Sex Bomb

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Dieser Artikel behandelt ein Chemiewaffenprojekt, zu Frauen mit großer sexueller Ausstrahlung siehe Sexbombe, zu dem gleichnamigen Lied siehe Tom Jones.

Die Sex Bomb oder auch Gay Bomb war ein Vorschlag für ein Chemiewaffenprojekt der US-Streitkräfte.

Überblick[Bearbeiten]

Im Jahr 1994 schlugen Wissenschaftler des Wright Laboratory auf dem Gelände der Wright-Patterson Air Force Base in Ohio verschiedene Konzepte für nicht-tödliche Chemiewaffen vor. Eine dieser Waffen sollte die Sex Bomb sein, die auch Gay Bomb genannt wurde.

Das Konzept sah eine Waffe vor, welche die gegnerischen Soldaten in sexuelle Ekstase mit großer Wollust zu sexuellen Handlungen miteinander bringen sollte. Diese offensichtlich nicht mehr kampffähigen Soldaten wären dann leicht zu überwältigen gewesen, ohne sie töten zu müssen.

Dieses Konzept brachte es nicht über das Stadium eines Gedankenspiels hinaus, da die USA im Jahr 1997 die Chemiewaffenkonvention ratifizierten. Die Akten über die Sex Bomb sind vom Sunshine Project (einer regierungskritischen Organisation in den USA) veröffentlicht worden, nachdem sie durch den Freedom of Information Act als nicht mehr geheim eingestuft wurden. Edward Hammon, ein Sprecher der Gruppe, sagte, er habe viele unsinnige Ideen für neue Waffen in diesen Akten gefunden. Ein anderes Konzept sollte zum Beispiel den Mund- oder Körpergeruch der Soldaten unerträglich werden lassen oder ihren Geruch so verändern, dass sie von Insekten angegriffen würden. Weiterhin soll es keine weitere Forschung in dieser Richtung geben. Die Sex Bomb ist also nicht mehr als ein Kuriosum der Waffenforschung.

Das homosexuelle Pornolabel Dark Alley Media hat sich des Stoffs in dem Film „Gay Bomb“ angenommen.

Im Jahre 2007 wurde die Studie mit dem Ig-Nobelpreis bedacht.

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