Gametophyt

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Der Gametophyt (griech. gamete, gametes „Gattin, Gatte“ und phyton „Pflanze“) ist bei Pflanzen die Gameten-bildende, sexuelle Generation, also die haploide Phase des Generationswechsels.

Pflanzenarten mit Generationswechsel existieren in mindestens zwei – häufig einander völlig unähnlich aussehenden – Erscheinungsformen: genannt zum einen Gametophyt, zum anderen Sporophyt. Der Gametophyt erzeugt Gameten (Geschlechtszellen), der Sporophyt erzeugt Sporen, also Zellen, die der ungeschlechtlichen Vermehrung dienen.

Ein Gametophyt ist stets mehrzellig. Er wächst aus einer Meiospore eines Sporophyten heran und ist deshalb immer haploid, jede seiner Zellen besitzt also nur einen einzigen Chromosomensatz. Der Gametophyt entwickelt Sexualorgane (genannt Antheridien und Archegonien) und in diesen die Gameten. Aus der Verschmelzung zweier Geschlechtszellen geht eine diploide Zygote hervor, die am Beginn der zweiten Generation (der diploiden Sporophytengeneration) steht. Mit anderen Worten: Nach der Kernverschmelzung wächst die Zygote zu einem Sporophyten heran; dieser Sporophyt erzeugt und verbreitet Sporen, aus denen wieder ein Gametophyt auskeimt und so den Kreislauf der beiden Generationen schließt.

Die Gametophyten der Moose sind die grünen Moospflänzchen. Bei den Farnen sind die Gametophyten (genannt: Prothallium) so stark reduziert, dass sie kaum je wahrgenommen und leicht mit einem Lebermoos verwechselt werden können; die allgemein bekannte „Farnpflanze“ ist der Sporophyt.

Noch weiter reduziert sind die Gametophyten der Samenpflanzen. Bei ihnen ist der männliche Gametophyt auf das mehrzellige Pollenkorn reduziert, das bei den Angiospermen nur aus drei Zellen besteht (eine vegetative Zelle und zwei Spermazellen, die über den Pollenschlauch in den Embryosack gelangen). Der weibliche Gametophyt verbleibt in der Mutterpflanze und wird Embryosack genannt.