Grundlagenforschung
Die Grundlagenforschung (englisch meist: Basic Research, teilweise auch Fundamental Research) im engeren Sinne ist die wissenschaftliche Aufstellung, Nachprüfung und Diskussion der Prinzipien einer Wissenschaft, insbesondere in der Mathematik und in den exakten Naturwissenschaften, aber auch in der Psychologie, den Sprachwissenschaften und der Medizin.
Die Grundlagenforschung legt die Grundlagen für weitergehende Forschung und hebt sich somit von der angewandten Forschung und der Industrieforschung ab, die unter Umständen ähnliche Forschungsfelder bearbeiten, jedoch mit einem anderen Fokus und anderen, wirtschaftsorientierteren Zielsetzungen herangehen. Der Begriff der Grundlagenforschung wurde populär durch den Report Science - The Endless Frontier des US-amerikanischen Ingenieurs Vannevar Bush. Dieser Bericht markierte zugleich den Beginn der modernen Wissenschaftspolitik. Der Begriff Basic Research wurde zuerst von dem US-Staatssekretär Henry C. Wallace gebraucht.[1]
In der problemorientierten Grundlagenforschung werden die Fragestellungen – im Gegensatz zur Auftragsforschung – aus der wissenschaftlichen Literatur entwickelt, jedoch im Hinblick auf konkrete Probleme, die nicht unbedingt wissenschaftlicher Art sind.
Weblinks [Bearbeiten]
- Grundlagenforschung, Bundesministerium für Bildung und Forschung
- Durch Staub zu den Sternen. Ist Forschung ohne Nutzen nutzlos?, Film des Karlsruher Institut für Technologie zu Grundlagenforschung
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Roger Pielke Jr.: In Retrospect: Science - The Endless Frontier, in: Nature 466, 922-923 (August 2010), doi:10.1038/466922a.