Gran Fondo

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Der Gran Fondo del Vulture 2005

Gran Fondo oder Granfondo ist die Bezeichnung von Radmarathons für Hobby-Radsportler, sogenannte „Jedermänner“. An den Veranstaltungen können auch Radrennfahrer teilnehmen, wobei es Einschränkungen für Mitglieder von bei der Union Cycliste Internationale registrierten Radsportteams gelten.[1] Der Begriff stammt aus dem Italienischen, „fondo“ und bedeutet „Ausdauer“.[2]

Unter dem Namen „La Gran Fondo“ wurde 1884 erstmals ein 600 Kilometer langes Rennen in Italien ausgetragen. Zu dieser Zeit waren Distanzradfahrten über solch lange Strecken äußerst populär, da das Fahrrad sich als Fortbewegungsmittel noch bewähren musste. „La Gran Fondo“ führte von Mailand nach Rom.[3]

Der moderne Begriff „Gran Fondo“ für Jedermannrennen wurde zunächst hauptsächlich in den Vereinigten Staaten benutzt. Dabei spielt nicht nur die Länge einer Strecke – bis zu 230 Kilometer – eine Rolle, auch sind große Höhenunterschiede üblich. Gran Fondos gibt es für Straßenradsportler sowie für Mountainbiker. Oftmals werden zwei Streckenlängen angeboten, ein „Gran Fondo“ und ein „Medio Fondo“. Inzwischen wird der Begriff auch bei europäischen Rennen benutzt. So wird in Italien u.a. der „Granfondo La Fausto Coppi“ ausgetragen.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UCI-Reglement für den Straßenradsport, dort 2.2.008 (englisch/französisch) abgerufen am 26. Dezember 2012
  2. Vergleiche auch den französischen Ausdruck für Steherrennen: Demi-fond
  3. Kurt Graunke/Walter Lemke/Wolfgang Rupprecht: Giganten von einst bis heute: Die Geschichte der deutschen Profi-Straßenradrennfahrer. München 1993, S. 12.
  4. Granfondo La Fausto Coppi: Entscheidung unterwegs auf radsport-aktiv.de vom 26. Dezember 2012

Weblinks[Bearbeiten]