Gmünder Einhorn-Tunnel

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Gmünder Einhorn-Tunnel
Gmünder Einhorn-Tunnel
Tunnelportal West, Übergang von bergmännischer (rund) auf offene (eckig) Tunnelbauweise. Sichtbar ist der Verschwenkungsbereich (Übergang von jeweils zwei Fahrspuren auf jeweils eine Fahrspur)
Offizieller Name Christine-Tunnel (während der Bauzeit)
Nutzung Straßentunnel
Verkehrsverbindung Bundesstraße 29
Ort Schwäbisch Gmünd
Länge 2230 m
Anzahl der Röhren 1 (und 1 Rettungsstollen)
Querschnitt 10,5 mdep1
Größte Überdeckung 125 m
Bau
Baukosten voraussichtlich 266 Mio. €
Baubeginn erster Abschnitt 1998, zweiter Abschnitt 2006, Tunnel 2008
Fertigstellung voraussichtlich im 3. Quartal 2013
Lage
Gmünder Einhorn-Tunnel (Baden-Württemberg)
Red pog.svg
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Koordinaten
Westportal 48° 47′ 49″ N, 9° 46′ 56″ O48.7969444444449.7822222222222
Ostportal 48° 48′ 10″ N, 9° 48′ 21″ O48.8027777777789.8058333333333

Der Gmünder Einhorn-Tunnel (offizieller Name während der Bauzeit: Christine-Tunnel[1]) ist ein im Bau befindlicher, etwa 2,2 km langer Tunnel der Bundesstraße 29 (B 29) durch Schwäbisch Gmünd. Er besteht aus einem Fahrtunnel mit zwei Fahrstreifen und einem Rettungsstollen.

Inhaltsverzeichnis

Namen [Bearbeiten]

Bis zum Baubeginn trug der Gmünder Einhorn-Tunnel keinen offiziellen Namen. Üblicherweise tragen Tunnel während ihrer Bauzeit den Namen der Tunnelpatin, welcher im Falle von Schwäbisch Gmünd der Vorname der Frau des damaligen Oberbürgermeisters Wolfgang Leidig ist, weshalb der Tunnel zurzeit Christine-Tunnel heißt. Nach der Fertigstellung soll er einen neuen Namen bekommen. In der Bevölkerung hatte sich vorübergehend der Name Salvatortunnel nach dem über dem Tunnel gelegenen Wallfahrtsort St. Salvator gefestigt. In den Medien wurde hauptsächlich vom Gmündertunnel oder auch vom B29-Tunnel gesprochen, wobei auch weitere Namen wie Lindenfirsttunnel diskutiert wurden.[2] Im Sommer 2011 stellte die Stadt Gmünd eine Umfrage im Internet, in der die Meinung der Bevölkerung Gmünds, welches der am besten geeignetste Name sei, eingeholt werden sollte. Auch der Name Bud-Spencer-Tunnel stand dabei zur Wahl (Bud Spencer hielt sich einst im Rahmen eines Schwimmturniers in Gmünd auf) und wurde von einer Facebook-Initiative unterstützt, die den ungewöhnlichen Vorschlag deutschlandweit publik machte und sogar internationales Medienecho hervorrief. Ende Juli entschied sich der Gmünder Gemeinderat allerdings gegen diesen Namen und vertagte die Entscheidung. Stattdessen trägt das Freibad im Schießtal inzwischen den Namen Bud Spencers.[3] Bei der schließlich Ende Oktober 2011 getroffenen Namensentscheidung stimmte die Mehrheit der Stadträte für den Namen Gmünder Einhorn-Tunnel.[4]

Geschichte [Bearbeiten]

Durch den Ausbau der B 29 kamen 1975 in Schwäbisch Gmünd Diskussionen über den Verlauf der Trasse in der Stadt auf. 1980 wurde die Tunnelidee, ein Tunnel in Tallage, konkretisiert, doch genauere Planungen wurden aus verschiedenen Gründen mehrmals verworfen,[5] so dass es erst 1989 zu einem konkreten Vorentwurf kam, der 1996 in ein Planfeststellungsverfahren überging, das schon im darauffolgenden Jahr Bestandskraft erlangte. Zum Baubeginn des ersten Bauabschnitts kam es 1998, der zweite folgte 2006. Ebenfalls 2006 wurde ein weiteres Planfeststellungsverfahren für den etwa 1,6 Kilometer langen Rettungsstollen begonnen, das seit Mai 2007 bestandskräftig ist.[6] Nach dem Beginn der bergmännischen Arbeiten im Herbst 2008 kam es am 27. Februar 2011[7] zum Tunneldurchschlag. Im 3. Quartal 2013 soll der Tunnel fertiggestellt sein und für den Straßenverkehr freigegeben werden.[8] Die Gesamtkosten werden sich dann voraussichtlich auf mindestens 266 Millionen Euro belaufen.[9][10] Dabei geht der Bauleiter von 250 Millionen Euro Gesamtkosten aus (Stand März 2012). Eine Bürgerinitiative, „Initiative Pro Tunnelfilter“, setzt sich dafür ein, dass in den Gmünder Einhorn-Tunnel ein Tunnelfilter eingebaut werden soll. Dazu wurde im März 2012 ein Bürgerdialog gestartet.[11]

Blick von der neuen Fußgängerbrücke am Weleda-Gebäude auf Ostportal und Remseinlauf

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. „Vieles spricht für den Salvatortunnel“. Rems-Zeitung vom 30. September 2009 (abgerufen am 3. Dezember 2011).
  2. http://remszeitung.de/content/salvatortunnel.html.
  3. www.spiegel.de
  4. Er soll jetzt „Gmünder Einhorn-​Tunnel“ heißen. Rems-Zeitung vom 26. Oktober 2011.
  5. Dokumentation: Anlässlich des Tunnel-​Durchschlags erzählt der ehemalige Verkehrsstaatssekretär der RZ die wahre Geschichte des Gmünder Jahrhundertprojekts. Rems-Zeitung vom 25. Februar 2011.
  6. www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1247833/index.html.
  7. Tunneldurchschlag: Österreicher Christian Veider mit St. Barbara bejubelt. Rems-Zeitung vom 28. Februar 2011.
  8.  Gmünd schaut länger in die Röhre. In: Schwäbische Post. 17. September 2012 (http://www.schwaebische-post.de/632441).
  9. B 29 - Ortsumfahrung Schwäbisch Gmünd Regierungspräsidium Stuttgart, 24. Februar 2012.
  10. Bahn frei fürs Verkehrsforum Schwäbische Post (Onlineausgabe), 11. März 2012.
  11. Bürgerdialog zum Tunnelfilter Bürgerdialog für Tunnelfilter, abgerufen am 13. April 2012.
  12. Technik aus der Region kommt beim Bau des Gmünder Tunnels zum Einsatz. Rems-Zeitung vom 5. August 2011.