Schichtung

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schichtung (Begriffsklärung) aufgeführt.
Schichten im alpinen Muschelkalk der Partnachklamm

Die Schichtung ist ein für Sedimentgesteine typisches Merkmal (Fazies). Allerdings können auch Vulkanite und Plutonite Schichtungen aufweisen, und auch während der Metamorphose von Sedimentgesteinen kann die Schichtung erhalten bleiben.

Die Schichtenfolge kommt meist durch die Sedimentation von unterschiedlichem Material oder wechselnde Ablagerungsbedingungen zustande. Unterschiede können dabei sowohl in der mineralogischen Zusammensetzung, der Korngröße, der Färbung als auch in der Textur bestehen.

In der Lithostratigraphie wird die Schicht als Stratum bezeichnet. Die Untersuchung geologischer und bodenkundlicher Schichtungen und ihre zeitliche Zuordnung nennt man Stratigrafie (Schichtenkunde). Die in den einzelnen Schichten enthaltenen Bestandteile und ihre Fossilien ermöglichen die zeitliche und genetische Korrelation mit gleich alten, oft weit entfernten Ablagerungen.

Sedimentstrukturen[Bearbeiten]

Sedimentstrukturen spiegeln die Ablagerungsbedingungen wider. Sie können im Sediment ausgebildet sein oder die Schichtober- bzw. -unterseite charakterisieren. Sedimentstrukturen geben Hinweise auf die Art des Transports (z. B. Wind, fließendes Wasser, Sedimentation aus der Wassersäule), stellen in verfalteten Gebieten Oben-Unten-Kriterien dar, erlauben die Rekonstruktion der Fließrichtung und deuten auf die Lebewelt hin.

Verschiedene Sedimentstrukturen sind:

  • hummocky cross stratification: symmetrische Rippelstrukturen, die durch oszillierende Sturmwellen gebildet wurden. Sie kommen daher vor allem im Schelfgebieten von 30–50 Meter Tiefe vor (es sind nur die konvexen Teile der Rippel zu beobachten)
  • swalley cross stratification: wie oben, nur sind die Rippeltäler erhalten; sie kommen im tieferen Schelfmilieu vor
  • herring bone stratification: Alle paar Zentimeter ist eine entgegengesetzte Schrägschichtung zu beobachten; dies deutet auf eine Ablagerung im flach marinen Bereich mit starkem Gezeiteneinfluss hin
  • flute marks: fehlendes Material, das durch ein Sturmereignis weggerissen wurde
  • load casts (Belastungsmarken): sind an der Unterseite von Sedimentschichten zu beobachten; sie entstehen durch plötzliche Überlagerung mit dichteren Schichten, welche sich in das Sediment eindrücken
  • flaser bedding: mit Schlamm verfüllte Rippelstrukturen; sie treten in der Nähe wechselnder Strömungsverhältnisse auf, z. B. in Flussmündungen oder bei Gezeiteneinfluss
  • gradierte Schichtung: vertikale Korngrößendifferenzierung in einer Schicht

Siehe auch[Bearbeiten]