H (Musik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

H (oder h) dient in der Musik

  • als Bezeichnung für den Ton, der einen Ganzton über dem Ton A (oder a) liegt. Diese zunächst unlogisch wirkende Benennung des Stammtons H hat folgende historische Ursache:
Zur Bezeichnung des im Mittelalter verwendeten Tonvorrates reichten zunächst die ersten sieben Buchstaben des Alphabets aus, wobei auf A natürlich B folgte. Spätestens im 11. Jahrhundert bei Guido von Arezzo etablierte sich eine Spaltung des Tons B in eine höhere (b durum) und tiefere Variante (b molle), die in der Schrift durch eine eckige Bécarre.PNG (b quadratum) und runde Flat.svg (b rotundum) Form des Buchstabens b unterschieden wurden. Aus dem b quadratum gingen das heutige Auflösungszeichen und das Kreuz hervor, aus dem b rotundum wurde das Versetzungszeichen b.
Wegen der optischen Ähnlichkeit des b quadratum mit dem Buchstaben h und der hieraus folgenden Verwendung der Drucktype h für das b quadratum wurde im 16. Jh. in Deutschland die Bezeichnung H für die 7. Stufe der seit Zarlino (1571) mit C beginnenden Grundskala üblich. [1]
Im angelsächsischen Sprachraum heißt unser H noch heute B, während dort unser B (also die Erniedrigung des H um einen Halbton) „B flat“ genannt wird.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Riemann Musiklexikon Sachteil, Mainz 1967, S. 357
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge