George Adamson

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George Adamson (* 3. Februar 1906 in Dholpur im Bundesstaat Rajasthan, Indien; † 20. August 1989 in Kenia) war ein britischer Naturforscher.

George Adamson, um 1970

Leben[Bearbeiten]

Im Jahr 1924 besuchte George Adamson das erste Mal Kenia. 1938 trat er dem „Kenia Game Department“ bei. Er arbeitete als Wildhüter und führte Safaris. 1944 heiratete er Friederike-Viktoria Bally (geb. Gessner), die Joy gerufen wurde.

Im Jahr 1956 fand Adamson drei Löwenbabys, deren Mutter erschossen worden war. Die Tiere wurden von den Adamsons bei sich zu Hause aufgezogen. Nach sechs Monaten, als die drei nahezu ausgewachsen waren, wurden die beiden größeren Tiere an den Zoo in Rotterdam verkauft. Die kleinste Löwin, Elsa, blieb bei der Familie Adamson. Im Alter von zwei Jahren begann ihre langsame Auswilderung. George Adamsons Gattin zeichnete Elsas Schicksal minutiös auf und verarbeitete ihre Notizen zu dem Buch Frei geboren. Eine Löwin in zwei Welten. Der Erlös des Buches, das in 33 Sprachen übersetzt wurde, kam nahezu zur Gänze der „Elsa Wild Animal Appeal“, einer Tierschutzorganisation, zugute. Als Elsa kurz nach ihrer endgültigen Freilassung in die Wildnis mit drei Jungen zu den Adamsons zurückkam, entstand das zweite Buch Die Löwin Elsa und ihre Jungen. Die BBC verfilmte die Lebensgeschichte von Elsa.

Seinen Posten als Wildhüter gab Adamson 1963 auf und widmete sich ab diesem Zeitpunkt nur mehr der Beobachtung und Erforschung der Löwen.

Am 4. Januar 1980 wurde seine inzwischen von ihm getrennt lebende Frau tot aufgefunden. Aufgrund der Verletzungen schloss man zunächst darauf, dass Löwen sie getötet hätten. Bei der Obduktion stellte man jedoch fest, dass es menschliches Verschulden war und der Täter wurde zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt.

Auch Adamson selbst starb eines gewaltsamen Todes, er wurde im Kora-Nationalpark von somalischen Wilderern erschossen.

Schriften[Bearbeiten]

  • Safari meines Lebens, aus dem Englischen übersetzt von Karl Berisch und Johannes Piron, Hamburg 1969 (Original Bwana Game, 1968), Hoffmann und Campe
  • Meine Löwen – Mein Leben

Weblinks[Bearbeiten]