Georgos Vithoulkas

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Georgos Vithoulkas (Γιώργος Βυθούλκας, * 1932 in Athen) ist ein griechischer Homöopath. Vithoulkas, der 1996 den Right Livelihood Award erhielt, zählt zu den bekanntesten Homöopathen des 20. Jahrhunderts.

Biographie[Bearbeiten]

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Quelle der Jahreszahlen: http://www.homoeopathie-konkret.de/vithoulkas.html

1932 geboren in Athen, Griechenland

Vithoulkas' Eltern kamen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg ums Leben. Georgos Vithoulkas erhielt zunächst eine Ausbildung zum Ingenieur

1958 in Südafrika erste Berührung mit der Homöopathie

1962 Diplom der dortigen Noel’s Puddhepahat Scool

1963 geht er nach Indien und lebt dort bis 1967

1966 Abschluss der Homeopathic Medical College in Bombay mit einer Auszeichnung des Indian Institute of Homeopathy

1967 Rückkehr nach Griechenland. Dort beginnt er mit einer Gruppe von ihm ausgebildeter Ärzte eine intensive Praxis- und Aufbauarbeit

1970 Gründung der Athener Klinik für Homöopathie, an der fast alle heute in Griechenland homöopathisch tätigen Ärzte ausgebildet werden. Im gleichen Jahr erscheint sein Buch "Homöopathie - Medizin der Zukunft"

1976 George Vithoulkas hält erste internationale Seminare für HomöopathInnen ab. In den folgenden Jahren wird er zu einem weltweit bekannten Lehrer, dessen SchülerInnen bereits in vielen Ländern der Welt homöopathische Ausbildungsstätten und Kliniken leiten.

1978 gründet er eine internationale Stiftung für klassische Homöopathie in den USA. Es erscheint sein Buch "Wissenschaftliche Homöopathie".

1986 kehrt er nach einer Serie berühmt gewordener Seminare in den USA wieder nach Europa zurück.

1987 Beginn der Entwicklung des V.E.S. (Vithoulkas Expert System), eines hochentwickelten Computersystems, in Zusammenarbeit mit der Universität von Namur, Belgien

1991 erscheint der erste Band seiner "Materia Medica Viva". Seither werden regelmäßig weitere Bände herausgegeben.

1995 am 3. Mai weiht er die "International Academy for Classical Homeopathy" auf Alonissos in Griechenland ein.

1996 Aufnahme der Lehrtätigkeit zur vierjährigen Ausbildung an der Internationalen Akademie für Klassische Homöopathie

1996 am 9. Dezember wird ihm in Stockholm der Right Livelyhood Award, der sogenannte alternative Nobelpreis verliehen.

1997 erscheint die deutsche Ausgabe seines neuesten Buches: "Die neue Dimension der Medizin".

2000 Eine erste Gruppe mit internationalen und deutschen Teilnehmern absolviert ihr Studium bei George Vithoulkas mit einem Diplom ab.

2000 an den Universitäten in Kiew und Barcelona wird ihm ein Lehrauftrag erteilt.

George Vithoulkas hat die klassische Homöopathie mit neuem Leben versehen. Er gilt daher als Erneuerer der Homöopathie und als Pionier der elektronischen Datenverarbeitung in der homöopathischen Praxis und Forschung. Vithoulkas hatte zahlreiche Schüler. Unter ihnen sind sein erster Schüler Bill Gray, der Autor des Synthesis, Frederik Schroyens, Jan Scholten, Ananda Zaren, Alfons Geukens, Roger Morrison, Anton Rohrer.

Besonderheiten der Homöopathie von Vithoulkas[Bearbeiten]

Vithoulkas' Methodik zählt zur klassischen Homöopathie, das heißt er meidet in seinen Verordnungen Komplexmittel (Mischungen mehrerer homöopathischer Arzneien). Seine Analyse basiert auf den Symptomen des Patienten auf der körperlichen, seelischen und geistigen Ebene. Seine Arzneiverordnungen bestätigt er durch ein Computer-unterstütztes Repertorisationssystem (RADAR).

Vithoulkas geht davon aus, dass sich die Lebenskraft des Menschen maßgeblich in der Fähigkeit äußert, akute und körperliche Symptome zu zeigen, wohingegen vielseitig belastete Menschen chronische und seelisch-geistige Beschwerden entwickeln und damit in ihrer Lebensführung nachhaltig eingeschränkt werden. So werde die Fähigkeit, ab und zu Fieber zu zeigen, wie sie bei kleinen Kindern meist vorhanden ist, als positives Zeichen gewertet. Die Lebenskraft wird mittels eines Schemas abgeschätzt, das zwölf Ebenen umfasst.

Ein zweites von Vithoulkas entwickeltes Modell besagt, dass die Symptome des Patienten unter Umständen unterschiedlichen homöopathischen Mitteln zugeordnet werden können, um sie so in umgekehrt chronologischer Reihenfolge durch eine Abfolge mehrerer Mittel zu heilen. Dabei werden die Mittel graphisch als übereinanderliegende unterschiedlich gewellte Schichten symbolisiert, sodass auch die älteren Schichten noch Symptome an der Oberfläche zeigen können.

Die Miasmenlehre steht bei Vithoulkas – im Gegensatz zu anderen Homöopathen wie Rajan Sankaran – bei der Analyse des Patientenzustandes und der darauf folgenden Arzneiverordnung nicht im Mittelpunkt.

Seinen Schülern zufolge eignet sich seine Methode gut, um relativ schnell auf hohem Niveau Homöopathie praktizieren zu können. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist Georgos Vithoulkas ein Pseudowissenschaftler.

Werke[Bearbeiten]

  • Die wissenschaftliche Homöopathie - Theorie und Praxis naturgesetzlichen Heilens, Ulrich Burgdorf-Verlag, Göttingen 1986 (ist nun: Die Praxis homöopathischen Heilens)
  • Die neue Dimension der Medizin, Wenderoth, Kassel 1997, ISBN 3-87013-023-7
  • Materia medica viva (10 Bände)
  • Medizin der Zukunft, Wenderoth, Kassel 2002, ISBN 3-87013-009-1 (ein Buch aus den 70er Jahren)
  • Klassische Homöopathie bei Angst und Eifersucht, Groma 2003, ISBN 3-9521004-3-9
  • Die Praxis homöopathischen Heilens, Urban & Fischer bei Elsevier, Juni 2005, ISBN 3-437-57180-X
  • Essenzen homöopathischer Arzneimittel, Sylvia-Faust-Verlag, Höhr-Grenzhausen 2004, ISBN 3-929-91105-1
  • Homöopathisches Seminar, Band 1+2, Verlag Silvia Stefanovic, Bielefeld 1993, ISBN 3-9802053-1-2
  • Seminare und Vorlesungen, Verlag Siliva Stefanovic, Bielefeld 1990, ISBN 3-9802053-2-0

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Clotten, Susan Pfeifer: Georgos Vithoulkas - Der Meister-Homöopath, Biographie und Fälle, TB 384 Seiten, Goldmann/Arkana 2002, ISBN 3-44221-632-X

Weblinks[Bearbeiten]