Glasbodenboot

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Glasbodenboot ist ein Wasserfahrzeug, bei dem Teile des Rumpfes unterhalb der Wasserlinie aus durchsichtigen Materialien gefertigt sind, um Einblicke in Gewässer zu ermöglichen, ohne dabei durch die bewegte Wasseroberfläche gestört zu werden.

Die ersten Glasbodenboote wurde vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts in Silver Springs, Florida, gebaut. So soll 1878 Hullman Jones ein solches Boot genutzt haben, um im Wasser nach verwertbaren Baumstämmen zu suchen. Allerdings liegen dazu keine zeitgenössischen Aufzeichnungen vor, die Erfindung wird teilweise auch Phillip Morell zugeschrieben.[1] Sicher ist, dass John Morell in den 1890er Jahren Glasbodenboote für Ausflugsfahrten einsetzte, 1903 wurde in Silver Springs ein Prozess gegen ihn angestrengt, weil die vielen Besucher den Betrieb im Hafen störten.[2] Das Patent eines Glasbodenboots wurde 1903 von Louis Larson in Muskegon, Michigan eingetragen.[3]

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Glasbodenboote auch zu Forschungszwecken eingesetzt, ab 1912 zum Beispiel im Adriatischen Meer.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glasbodenboote – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tim Hollis: Glass Bottom Boats & Mermaid Tails: Florida's Tourist Springs. Stackpole Books, 2005, S. 9f
  2. The Springs Of Florida. Pineapple Press, 2008, S. 64f
  3. Patent US756244. United States Patent Office, 5. April 1904
  4. Thilo Krumbach: Aus der zoologischen Station Rovigno (Adria). Ein Glasbodenboot für die Küstenforschung. In: Arnold Berliner, Curt Thesing: Die Naturwissenschaften. Band 3, Heft 22, Springer-Verlag, 1915, S. 281-283