Giovanni Battista Fasolo

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Giovanni Battista Fasolo (* 1598 in Asti?; † vor 1680 in Palermo) war ein italienischer Organist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Giovanni Battista Fasolo, möglicherweise auch Il Fasolo genannt, war Mitglied des Minoriten Franziskanerordens und wirkte für diesen als Organist an verschiedenen Kirchen in Italien. Im Jahre 1659 erhielt er eine Anstellung als Kapellmeister, an der erzbischöflichen Kathedrale von Monreale bei Palermo, in Nachfolge von Bonaventura Rubino. Er hat diese Stellung vermutlich bis zu seinem Ableben innegehabt.

Er war ein vielseitiger Komponist und schuf neben geistlicher und weltlicher Vokalmusik auch Werke für Gitarre (als einer der ersten in Italien) und Orgel, sowie mehrere Oratorien. Gerade die Orgelwerke sind wegen der Seltenheit dieser Musikgattung, für das Italien seiner Zeit und auch ihrer hohen Qualität bemerkenswert. Lediglich zwei seiner neun veröffentlichten Sammlungen sind nicht verschollen, eine weitere Sammlung wurde vermutlich im 1. Weltkrieg vernichtet [1].

Erhaltene Werke[Bearbeiten]

  • Op. 3 "Misticanza di Vigna alla Bergamasca; il Canto della Barchetta et altre cantate et ariette per Voce et Chitarra." Robletti Rome, 1627. Das einzig erhaltene Exemplar war 1886 im Besitz des Dr. Oscar Chilesotti.
  • Il carro di Madama Lucia. Rome, 1628.(zugeschrieben)
  • Aria - Se desiate, o bella, 1629 (zugeschrieben)
  • Op. 6 Motetten für 2-3 Stimmen, mit einer ebenfalls dreistimmigen Messe (Neapel, 1635)
  • Op. 8 „Annuale che contiene tutto quello, che deve far un organista per risponder al choro tutto l'anno“ (Venedig, 1645)
  • Magnificat, Beatus vir, a 5. um 1645 (zugeschrieben)
  • Op. 9 Arie spirituali morali, e indifferenti, 2-3 Stimmen, mit dreistimmigen Dialogen und zwei Soloarien. Palermo, 1659.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roberto Grisley: Artikel im „Dizionario Biografico degli Italiani“ s. 382