[1]) war ein römischer Senator der frühen Kaiserzeit.

Rubellius stammte aus Tibur; seine Familie gehörte ursprünglich dem Ritterstand an.[2] Seine politische Karriere begann er 1 n. Chr. als quaestor Augusti.[1] 6 n. Chr. war er Militärtribun, 11 n. Chr. Prätor[3] und 18 n. Chr. Suffektkonsul.[4] Tacitus erwähnt, dass er 20 n. Chr. im Senat beantragte, Aemilia Lepida, die Frau des Germanicussohnes Drusus, zu verbannen,[5] und im folgenden Jahr gegen die Verbannung des Dichter Clutorius Priscus stimmte.[6] Im Jahr 33 heiratete er Iulia Livia, Enkelin des Kaisers Tiberius und Witwe des Nero Caesar.[2] Sein Sohn aus dieser Ehe, Rubellius Plautus, wurde 62 n. Chr. hingerichtet, als Gerüchte laut wurden, er plane eine Revolte gegen Nero. 35/36 n. Chr. war Rubellius Blandus Prokonsul der Provinz Africa.[7] Nach seiner Rückkehr gehörte er mit anderen Angehörigen des Kaiserhauses zu einer Kommission, die sich um die durch einen Brand auf dem Aventin angerichteten Schäden kümmerte.[8] Er amtierte ebenfalls als Pontifex.[1][7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c CIL 14, 3576.
  2. a b Tacitus, Annalen 6, 27, 1.
  3. CIL 14, 3555.
  4. CIL 6, 14221.
  5. Tacitus, Annalen 3, 23.
  6. Tacitus, Annalen 3, 51, 1.
  7. a b AE 1948, 1.
  8. Tacitus, Annalen 6, 45, 2.