Gleichstromleitung Lyon–Moûtiers

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Die Gleichstromleitung Lyon–Moutiers war die größte nach dem Gleichstromübertragungsverfahren von René Thury angelegte Anlage überhaupt. Sie ging 1906 in Betrieb und übertrug elektrische Energie von Moutiers (vermutlich Moûtiers im Département Savoie[1][2]) nach Lyon.

Die Erzeugungseinheit in Moutiers bestand aus vier in Reihe geschalteten Generatoren, von denen je zwei von einer gemeinsamen Wasserturbine betrieben wurden. Je nach Energiebedarf wurde die Spannung in der Übertragungsleitung verändert, die maximal 75 kV betragen konnte. Da die Leitung symmetrisch war, betrug die Spannung zwischen den beiden Polen maximal 150 kV. Die Leitung war 200 km lang, wovon 10 km in Lyon als Erdkabel ausgeführt waren. Das Kabel, das für 75 A ausgelegt war, wurde später mit bis zu 150 A betrieben.

Die Gleichstromleitung Lyon–Moutiers war bis 1936 in Betrieb und war die leistungsfähigste Gleichstromübertragungsanlage ihrer Zeit. Bemerkenswert dabei ist, dass sie damals ohne Hilfe von modernen leistungselektronischen Komponenten oder Bauteilen in Betrieb gehen konnte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Moûtiers in der englischsprachigen Wikipedia
  2. Moûtiers in der französischsprachigen Wikipedia

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