Perforation

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Als Perforation (auch Perforierung, vom lat. foramen = Loch) bezeichnet man eine Durchlochung von Hohlkörpern oder flachen Gegenständen. Regelmäßige Anordnung, Menge, Form und Größe der Löcher spielen besonders in der Technik eine Rolle.

Fotografie und Film[Bearbeiten]

Im Kontext von Film und Fotografie bezeichnet man als Perforation die regelmäßige Lochung von fotografischen Filmen und Kinofilmen zum Zwecke von Transport und Positionierung.

Beim Schmalfilm entfällt auf die Höhe jedes Einzelbildes ein Perforationsloch, bei Kleinbildfilm sind es auf die Breite jedes Bildes acht.

Die Perforation von Rollfilm nutzte erstmals Dickson für seinen Kinematographen von 1893, wobei er längs halbierten 70-mm-Film horizontal im Apparat durchlaufen ließ. Auch die Brüder Lumière setzten eine Perforiermaschine für ihren 35-mm-Film ein, sie ließen ihn jedoch vertikal durch den Apparat laufen.

In der Fotografie nutzte erstmals Oskar Barnack Kinefilm im Jahr 1914 für die Entwicklung der Ur-Leica, die dann als erste moderne Kleinbildkamera ab 1924 vermarktet wurde.

Philatelie[Bearbeiten]

In der Philatelie bezeichnet Perforation das Zähnen oder Durchstechen eines Briefmarkenbogens zur leichteren Trennung der einzelnen Postwertzeichen. (Vergleiche auch Briefmarkentrennung).

Medizin[Bearbeiten]

freie Luft im Bauchraum nach einer Perforation des Magen-Darm-Traktes (Pneumoperitoneum)

In der Medizin bezeichnet Perforation den Durchbruch oder die Durchstoßung eines Gewebes oder Hohlorgans wie Magen und Darm (Darmperforation). Eine Perforation eines Bauchorgans führt in der Regel zur Bauchfellentzündung mit der Symptomatik eines Akuten Abdomens. Viele der Ursachen und Folgen sind dort aufgeführt.

Holzschutz[Bearbeiten]

Bei der chemischen Druckimprägnierung besteht das Problem, dass unser wichtigstes Bauholz, das Fichtenholz, sich nur sehr schlecht imprägnieren lässt. Die geringen Eindringtiefen von meist nur wenigen Millimetern reichen für einen wirksamen Schutz von Holzbauteilen in der Regel nicht aus. Um die Imprägnierbarkeit von Fichtenholz zu verbessern, wurde die Perforation schon seit den 50er des vorigen Jahrhunderts eingesetzt. Diese Methode besteht darin, in verhältnismäßig engem Raster Schlitze oder Löcher in der Holzoberfläche anzubringen, das heißt, das Holz bis zu einer gewünschten Tiefe zu „perforieren“. Die Perforation des Holzes erhöht die Aufnahme des Holzschutzmittels.

Druck/Papier[Bearbeiten]

Schlitz- und Lochstanzung in Papier oder Karton zum Abtrennen eines Blattes oder Blattteiles. Herzustellen in Perforiermaschinen, in Endlosdruckmaschinen oder in Buchdruckmaschinen (z. B. Heidelberger Tiegel oder Zylinder), teilweise auch in Offsetdruckmaschinen indem man die Perforationslinien auf den Gegendruckzylinder klebt und das Gummituch als Gegenform verwendet. Eine Perforation wird in Zähnen/Inch gemessen.

Siehe auch[Bearbeiten]