Gastrostoma

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Ein Gastrostoma (griech. γαστήρ gaster „Magen, Bauch"; στόμα stóma, „Mund“) ist eine durch die Bauchwand angelegte Öffnung in den Magen. Das Anlegen eines Gastrostomas wird als Gastrostomie bezeichnet.

Indikation[Bearbeiten]

Ein Gastrostoma erlaubt die künstlichen Ernährung bei Patienten, die nicht schlucken können und gilt als Alternative zur Parenteralen Ernährung. Die Nutzung kann von Angehörigen zuhause vorgenommen werden. Bei bestehendem Gastroösophagealem Reflux ist die Kombination mit einer Antirefluxplastik erforderlich.

Ein temporäres Stoma kann nach grösseren Eingriffen an Schluckapparat und Speiseröhre der besseren Ausheilung durch passagere Ruhigstellung dienen, kommt auch bei längerstreckiger Ösophagusatresie zur Anwendung als Überbrückung bis zur endgültigen Operation.

Im Einzelfall dient das Gastrostoma oder die PEG als Ablauf für Mageninhalt als Alternative zur transnasalen Magensonde.

Methode[Bearbeiten]

Eine Gastrostomie kann

vorgenommen werden.

Die letzte Form, "PEG", ist das gängige Verfahren.

Komplikationen[Bearbeiten]

Als Komplikationen können auftreten:

  • Infektionen der Stomiestelle
  • Undichtigkeit "Leckage" in die Bauchhöhle
  • Perforation durch die eingebrachte Fütterungssonde.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Roche Lexikon Medizin. 5 Auflage. Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, München 2003, ISBN 3-437-15072-3 (Stichwort: Gastrostomie). – auch hier verfügbar
  • M. Bettex, N. Genton, M. Stockmann (Hrsg.): Kinderchirurgie. Diagnostik, Indikation, Therapie, Prognose. 2. Auflage, Thieme 1982 ISBN 3-13-338102-4
  • W. Schuster, D. Färber (Hrsg.): Kinderradiologie. Bildgebende Diagnostik. Springer 1996, ISBN 3-540-60224-0.


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