Generation Golf

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Generation Golf ist der Titel eines 2000 erschienenen Buches von Florian Illies, das die aus seiner Sicht typischen Merkmale derjenigen Generation skizziert, die in den 1980er Jahren in der Bundesrepublik aufgewachsen ist. Nach dem Erscheinen des Buches wurde „Generation Golf“, wie Generation X, in Deutschland zu einem Schlagwort, um eine bestimmte Gruppe und ihre Einstellungen zu beschreiben.

Inhalt[Bearbeiten]

Illies entwirft in einem unterhaltsamen, feuilletonistischen Stil ein kritisches Bild seiner eigenen, um 1970 geborenen Generation. Mit Hilfe persönlicher Anekdoten und Erinnerungen setzt er sich mit seiner Jugendzeit in den 1980er Jahren auseinander. Er schreibt über Popkultur, Retro-Trends, Nostalgie und Infantilität und analysiert, wie aus den Teenagern der 1980er die Erwachsenen der 1990er werden. Illies’ Fazit: Im Gegensatz zur Generation X möchte die Generation Golf nicht mit den ökologischen Folgen des Wirtschaftsbooms kämpfen, sondern den Wohlstand, den ihre Elterngeneration erarbeitet hat, lediglich genießen. Sie verkörpere eine mehrheitlich unkritische, nur nach Konsum strebende „Ego-Gesellschaft“, agiere unpolitisch und sei die erste Generation, die Mode-Orientierung, Hedonismus und Markenbewusstsein zu einem Wert erhebe. Namens- und maßstabgebend ist der Golf von Volkswagen, der eine Kraftfahrzeugklasse repräsentiert, an der sich die Konkurrenzprodukte messen lassen müssen.

In den beiden folgenden Bänden Anleitung zum Unschuldigsein (2001) und Generation Golf zwei (2003) suchte Illies seine Thesen zu bestätigen.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Florian Illies: Generation Golf. Eine Inspektion, Fischer (Tb.)-Frankfurt, 2001, 10. Auflage, ISBN 3596150655
  • Florian Illies: Generation Golf zwei, Goldmann, 2005, ISBN 3442459672

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Eckhart Nickel: Deutsche Problemzonengymnastik. Selten war schlechtes Gewissen so unterhaltsam wie in Florian Illies’ Anleitung zum Unschuldigsein. In: Die Welt. 6. Oktober 2001

Weblinks[Bearbeiten]